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Gattung: Ulme (Ulmus)

Zur Gattung gehören 25 - 30 Arten.

Blüten und Früchte lang gestielt, hängend
Fruchtflügel am Rand dicht gewimpert
> 1

Blüten und Früchte kurz gestielt, aufrecht
Fruchtflügel am Rand kahl
> 2

 

1     Blüten lang gestielt, hängend, Fruchtflügel dicht gewimpert


Flatter- Ulme
(Ulmus laevis)

III - IV, Auwälder, Mischwälder
             Günzburg, Mooswaldsee vor der Schranke
             Gundelfingen, gegenüber Gartner- Parkplatz

Gefährdungsgrad in Bayern: 3
Gefährdet

 

Bis 35 m hohe Bäume

Blüten vor der Laubentfaltung im März/April aufblühend
Blüten und Früchte in lang gestielten Büscheln hängend

Flügelnüsse rundlich, nur 1 - 1,4 cm lang
Samen etwa in der Mitte, Flügel oben mit V- förmigem Einschnitt, dieser den Samen erreichend, am Rande dicht gewimpert

Blätter wechselständig, 2-zeilig angeordnet

Blätter +/- eiförmig, doppelt gesägt
oft mit stark unsymmetrischem Blattgrund
Blattoberseite grün, glänzend, verkahlend, glatt

Blattunterseite dicht samtig weich, grau behaart
bis 18 Nervenpaare, Blattstiel 4 - 6 mm

Junge Triebe dicht weich behaart, gelb punktiert

Stamm am Grunde manchmal brettwurzelartig verbreitert
(Ulmus laevis ist die einzige wild vorkommende Art in Deutschland mit Brettwurzeln!)

 

 

2     Blüten kurz gestielt, aufrecht, Fruchtflügel kahl

Narben rosa
Einige Blätter dreispitzig
Blätter oberseits sehr rau
Blattstiel höchstens 4 mm lang
Samen in der Mitte der Flügelnuss
> 3

Narben weiß
Blätter nie dreispitzig
Blätter oberseits +/- glatt
Blattstiel 8 - 15 mm lang
Samen nahe des Flügeleinschnitts
> 4

Häufig gepflanzt oder auch natürlicherweise im Gebiet der Eltern kommt der Bastard der beiden Arten Ulmus x hollandica vor, der in den Merkmalen zwischen 3 und 4 steht
> 5

                                                                                                                              

3     Blätter oberseits sehr rau


Berg- Ulme 
(Ulmus glabra)

III - IV, Auwälder, Mischwälder
              Dillingen, Truppenübungsplatz
              Günzburg, Auwald BKH
              Botanischer Garten Ulm

Sorte Ulmus glabra 'pendula' = Trauer- Ulme

 

 

 

Bis 35 m hohe Bäume
früher oft an öffentlichen Plätzen gepflanzt

 

Blüten vor der Laubentfaltung im März/April aufblühend, Narben rosa, Staubblätter dunkelviolett

Blüten und Früchte kurz gestielt

Flügelnüsse breit elliptisch 2 - 2,5 cm lang, 
Samen etwa in der Mitte, mit einem Strang mit dem schmalen, meist geschlossen erscheinenden Einschnitt am oberen Rand verbunden, am Rande kahl

Blätter wechselständig, 2-zeilig angeordnet

Blätter +/- eiförmig, , doppelt gesägt
mit etwas unsymetrischem Blattgrund
Blattoberseite sehr rau

Große Schattenblätter oft mehrspitzig

Blattunterseite dicht samtig weich, grau behaart
12 - 20 Nervenpaare, Blattstiel höchstens 4 mm lang

Junge Triebe behaart, nicht rotdrüsig

 

 

4     Blätter oberseits +/- glatt


Feld- Ulme 
(Ulmus minor)


Photo und copyright Gerhard Nitter

III - IV, Auwälder, Mischwälder
              Günzburg, Mooswaldsee
              Botanischer Garten Tübingen

Andere Namen:
Ulmus carpinifolia

Gefährdungsgrad in Bayern und Deutschland: 3
Gefährdet

Durch das Ulmensterben gibt es fast keine alten Bäume mehr!

 

 

Bis 35 m hohe Bäume

Blüten vor der Laubentfaltung im März/April aufblühend, Blüten in wechselständigen, doldigen, vielblütigen Blütenständen

Jede Blüte besteht aus 4 - 9 glockig verwachsenen grünen Hüllblättern; darin enthalten sind 1 Fruchtknoten mit 2 weißen Narben und 3 - 8 rötlichen bis dunkelvioletten Staubblättern

Die Blüte ist kurz gestielt, der Blütenstiel behaart

Flügelnüsse elliptisch verkehrt eiförmig, 1,3 - 2 cm lang, Samen nicht in der Mitte sondern dicht unter dem Flügeleinschnitt, dessen Spitzen sich überlappen

Blätter wechselständig, 2-zeilig angeordnet

Blätter +/- eiförmig, , doppelt gesägt, max. 8 cm lang, mit etwas unsymetrischem Blattgrund
Blattoberseite +/- glatt, große Schattenblätter nie dreispitzig

Größenvergleich U. glabra (unten) - U. minor (oben)

Blattunterseite dicht samtig weich, grau behaart
bis 8 - 14 Nervenpaare, Blattstiel  8 - 15 mm lang

Junge Triebe behaart, rotdrüsig

Triebe manchmal durch den Pilzbefall (Graphium ulmi) oder an trockenen Standorten korkartig verformt

 

 

5    Merkmalen zwischen 3 und 4


Holländische Ulme 
(Ulmus x hollandica)

 

III - IV, Parkbaum, Auwälder, Mischwälder
              Königsbronn, Brenzursprung
              Günzburg, Garten Immelmannstr

Bastard Ulmus glabra x Ulmus minor
Ist oft schwer von den Eltern zu unterscheiden und sehr variabel

Ulmus x hollandica ist wesentlich resistenter gegen die Ulmenkrankheit und wird deswegen gern gepflanzt. Die Ulmenkrankheit wird durch einen Schlauchpilz (Ceratocystis ulmi) verursacht und durch Käfer in den Baum eingebracht. Der Käferbefall zeigt sich durch Einritzungen, die so aussehen als ob jemand mit einem Kreuzschlitz-Schraubenzieher in den Baum gestochen hätte

 

Bis 35 m hohe Bäume

Blüten und Früchte kurz gestielt, aufrecht

Blüten vor der Laubentfaltung im März/April aufblühend, Narben weiß, rot oder rosa, Staubblätter dunkelviolett

Flügelnüsse elliptisch verkehrt eiförmig, 1,3 - 2,5 cm lang, Samen meist nahe dem Flügeleinschnitt

Blätter wechselständig, 2-zeilig angeordnet

 

Blätter +/- eiförmig, , doppelt gesägt, 8 - 12 cm lang
mit etwas unsymmetrischem Blattgrund
Blattoberseite +/- glatt
Große Schattenblätter manchmal dreispitzig

Blattunterseite nur auf den Nerven behaart
bis 8 - 14 Nervenpaare, Blattstiel 8 - 15 mm lang