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Greiskräuter mit grünen, fiederteiligen Blättern

Blattzipfel gezähnt
> 1

Blattzipfel ungezähnt
> 4

Blätter hanfähnlich, mit wenigen großen Fiederabschnitte
> 11

                  

1       Blattzipfel gezähnt

Blätter und Stängel wollig- filzig
> 2

Blätter und Stängel +/- kahl
> 3

 

2     Blätter und Stängel wollig- filzig


Frühlings- Greiskraut
(Senecio vernalis)

V - XI, Ruderalstellen
             Sommerach
             Waghäusel

Synonyme:
Senecio leucanthemifolius ssp. vernalis (Waldst. & Kit.) Greuter
Jacobaea incana Gilib.; Jacobaea sinuata Gilib.; Jacobaea squalida C. A. Mey.; Jacobaea verna Rafin.; Jacobaea vernalis C. A. Mey.; Senecio atlanticus Boiss. & Reul.; Senecio crassifolius Sibth. & Sm.; Senecio polycephalus Ledeb.; Senecio euxinus Minder.; Senecio leucanthemifolius Poiret var. vernalis (Waldst. & Kit.) J.C.M. Alexander; Senecio leucomifolius Poir. var. vernalis (Waldst. & Kit.) J. Alexander; Senecio nebrodensis Gilib. ex Georgi; Senecio peduncularis Griseb.; Senecio pseudovernalis Zabel ex Nym.; Senecio rapistroides DC.; Senecio sinuatus Gilib.; Senecio squalidus Bieb.; Senecio sylvaticus Gueldenst.; Senecio syrmiensis Kit. ex Nym.; Senecio vernus Urv.

English name:
Eastern Groundsel

Verbreitung in Deutschland:
Osten und zentraler Norden weit verbreitet, 
Nordwesten, Westen und Rheinebene zerstreut
Sehr selten südliches Baden-Württemberg und Bayern südlich des Main

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France,  Italy, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, Greek Aegaean Isl., 
England, Norway, Sweden, Denmark, Netherlands, Luxembourg, Azerbaijan (without Nachichevan),Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, European Turkey, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Turkey, Cyprus, Egypt, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, C-Asia, 
*Ecuador

 

 

 

 

Pflanze 15 - 45 cm groß

Köpfchen ca. 2,5 cm im Durchmesser, meist mit 13 Zungenblüten

Hülle mit 6 - 14 Außenhüllblätter

  

Außenhüllblätter mit kahler Spitze, schmal, spitz, fast bis zur Mitte schwarz

Stängel und Blätter wollig- filzig

Blattzipfel +/- eiförmig, +/- rechtwinklig abstehend, Blattränder  gezähnt

 

 

3     Blätter und Stängel +/- kahl


Felsen- Greiskraut
(Senecio rupestris)

V - VIII, Subalpine frische Ruderalstellen
                Berchtesgaden
                Monte Baldo 18.08.2011

Synonyme:
Senecio squalidus, Senecio squalidus ssp rupestris
Senecio nebrodensis L.

English name:
Rock Ragwort

Verbreitung in Deutschland:
Sehr lokal Hochsauerland; selten Berchtesgadener Alpen, Einzelfund Allgäu 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet, Hessen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: Neophyt 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, Crete, 
England, Ireland, Northern Ireland, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Morocco, Algeria, Tunisia

 

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

Zungenblüten meist 13

6 - 12 Außenhüllblätter, 21 innere Hüllblätter
Außenhüllblätter mit pinselartig behaarter Spitze, 

Stängel und Blätter oberseits kahl oder nur etwas wollig- filzig

Blattzipfel länglich, vorwärts gerichtet, Blattränder gezähnt

Blätter unterseits zerstreut behaart

 

 

4       Blattzipfel ungezähnt

Blätter unterseits weißfilzig
kein Vorkommen in Deutschland
> 5

Blätter unterseits nicht weißfilzig

> 6

 

5     Blätter unterseits weißfilzig


Südafrikanisches Greiskraut
(Senecio pterophorus)

VI - IX, Ruderalstellen
              Toraino, Italien

Synonyme:
Senecio griesebachii Baker?

English name:
African Daisy

Verbreitung in Deutschland:
Momentan noch kein Vorkommen in Deutschland

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
South- Africa (Natal, Cape, Swaziland, Lesotho)

Eingebürgert in:
*Spain, *France, *Italy
*South Australia, *England, 

Die Pflanze ist ein aggressiver Neophyt, der sich in Australien, Spanien, Italien und Frankreich vermutlich durch mit Samen verunreinigte Erde ausgebreitet hat. 
Wie bei viele anderen Senecio- Arten sind alle Pflanzenteil giftig.

 

 

 

Pflanze 60 - 200 cm groß

Blütenstand stark verzweigt,
mit 20 - 60 Körbchen

Blütenkörbchen mit 11 -  14 Zungenblüten

Hülle mit schlankem Hals, 
Außenhüllblätter anliegend

Früchte mit Pappus

Oberste Stängelblätter meist ganzrandig,

Untere Stängelblätter fiederteilig, ledrig, 5 - 14 cm lang, 
0,5 - 2,5 cm breit, Blattoberseite glänzend grün

Blattunterseite weißfilzig

 

 

6     Blätter unterseits nicht weißfilzig

Früchte der Röhrenblüten kahl
Grundblätter leierförmig, mit großen Endabschnitt
> 7

Früchte der Röhrenblüten behaart
Grundblätter gefiedert, mit kleinem Endabschnitt
> 8

 

7      Grundblätter leierförmig, mit großen Endabschnitt


Artengruppe Wasser- Greiskraut
(Senecio aquaticus)

