Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Unterarten von Sinapis alba

Der Schlüssel für die Unterarten stammt aus der Flora Iberica. In der Flora Gallica werden die Unterarten nicht anerkannt, bei World Plants sind es nur Varietäten

Blätter tief in schmale Lappen zerschlitzt
Früchte fast kahl, aufrecht abstehend
> 1
Blattlappen nicht tief zerschlitzt
Früchte behaart, abstehend
> 2

 

1       Früchte fast kahl, aufrecht abstehend, Blätter tief in schmale Lappen zerschlitzt


Sinapis alba ssp. dissecta (Lag.) Bonnier
(Schlitzblättriger Senf)

 

III - VI, Äcker, Ruderalfluren, Wegränder, Böschungen (0 - 600 m)
               

Synonyme:
Sinapis dissecta Lag.,
Sinapis alba var. dissecta (Lag.) B. Bock

English name:
Dissected Mustard

Nom francais:
Moutarde découpée

Nome italiano: 
Senape frastagliata

Weltweite Verbreitung:
Spain (Murcia, Teruel, Valencia), 
Corsica, Italy (Südtirol, Trentino, Abruzzen, Molise, Basilikata), Sardinia, Sicily
Bulgaria, Crimea, Ukraine

Eingebürgert in:
*Baleares, *France, 
*England, *Czech Republic, *Slovakia, *Hungary, *Romania, *Russia, 
*Algeria, *Morocco, *Tunisia

2n = 24

Etymologie:
- Sinapis: von griech. sinapi = Senf
- alba: weiß
- dissecta: zerschlitzt

 

 

 

Pflanze 40 - 120 cm groß

Früchte fast kahl, aufrecht abstehend, 
Schnabel 10 - 18 mm lang, wenig breiter als die restliche Schote, ohne Samen

Blätter tief in schmale Lappen zerschlitzt

 

2       Früchte abstehend, behaart, Blattlappen nicht tief zerschlitzt

Pflanze von der Basis an verzweigt, mit verkürzten unteren Internodien,  
Schnabel etwas breiter als die
restliche Frucht, mit (0)1(2) Samen
> 3


Photo und copyright Jesús Vílchez

Pflanze nur im Blütenstand verzweigt, untere Internodien nicht verkürzt,
 Schnabel nicht breiter als die restliche Frucht, stets samenlos
> 4

 

3        Pflanze von der Basis an verzweigt, mit verkürzten unteren Internodien, Schnabel etwas breiter als die restliche Frucht, mit (0)1(2) Samen


Sinapis alba ssp. mairei (H. Lindb.) Maire
(Maires Senf)


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

III - VI, Äcker, Ruderalfluren, Wegränder, Böschungen (40 - 1200 m)
               Los Moras, Almeria, ca. 600 m ü.M. (Paco Faluke 25.02.2026)

Synonyme:
Sinapis mairei H Lindb.,
Sinapis alba var. mairei (H. Lindb.) B. Bock

English name:
Maire's Mustard

Nom francais:
Moutarde de Maire

Nome italiano: 
Senape di Maire

Weltweite Verbreitung:
Portugal, (widespread), Spain (widespread), 
France (Bouches-du-Rhone), 
Italy (Toskana, Basilikata), Sicily
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E-Aegean Isl., Kiklades, Crete) 
Algeria, Libya, Morocco, Tunisia

Eingebürgert in:
*Baleares

2n = 24

Etymologie:
- Sinapis: von griech. sinapi = Senf
- alba: weiß
- mairei: benannt nach René Charles Joseph Ernest Maire ((1878–1949), Schweizer Botaniker, der sich intensiv mit der Flora und Mykologie des Mittelmeerraumes und Nordafrikas beschäftigte

 

 

 

Pflanze 40 - 100 cm groß
Pflanze von der Basis an verzweigt, mit verkürzten unteren Internodien


Photo und copyright Jesús Vílchez

Früchte abstehend, behaart
Schnabel 10 - 18 mm lang, etwas breiter als die restliche Schote, meist mit 1 Samen


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängel behaart
Blattlappen nicht tief zerschlitzt


Photo und copyright Jesús Vílchez

 

 

4      Pflanze nur im Blütenstand verzweigt, untere Internodien nicht verkürzt,  Schnabel nicht breiter als die restliche Frucht, stets samenlos


Sinapis alba ssp. alba L.
(Weißer Senf)

VI - X, Äcker, Ruderalfluren, Wegränder, Böschungen, Flussufer (0 - 800 m)
               Günzburg, Feld beim Naturfreundehaus, ca. 50 m ü.M. (18.10.2022)
               Günzburg, Knabenrealschule, c. 450 m ü.M. (23.09.2011)

Synonyme:
Brassica alba (L.) Rabenh., Brassica foliosa (Willd.) Samp.

English name:
White Mustard

Nom francais:
Moutarde blanche

Nome italiano: 
Senape bianca

Verbreitung in Deutschland:
Häufig angebaute Kulturpflanze, regelmäßig verwildert 

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar (Kulturpflanze)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France (widespread), Corsica, Italy (widespread), Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, N- Central, N- East, Crete)
 
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania,  Bulgaria, Turkey, Cyprus, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Saudi Arabia, Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, Tajikistan, Turkestan, China
Egypt

Eingebürgert in:
*Azores, *Madeira, *Canary Isl., *Faroer Isl., *Iceland, 
*Australia, *Tasmania,  *Puerto Rico, *Falkland Isl., *Marianas, *India, *Burma, *Pakistan, *Greenland, *Canada, *USA, *Mexico, *Argentina

Etymologie:
- Sinapis: von griech. sinapi = Senf
- alba: weiß

Häufige Kulturpflanze (Gründünger). 
Möglicherweise durch Zucht aus der Unterart ssp. mairei hervorgegangen.

Kulturpflanze:
- die Samen werden zusammen mit dem des schwarzen und braunen Senfs zu Tafelsenf verarbeitet
- Wenn im Spätsommer oder Herbst Felder noch einmal gelb erblühen, handelt es sich oft um Schwarzen oder Weißen Senf, der den Boden als Zwischenfrucht bedecken, die Auswaschung von Nährstoffen verhindern oder reduzieren soll und später zur Humusanreicherung untergepflügt wird (Gründünger)

 

 

 

Pflanze 40 - 120 cm groß
meist kultiviert

Pflanze nur im Blütenstand verzweigt, untere Internodien nicht verkürzt,
ohne Grundblattrosette


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schnabel nicht breiter als die restliche Frucht, stets samenlos

Stängel kahl oder mit einigen langen Haaren

Mittlere Stängelblätter fiederschnittig, mit gebuchtetem oder gezähntem Rand
Blattlappen nicht tief zerschlitzt