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Ein- oder wenigblütige, nicht drüsige alpine Berufkräuter

Hüllblätter +/- kahl oder langhaarig
Stängel kahl oder angedrückt behaart
> 1

  

Hüllblätter dicht behaart, 
Stängel zumindest oben langhaarig
> 2

       

1     Hüllblätter +/- kahl oder angedrückt kurzhaarig


Kahles Berufkraut 
(Erigeron glabratus)

 

VII - VIII, Alpine Matten
                   Einödsbach, Ifen, Immenstadt
                   Monte Baldo 18.08.2011
                   Rochers de Naye, Schweiz

Zu den Unterarten

Synonyme:
Vielgestaltiges Berufkraut, 
Erigeron polymorphus
Aster glabratus E. H. L. Krause; Tessenia glabrata Bub.; Trimorpha glabrata Fourr.; Erigeron occidentalis Vierh.; Erigeron glabratus ssp. graecus Vierh.

English name:
Variable Fleabane

Verbreitung in Deutschland:
Alpen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Spain, Liechtenstein, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece, Crete
Bulgaria, 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß

Stängel 1 - 6- körbig

Zungenblüten weiß, blasslila oder rosa

Blüten ohne Fadenblüten (die weißen Borsten sind die Pappushaare der Röhrenblüten!)

Stängel ohne Drüsenhaare, 1 - 3- köpfig
oben und unten kahl oder angedrückt kurzhaarig

Hüllblätter kahl

oder Hüllblätter langhaarig, 
Haare jedoch nie geschlängelt oder miteinander verflochten

Blätter verkehrt- eiförmig, 

Blätter kahl oder nur randlich behaart, 
vorne stumpf, seltener auch spitz

 

 

2     Hüllblätter dicht behaart

Körbchen mit Fadenblüten 
zwischen Röhren- und Zungenblüten
> 3

Körbchen ohne Fadenblüten
zwischen Röhren- und Zungenblüten
> 6

 

3     Körbchen mit Fadenblüten zwischen Röhren- und Zungenblüten

Pflanze oft mehrköpfig
Blätter auf der Fläche oberseits behaart
> 4

Pflanze fast immer einköpfig
Blätter auf der Fläche oberseits +/- kahl
> 5


Photo und copyright Julia Kruse

                           

    Blätter auf der Fläche oberseits behaart


Alpen- Berufkraut 
(Erigeron alpinus)


Photo und copyright Franck Le Driant

VII - VIII, Steinrasen
                   Südtirol, Melag 10.08.2011
                   Rofenhöfe, Österreich

                   Fellhorn, Nebelhorn

Synonyme:
Aster rupestris E. H. L. Krause; Erigeron acris C. B. Clarke; Erigeron alpestris Hoppe ex Nym.; Erigeron asteroides Hoppe ex Nym.; Erigeron funkii Sch. Bip. ex Nym.; Erigeron glaber Hoppe ex Nym.; Erigeron glabratus Endr. ex Willk. & Lange; Erigeron grandiflorus Hoppe ex DC.; Erigeron hirsutus Hoppe. ex DC.; Erigeron leschenaultii DC.; Erigeron nanus Schur; Erigeron neglectus Kern. ex Nym.; Erigeron polymorphus Scop.; Erigeron rupestris Hoppe ex DC.; Erigeron uniflorus Sm.; Stenactis alpina Cass.; Tessenia alpina Bub.; Trimorpha alpina S. F. Gray; Trimorpha alpina Vierh.; Erigeron alpinus var. gracilis Tavel; Trimorpha gracilis Vierh.; Erigeron alpinus var. strigosus Fiori & Paoletti; Trimorpha strigosa Vierh.