VI, Auen, Moore
       Ofterschwanger Horn
       Weiherhof
       Waldberg
       Kissinger Bahngruben
       Schöneberger Weiher (Markt Wald)

Zu den Arten der Artengruppe

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Blütenkörbchen mit ca. 13 Zungenblüten

13 Hüllblätter, kahl

Stängelblätter fiederteilig

Grundblätter eiförmig, +/- ganzrandig 

  

oder gebuchtet

oder leierförmig mit großem Endabschnitt

oder gefiedert

 

 

8      Grundblätter gefiedert, mit kleinem Endabschnitt

Hauptblütezeit:  August - September
Mittlere Stängelblätter mit linealischen Fiederabschnitten
Außenhüllblätter abstehend, lang
> 9

   

Hauptblütezeit: Juni - Juli
Mittlere Stängelblätter mit unregelmäßig stumpf gezähnten Fiederabschnitten
Außenhüllblätter anliegend, kurz
> 10

   

 

9   Außenhüllblätter abstehend, lang


Raukenblättriges Greiskraut
(Senecio erucifolius)

VII - IX, Trockenrasen
                Brenne Reisensburg

Synonyme:
Jacobaea errucifolia

English name:
Hoary Ragwort

Verbreitung in Deutschland:
Mitte und Süden verbreitet (außer höhere Mittelgebirge und Bayerischer Wald), Osten und Norden selten, fehlt weitgehend Sachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Albania, Greece, 
England, Ireland, Ireland/Northern Ireland, Sweden, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Poland, Czech Republic, Hungary,  Romania, Bulgaria, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, European Russia, N-Caucasus, Siberia, C-Asia, Mongolia, Turkey, Iran,
*USA

 

 

 

Pflanze 30 - 125 cm groß
Blütenstand +/- rispig, nicht ebensträußig

Blüten groß, heller gelb als bei S. jacobea, lang gestielt und locker rispig angeordnet, mit 13 Zungenblüten

Außenhüllblätter abstehend, halb so lang wie die Hülle

Mittlere Stängelblätter kammförmig fiederschnittig, 
seitliche Abschnitte linealisch, ungeteilt oder an der Spitze, 2 - 3- zipflig

 Pappus bleibend, schmutzigweiß

Endabschnitt nicht größer als die seitlichen Abschnitte

Blätter mit Öhrchen

Vegetativ: Fiederabschnitte linealisch

 

 

10      Außenhüllblätter anliegend


Jakobs- Greiskraut
(Senecio jacobaea)

VI - VII, Ruderalstellen, Wegränder, Straßenränder
               verbreitet z.B.
               Günzburg, B 16
               Gundelfingen, Emausheim

Synonyme:
Jacobaea vulgaris

English name:
Common Ragwort

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Gibraltar, Andorra, France,  Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, 
England, Channel Isl., Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Morocco, Tunisia, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, Crimea, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Siberia, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, 
*Western Australia, *South Australia, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *New Zealand, *Kermadec Isl., Turkey, China, *St. Pierre and Miquelon, *Canada, *USA

Der Giftgehalt ist in diesem Greiskraut besonders hoch. Die Pflanze ist bei Landwirten nicht gerne gesehen, da es schon zu Vergiftungen von Tieren gekommen ist. Die Tiere fressen zwar die bitter schmeckenden frischen Pflanzen nicht, allerdings bleibt das Gift auch im Heu oder bei Silage wirksam, so dass vor allem Pferde und Rinder sich bei Aufnahme des Heus vergiften können. Als tödliche Dosis für Pferde werden 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm. Nagetiere z.B. scheinen dagegen immun gegen das Gift zu sein

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Blütenstand +/- ebensträußig

Köpfchen klein, dottergelb, sehr zahlreich

Außenhüllblätter anliegend, 1/4 so lang wie die Hülle

Früchte der Röhrenblüten dicht kurzhaarig, die der Zungenblüten kahl

Blätter zerschlitzt wirkend

Mittlere Stängelblätter mit zum Ende hin verbreiterten, unregelmäßig stumpf gezähnten Abschnitten

Blätter mit Öhrchen

Grundblätter gefiedert, mit kleinem Endabschnitt

Vegetativ: Fiederabschnitte unregelmäßig stumpf gezähnt

 

 

11     Blätter hanfähnlich, mit wenigen großen Fiederabschnitte


Hanfblättriges Greiskraut
(Senecio cannabifolius)

VII - VIII, Waldränder, Ufer, Zierpflanze
                   Botanischer Garten Wien

Synonyme:
Jacobaea cannabifolia (Lessing) E. Wiebe; Senecio palmatus Pallas ex Ledebour

English name:
Aleutian Ragwort

Verbreitung in Deutschland:
Seltener Neophyt. Bei Leipzig gefunden:
"Senecio cannabifolius- eine für Deutschland neue Art"

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Japan, China, N- Korea, Mongolia, Siberia, Russia Far East, 
Alaska (Attu Island)

 

 

Pflanze 100 - 250 cm groß
Stängel gerade, ungeteilt

 

Blütenstand traubig - rispig, vielblütig, Köpfchen mit 5 Zungenblüten

Hülle ca. 5 mm lang, Außenhüllblätter anliegend, 1/4 so lang wie die Hülle

Früchte kahl, Pappus fuchsfarben

Stängel +/- kahl, Blätter am Grund mit kleinen sichelförmigen Öhrchen
oberseits kahl, unterseits heller grün, mit mehrzelligen Haaren

Blätter hanfähnlich, mit wenigen großen Fiederabschnitte,
Fiederabschnitte nach vorne gerichtet, 8 - 10 cm lang, 2 - 5 cm breit, gezähnt

Die unteren Blätter sind z.T. ungeteilt und zur Blütezeit bereits abgestorben