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Artengruppe Hain- Greiskraut (Senecio nemorensis agg.)

Die folgenden vier Arten bilden häufig Bastarde.

Zungenblüten fehlend, Röhrenblüten hellgelb
Kein Vorkommen in Deutschland
> 1

Zungenblüten vorhanden, Röhrenblüten gelb

> 2

                                                                                            

1     Zungenblüten fehlend


Dost- Greiskraut
(Senecio cacaliaster)

VII - VIII, Wälder, Hochstaudenfluren
                   Karersee, Italien (08.08.2013)
                   Plöckenpass
                   Gastein

Synonyme:
Pestwurz- Greiskraut
Cacalia sarracenica L.;  Senecio albo-dentatus Vukot.;  Senecio croaticus Waldst. & Kit.; 
Senecio obliquus Dulac;  Solidago montana L.

English name:

Nome italiano: 
Senecione biancastro

Verbreitung in Deutschland:
Kein Vorkommen in Deutschland

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
France, Italy, Slovenia, Croatia, Montenegro

Am Karersee häufig!

 

 

 

Pflanze 60 - 150 cm

Meist ohne Zungenblüten, Röhrenblüten hellgelb

Köpfchenstiele und Hüllblätter mit Drüsenhaaren

Äußere Hüllblätter pfriemlich

Blätter ungeteilt, mehr als 4 - 6 mal so lang wie breit
gezähnt oder gesägt, 

zumindes am Rand und unterseits auf den Nerven behaart

 

 

2     Zungenblüten vorhanden

Außenhüllblätter mit Drüsenhaaren
Blätter am Grund abgerundet oder halbstängelumfassend
> 3

 
Photo und copyright Michael Hassler

Außenhüllblätter ohne Drüsenhaare
Blätter am Grund keilig
oder kurz gestielt
> 4

Köpfchen mit oder ohne Drüsenhaare
Blätter sitzend und/oder
halbstängelumfassend (Bastard)
> 7

                       

3       Blätter halbstängelumfassend, Köpfchen mit Drüsenhaaren


Hain- Greiskraut
(Senecio hercynicus)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VII, Wälder
                Schwenningen bei Albstadt
                Kempten, Isny
                Feldberg

Synonyme:
Harz- Greiskraut
Senecio nemorensis ssp. nemorensis
Senecio cacaliaster ssp. hercynicus Oberprieler, Senecio commutatus Spenn. non Heller, Senecio commutatus var. nemorensis (L.) Spenn.

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Lokal höhere Mittelgebirge (Schwarzwald, Bayerischer Wald, Erzgebirge, Thüringer Wald, Vogelsberg, Rhön, Harz, Hochsauerland, Hunsrück, Eifel); Alpen und Alpenvorland sehr selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
France, Italy, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Greece
Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Bulgaria, 

 

 

 

Pflanze 60 - 150 cm
blüht 1 Monat vor dem Fuchsschen Greiskraut


Photo und copyright Michael Hassler

Meist mit 5 Zungenblüten
Köpfchenstiele, Außenhüllblätter und Hüllblätter mit Drüsenhaaren


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel meist grün, Blätter mit abgerundetem Grund oder halbstängelumfassend

Blätter mehr als 4 mal so lang wie breit, gezähnt oder gesägt

 

 

4       Blätter mit keiligen Grund sitzend oder kurz gestielt, Außenhüllblätter nicht drüsenhaarig

Blätter 4 - 7 mal so lang wie breit, beiderseits +/- kahl
Stängel +/- kahl, oft rotbraun
Außenhüllblätter nicht bewimpert, meist kürzer als die Hülle
> 5

   

Blätter 3 - 4 mal so lang wie breit, unterseits kraushaarig
Stängel zumindest oben behaart, meist grün
Außenhüllblätter bewimpert, so lang oder länger als die Hülle
> 6


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

                              

5      Stängel kahl oder zerstreut kurzhaarig, oft rotbraun


Fuchssches Greiskraut
(Senecio ovatus)

VII - VIII, Wälder
                   Lonetal bei Vogelherdhöhle
                   NSG Dellenhäule

Zu den Unterarten

Synonyme:
Senecio fuchsii C. C. Gmel., 
Jacobaea ovata P. Gaertn., B. Mey. & Scherb., Senecio commutatus var. ovatus (P. Gaertn., B. Mey. & Scherb.) Spenn., Senecio fuchsii var. ovatus (P. Gaertn., B. Mey. & Scherb.) DC., Senecio nemorensis agg., Senecio nemorensis ssp. fuchsii (C. C. Gmel.) Celak., Senecio nemorensis var. fuchsii (C. C. Gmel.) W. D. J. Koch, Senecio salicifolius Wallr., Senecio serratifolius Cariot & St.-Lag., nom. illeg. (nom. superfl.) 

English name:
Wood Ragwort

Verbreitung in Deutschland:
Mitte und Süden weit verbreitet, Norden nur Einzelfunde, fehlt Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: R (sehr selten) [Neophyt], Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
Netherlands, Belgium, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Ukraine

 

 

 

Pflanze 60 - 150 cm

Köpfchen mit 2 - 5 Zungenblüten

 3 - 16 Röhrenblüten

Außenhüllblätter kürzer als die Hülle, kahl
nicht auffallend bewimpert, Köpfchenstiele und Hüllblätter ohne Drüsenhaaren

Blätter sitzend oder kurz gestielt, 
nicht halbstängelumfassend

Blätter mehr als 4 mal so lang wie breit
gezähnt oder gesägt, beiderseits +/- kahl

Stängel unterwärts kahl oder zerstreut kurzhaarig, oft rotbraun

 

 

6     Stängel unterwärts meist flaumhaarig, meist grün


Deutsches Greiskraut
(Senecio germanicus)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VIII - IX, Wälder
                 Rhön

Zu den Unterarten

Synonyme:
Senecio nemorensis s. lat.
Senecio nemorensis ssp jaquinianus

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Thüringen, SW-Sachsen; selten Erzgebirge; Einzelvorkommen hoher Bayerischer Wald 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
Italy, Slovenia, Croatia, Greece, 
Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Ukraine, European Russia

 

 

Pflanze 60 - 130 cm
blüht 2 - 3 Wochen später als das Fuchssche Greiskraut (Anfang August bis September)

Außenhüllblätter mindestens so lang wie die Hülle, auffallend bewimpert
Köpfchenstiele und Hüllblätter ohne Drüsenhaaren

Blätter sitzend oder kurz gestielt, nicht halbstängelumfassend

Blätter 3 -  4 mal so lang wie breit
gezähnt oder gesägt, unterseits kraushaarig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Stängel zumindest oben behaart, meist grün


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

 

7      Blätter sitzend, kurz gestielt oder halbstängelumfassend


Bastard Hain- Greiskraut
(Senecio x decipiens)

VII - VIII, Wälder
                   Ofterschwanger Horn (16.08.2006)

Bastard Senecio ovatus x Senecio hercynicus

 

 

Pflanze 60 - 150 cm

Blätter halbstängelumfassend oder gestielt 
mehr als 4 mal so lang wie breit, gezähnt oder gesägt

Außenhüllblätter fadenförmig, mindestens so lange wie die Hülle, mit oder ohne Drüsenhaare
Köpfchenstiele und Hüllblätter mit oder ohne Drüsenhaaren