English name:
Alpine Fleabane

Verbreitung in Deutschland:
Selten westliche (Allgäuer) Alpen, 
wenige Altfunde zentrale und östliche Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Andorra, Spain, Liechtenstein, Italy, Slovenia, Bosnia- Hercegovina, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece, 
Poland, Slovakia, Romania, Bulgaria, Ukraine, N-Caucasus, Transcaucasus, Azerbaijan, Nachichevan, Iran

 

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß


Photo und copyright Franck Le Driant

meist mehrköfig (1 - 15- Köpfchen)

 

Zungenblüten lila, Röhrenblüten gelblich

Zwischen Röhren- und Zungenblüten befinden sich Blüten mit fadenförmiger Krone (= Fadenblüten)

Fadenblüten sind am deutlich herausstehenden Griffel von den Röhrenblüten zu unterscheiden, die Fadenblüte steckt in der mit Pappus bezeichneten Hülle aus Pappushaaren, darunter befindet sich die grünliche Frucht (eine sehr schöne Abbildung der 3 Typen von Blüten in einem Erigeronkörbchen findet sich in der Flora Helvetica bei der Beschreibung von Erigeron neglectus!)

Hüllblätter behaart

Stängel zottig behaart, ohne Drüsenhaare

Blätter etwas fleischig,  auf der Fläche oberseits behaart

 

 

5      Blätter auf der Fläche oberseits kahl


Verkanntes Berufkraut 
(Erigeron neglectus)

 
Photo und copyright Julia Kruse

VII - VIII, Steinrasen
                   Fellhorn, Nebelhorn

Synonyme:
Vernachlässigtes Berufkraut
Erigeron alpinus ssp. neglectus (A. Kerner) O. de Bolòs & J. Vigo; Erigeron nanus Schur ssp. neglectus (A.Kern.) R. Soo

English name:
Neglected Fleabane

Verbreitung in Deutschland:
Selten westliche (Allgäuer) Alpen, 
Altfunde Berchtesgadener Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: 4 (potentiell gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Liechtenstein, 

 

 

 

 

Pflanze 10 - 20 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

fast immer einköpfig, Hüllblätter weißwollig


Photo und copyright Julia Kruse

Zungenblüten hellrosa bis  pfirsich- weinrot


Photo und copyright Julia Kruse

Röhrenblüten gelb- orange, mit Fadenblüten


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel zottig behaart, ohne Drüsenhaare, 
meist mit einem Köpfchen


Photo und copyright Julia Kruse

Blätter etwas fleischig,
auf der Fläche oberseits meist kahl


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

6     Körbchen ohne Fadenblüten, zwischen Röhren- und Zungenblüten


Einköpfiges Berufkraut 
(Erigeron uniflorus)

 

VII - VIII, Alpine Matten
                   Fellhorn
                   BG Tübingen
                   Col du Galibier, Gipfel (Frankreich)

Synonyme:
Heterochaeta erigeroides DC.; Aster pyrenaeus Pourr.; Aster uniflorus E. H. L. Krause; Diplopappus bellidioides Gill. & Don ex Hook. & Arn.; Erigeron alpinus Pursh; Erigeron apenninianus Georgi; Erigeron cilicicus Boiss. ex Tchihat.; Erigeron glacialis Fiseh. ex Herd.; Erigeron monocephalus Schur; Erigeron pulchellus Turcz.; Erigeron pycnotrichus Schott & Kotschy ex Tchihat.; 

English name:
One- flowered Fleabane

Verbreitung in Deutschland:
Selten Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Andorra, France, Italy, Slovenia, Serbia & Kosovo, Macedonia, 
Iceland, Svalbard, Norway, Sweden, Finland, Liechtenstein, Poland, Slovakia, Romania, Bulgaria, Ukraine, European Russia, Novaya Zemlya & Franz Josef Land, N-Caucasus, Transcaucasus, New Guinea (alpine), Turkey, Iran, Iraq, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, India, Nepal

 

 

 

 

Pflanze 3 - 10 cm groß

Zungenblüten weiß, blasslila oder rosa

Köpfchen ohne Fadenblüten

Hüllblätter sparrig abstehend, dicht weißwollig

Stängel ohne Drüsenhaare, immer einköpfig
oben locker langhaarig, unten kahl

Blätter verkehrt- eiförmig, nur randlich behaart