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Familie: Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae)

Zur Familie der Tüpfelfarngewächse gehören zwischen 10 und 50 Gattungen mit 500 - 1200 Arten. 
In Deutschland nur 1 Gattung.

Gattung: Tüpfelfarn (Polypodium)

Zur Gattung gehören ca. 200 Arten.
Im Schlüssel sind 2 Arten enthalten.

Blattfiedern +/- stumpf, schwach gesägt
Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen vorhanden
> 1

Blattfiedern meist spitz, gesägt
Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen fehlend
> 2

 

1     Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen vorhanden


Gewöhnlicher Tüpfelfarn
(Polypodium vulgare
L.)

VII - IX, Wegränder, Wälder, Mauern (0 - 3000 m)
               Bad Dürkheim, Fußweg zur Limburg, Rheinland- Pfalz, 225 m ü.M. (11.08.2008)
               Burgau, Omas Garten, cult. (30.03.2008)

Synonyme:
Engelsüss
Polypodium commune DC.

English name:
Common Polypody

Nom francais:
Polypode commun

Nome italiano: 
Felce dolce

Verbreitung in Deutschland:
Mitte und Süden lokal verbreitet, i.d.R. in höheren Lagen auf basenarmen Böden, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verbreitet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany,  Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica,  Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl.), 
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Finland, Norway, Sweden, Iceland,  Faroer Isl., Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, Kazakstan, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Malta, Turkey, Cyprus, Iran, Japan, China,
South Africa, Lesotho

2n = 148

Etymologie:
- Polypodium: polys = viel, podion = Füßchen
- vulgare: gewöhnlich

 

Wedel bis 70 cm lang, einfach gefiedert, 

Blätter wintergrün, kahl, Fiederblättchen links und rechts der Blattspindel gegeneinander versetzt

Fiederblättchen vorne stumpf, +/- ganzrandig oder schwach gezähnt- gekerbt

Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen vorhanden

Sori rund, ohne Schleier

 

 

2     Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen fehlend


Gesägter Tüpfelfarn
(Polypodium interjectum
Shivas)


Photo und copyright Michael Hassler

IX - X, Felsen, Mauern (0 - 1500 m)
             Botanischer Garten Würzburg, cult. (09.04.2016)

Synonyme:
Polypodium vulgare ssp. prionodes (Asch.) Rothm.

English name:
Intermediate Polypody

Nom francais:
Polypode intermédiaire

Nome italiano: 
Polipodio sottile

Verbreitung in Deutschland:
Unterkartiert, bisher zerstreut Rheinland-Pfalz, Saarland, O- und Z-Nordrhein-Westfalen (Süderbergland und Vorgebirge), Thüringer Wald, Frankenalb, Fränkische Schweiz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: R (sehr selten), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, 
England,  Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Russia, Baltic States, Ukraine, Crimea, 
Hungary, Turkey, Iran

2 n = 222

Entstanden durch Chromosomen-Verdoppelung aus der Hybride Polypodium cambricum × Polypodium vulgare.

Etymologie:
- Polypodium: polys = viel, podion = Füßchen
- interjectum: dazwischen stehend

 

 

Wedel 10 bis 50 cm lang, 

einfach gefiedert, 


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter wintergrün, kahl, Fiederblättchen 
Fiederblättchen vorne +/- spitz, am Rand gezähnt- gekerbt


Photo und copyright Michael Hassler

Knorpelspangen zwischen den Fiederbuchten und dem Mittelnerv bei den mittleren Fiederblättchen fehlend, Sori rund, ohne Schleier