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Hypericum- Arten mit Kelchblättern ohne schwarze Drüsen

Obere Stängelblätter viel größer als die Blüten
Blüten klein, hellgelb, mit wenigen Staubblättern
Seltener Neophyt aus Nordamerika
> 1


Photo und copyright Keir Morse

Obere Stängelblätter kaum größer als die Blüten,
 Blüten hell- oder dunkelgelb, mit vielen Staubblättern

> 2

 

1     Obere Stängelblätter viel größer als die Blüten


Großes Johanniskraut
(Hypericum majus)


Photo und copyright Keir Morse

VII - VIII, Kiesgruben, Verdichtete Ruderalstellen
                   Weiden
                   Grafenwöhr

Synonyme:
Großes Kanadisches Johanniskraut
Großes Hartheu
Hypericum canadense var. major A. Gray 

English name:
Greater Canada St. John's- Wort

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
Nur lokal Oberpfalz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, 
Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada

 

 

 

 

Pflanze 10 - 35 cm groß, zierlich


Photo und copyright Keir Morse

Blüten blassgelb, 1 - 1, 4 cm im Durchmesser, 
ohne schwarze Drüsen, mit 12 - 21 Staubblättern


Photo und copyright Keir Morse

Kelchblätter eilanzettlich bis lanzettlich, spitz


Photo und copyright Keir Morse

Stängel im unteren Teil 4- kantig, hohl


Photo und copyright Keir Morse

Stängelblätter im Vergleich zu den Blüten groß,
 bis 4 cm lang, 4 - 12 mm breit, lanzettlich, am Grund zusammenstoßend, 


Photo und copyright Keir Morse

Blätter dicht durchscheinend punktiert, 
ohne schwarze Punkte am Rand


Photo und copyright Keir Morse

 

 

2     Obere Stängelblätter kaum größer als die Blüten

Stängelblätter durchscheinend punktiert
Kelchblätter lanzettlich, spitz
> 3

Stängelblätter wenig durchscheinend punktiert
Kelchblätter eiförmig, stumpf oder mit aufgesetzter Spitze
> 6

 

3     Kelchblätter lanzettlich, spitz

Blütenstand trugdoldig, Krone hellgelb
Stängel bis oben mit 4 deutlich geflügelten Kanten
Bewohner feuchter Standorte
> 4

Blütenstand rispig, Krone gelb
Stängel mit 2 schmal geflügelten Kanten 
im unteren Stängelteil evt. noch mit 2 Nebenkanten
> 5

 

4      Stängel bis oben mit 4 deutlich geflügelten Kanten


Geflügeltes Johanniskraut
(Hypericum tetrapterum)

VII - VIII, Gräben , Ufer, feuchte Wiesen
                   Stubenweiher
                   Peterswörth
                   Leipheim

Synonyme:
Hypericum acutum
Hypericum quadrangulum

English name:
Square-Stalked St. John's-Wort

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber regional nur zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: V (Vorwarnliste), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Greece, Crete, 
Turkey, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Lebanon, Syria, Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Ireland, Netherlands, Hungary,  Malta, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Victoria, Tasmania, ?Algeria, ?Morocco

 

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß, aufrecht

Blütenstand trugdoldig, Krone hellgelb

Kelchblätter schmal lanzettlich, spitz

Stängelblätter groß, durchscheinend punktiert

Stängel bis oben mit 4 geflügelten Kanten, hohl

 

 

5      Stängel mit 2 geflügelten Kanten, im unteren Stängelteil evt. noch mit 2 Nebenkanten


Tüpfel- Johanniskraut
(Hypericum perforatum)

VII - VIII, Wegränder, Ruderalstellen
                   häufig
                   z.B. Günzburg, Feuerbachstr

Zu den Unterarten

Synonyme:
Echtes Johanniskraut
Tüpfel- Hartheu
Hypericum perforatum ssp. latifolium (W. D. J. Koch) A. Fröhlich, Hypericum perforatum ssp. angustifolium Borkh., Hypericum perforatum var. latifolium Gaud., Hypericum perforatum var. microphyllum DC. 

English name:
Common St. John's- Wort
Perforate St. John's-Wort

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet , Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria,  Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, Algeria, Morocco, Tunisia, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, C-Asia, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Afghanistan, Azores, Madeira, Canary Isl., Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, India

Eingebürgert in:
*Western Australia, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, New Guinea (alpine), *New Zealand, Cape Prov., *Lesotho, *Cuba, *Haiti, Mongolia, *Chile, *Juan Fdz. Isl., *Argentina, *Réunion, *Hawaii (*Hawaii Isl. (*Hualalai)), *USA, *Canada, *St. Pierre et Miquelon

Bestimmungsschlüssel nach Lambion

 

 

Pflanze 15 - 100 cm groß

Blütenstand rispig

Krone goldgelb, 2 - 3 cm im Durchmesser, ohne schwarze Punkte oder nur am Rand mit schwarzen Punkten, 3 Griffel,  50 - 60 Staubblättern

Oberstes Stängelblatt sitzend

Kelchblätter lanzettlich, spitz, kahl,
länger als der Fruchtknoten

Stängel durchgehend zweikantig, markig

Stängelblätter groß (1 - 3 cm lang, breiter als 1 cm)

Blätter unterseits mit oder ohne schwarze Punkte, 
durchscheinend punktiert, eiförmig bis linealisch


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

 

 

6    Kelchblätter eiförmig, Blätter wenig durchscheinend punktiert

Kronblätter auf der Fläche mit schwarzen Punkten/Striemen,
Kelchblätter vorne stumpf
> 7

Kronblätter nur am Rand mit schwarzen Punkten
Kelchblätter stachelspitzig
> 8

 

7    Kronblätter auf der Fläche mit schwarzen Striemen, Kelchblätter vorne stumpf


Geflecktes Johanniskraut
(Hypericum maculatum)

VII - VIII, Magerrasen, Wiesen
                   Ofterschwanger Horn
                   Schnerzhofer Weiher
                   Oberjoch Moor
                   Monte Baldo 18.08.2011
                   Untersberg bei Berchtesgaden

Zu den Unterarten

Synonyme: 
Kanten- Johanniskraut
Hypericum quadrangulum
Hypericum dubium

English name:
Imperforate St. John's-Wort

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber vielerorts nur zerstreut

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, European Russia, Sweden, Siberia

Bestimmungsschlüssel nach Lambion

 

Pflanze 20 - 70 cm groß

Krone goldgelb, oft mit schwarzen Punkten

Fruchtknoten mit 3 Griffeln

Kelchblätter +/- so lang wie der Fruchtknoten, eiförmig

Früchte = rote Kapseln

Stängel auch oben vierkantig, hohl

Stängelblätter groß, nicht durchscheinend punktiert

Blätter unterseits am Rand oft mit schwarzen Punkten

 

 

8     Kelchblätter mit aufgesetzter Spitze, Kronblätter nur am Rand mit schwarzen Punkten


Desetangs Johanniskraut
(Hypericum x desetangsii)

VII - VIII, Magerrasen, Wiesen
                   Reinhartshofen (25.7.2008)
                   Haspelmoor

Hybrid bzw. Art gewordener Bastard Hypericum perforatum x Hypericum maculatum

Synonyme:
Französisches Johanniskraut
Hypericum desetangsii
Hypericum maculatum ssp. desetangsii (Lamotte) A. Fröhl., 
Hypericum quadrangulum ssp. desetangsii (Lamotte) Tourlet 

English name:
Des Etangs' St. John's-Wort

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Pfalz, Z-Nordrhein-Westfalen; selten restlicher Süden, Einzelfunde Hessen, Thüringen, fehlt Norden, Osten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Thüringen: evtl. zu erwartenn 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, 
belgium, Netherlands, England

Bestimmungsschlüssel nach Lambion

 

 

 

Pflanze 20 - 70 cm groß

Krone goldgelb, nur am Rand mit schwarzen Punkten

Kelchblätter +/- eiförmig, mit aufgesetzter Spitze, 
vorne fein gezähnelt

Stängel oben mit 2 Hauptleisten, ohne Nebenleisten

Stängel im unteren Teil mit 2 Haupt- und 2 Nebenleisten


Photo und copyright Wolfgang Winter

Blätter meist mit zahlreichen kleinen Drüsenpunkten