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Gattung: Tausendblatt (Myriophyllum)

Zur Gattung gehören ca. 60 Arten.

Blüten stehen in den Achseln von gefiederten Blättern,
Blätter in Quirlen von 5 - 6
> 1


Photo und copyright Günther Blaich

Blüten stehen in den Achseln von ungeteilten Blättern
Sprossachse meist rötlich, Blätter in Quirlen von 4 - 5
> 4

 

1     Blüten stehen in den Achseln von gefiederten Blättern, Blätter in Quirlen von 5 - 6

Überwasserblätter schopfig, blaugrün
oft auch vegetativ
> 2

Überwasserblätter nicht schopfig, grün
immer Blüten tragend
> 3


Photo und copyright Günther Blaich

 

2     Blüten einzeln in den Achseln der Tauchblätter


Brasilianisches Tausendblatt
(Myriophyllum aquaticum)

V - VII, Aquarienpflanze
              Günzburg, Feuerbachstr. (cult.)
              Günzburg Baywa
              Gundelfingen, Wohlhüter Gartenland

Synonyme:
Papageienfeder
Myriophyllum brasiliense, Myriophyllum proserpinacoides

English name:
Parrotfeather Watermilfoil

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise verwilderter Neophyt (beliebte Aquarienpflanze).
In Nordrhein- Westfalen etabliert, in Bayern unbeständig

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
S-Brazil, Chile, Argentina, Uruguay, Paraguay, Peru, ?Guyana, ?French Guyana,

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany
*Portugal, *Spain,*SW-France, 
*England, *Holland, *Belgium, 
*Dominican Republic, *Nicaragua,  *Mexico, *Lesser Antilles (*Dominica),  *Java, *Caucasus / Transcaucasus, *Japan, *Ryukyu Isl., *Australia, *Tasmania, *New Zealand, *trop. Africa, *Transvaal, *Oranje Free State, *Cape Prov., *Java, *Nepal, *Madeira, *Hawaii, *USA, *Canada

Die Pflanze wird in Teichen als Zierpflanze kultiviert. In einigen Ländern z.B. Südfrankreich, England und in einigen Regionen Deutschlands ist die Pflanze verwildert.
Siehe auch:
Aquatische Neophyten
Neobiota

Die im Handel befindliche Form Myriophyllum brasiliensis = Myriophyllum cf. aquaticum 'Red Stem' hat im Gegensatz zur Normalform einen intensiv braunroten Stängel

 

 

 

Pflanze 50 - 200 cm lang


Photo und copyright Paul Busselen

Obere Blattquirle meist schopfig gehäuft

Je nach Standort kann die Pflanze nur aus blaugrünen Überwassertrieben (= emers) oder 

nur aus Unterwasserblättern (= submers) oder aus Unter- und Überwasserblättern bestehend

Sprossachse grün oder rötlich

Blüten einzeln in den Achseln der gefiederten Überwasserblätter


Photo und copyright Paul Busselen

Blüten zweihäusig. 
Bis 1989 gab es in Deutschland nur weibliche Blüten


Photo und copyright Paul Busselen

Unterwasserblätter 

Blattquirle meist 5 - 6- zählig, kammförmig gefiedert,
mit fadenförmigen Abschnitten

 

 

3     Überwasserblätter nicht schopfig, grün, immer Blüten tragend


Quirl- Tausendblatt
(Myriophyllum verticillatum)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VIII, Seen, Teiche, Altwässer
                 Mertingen

Synonyme:
Myriophyllum limosum Hectot ex DC.; Myriophyllum siculum Guss.; Myriophyllum spicatum S. G. Gmel.; Myriophyllum verticillatum var. cheneyi Fassett; Myriophyllum verticillatum var. intermedium W.D.J. Koch; Myriophyllum verticillatum var. pectinatum Wallr.; Myriophyllum verticillatum var. pinnatifidum Wallr.

English name:
Whorl-leaf Watermilfoil

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber überall nur zerstreut bis ziemlich selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: G (gefährdet, Status unklar), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, ?Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Mongolia, Japan, China, trop. Africa, Algeria, Morocco, ?New Guinea, Turkey, European Turkey, Iran, Lebanon, Afghanistan, Pakistan, Jammu & KAshmir, Alaska, USA, Canada, St. Pierre et Miquelon

 

 

Pflanze 50 - 300 cm lang
verzweigt,
Sprossachse grün, kräftig


Photo und copyright Michael Hassler

Obere Deckblätter fiederteilig, laubblattähnlich, 
mehrmals länger  als die Blüten


Photo und copyright Günther Blaich

Blüten meist zweihäusig

   Myriophyllum verticillatum \ Quirlblütiges Tausendblatt / Whorled Water Milfoil; D Eisenberg 2.8.08
Photo und copyright Günther Blaich
links: männliche Pflanze                rechts: weibliche Pflanze

Früchte vierkammerig, mit glatter Oberfläche

Blattfiedern der Unterwasserblätter weich, gegen- oder wechselständig
relativ weit auseinanderstehend

Blattquirle 5- 6- zählig
Blätter 3- 5 cm lang, meist länger als die Internodien

 

 

 

4     Blüten stehen in den Achseln von ungeteilten Blättern, Blätter in Quirlen von 4 - 5

Deckblätter der Blüten gezähnt, viel länger als Blüten
Blätter ca. 5 cm lang
> 5

 

Deckblätter der Blüten ganzrandig, kürzer als die Blüten
Blätter 1 - 3 cm lang
> 6

 

5     Deckblätter der Blüten gezähnt, viel länger als Blüten


Verschiedenblättriges Tausendblatt
(Myriophyllum heterophyllum)

 

VI - IX, Teiche, Kanäle, Aquarienpflanze
              Elster- Saale- Kanal

English name:
Two-leaf Watermilfoil
Broadleaf Watermilfoil
Variable-leaf Watermilfoil

Verbreitung in Deutschland:
Eingebürgerter Neophyt
Sehr zerstreut bis selten N-Sachsen, S-Brandenburg; Einzelfunde Kölner Bucht, Harz, Bremen, Thüringen, Pfalz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Brandenburg: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
USA, Canada

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany
*England

 

 

Pflanze 30 - 150 cm lang
Sprossachse rötlich

Deckblätter der Blüten gezähnt, viel länger als Blüten
laubblattähnlich

Im oberen Teil männliche Blüten mit 4 Staubblättern

Im mittleren Teil zwittrige Blüten

Im unteren teil weibliche Blüten mit kräftig roten, gefiederten, fast immer 4- zähligen Narben

Blattquirle 4 - 5- zählig, 
Blätter ca. 5 cm lang, viel länger als die Internodien

Blattfiedern haarfein, meist wechselständig, weich

In älteren Sproßabschnitten sind die Blätter z.T. nicht mehr im Wirtel angeordnet

 

 

6      Deckblätter der Blüten ganzrandig, kürzer als die Blüten

Spross kräftig, Blätter derb, etwas starr
Blattfiedern etwas steif, eng zusammenstehend, 
bis 3 mm breit, meist gegenständig
> 7

Spross schlank, schmächtig, Blätter weich
Blattfiedern zart, weit auseinanderstehend, 
nur 1 mm breit, meist wechselständig
> 8


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

7      Spross kräftig, Blätter derb, etwas starr


Ähren- Tausendblatt
(Myriophyllum spicatum)

VII - VIII, Seen, Teiche
                   Donau, Staustufe Günzburg
                   Günzburg, Lutzenberger See
                   Remshart, Silbersee

Synonyme:
Myriophyllum pectinatum

English name:
Eurasian Watermilfoil

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber meist nur zerstreut; Mitte und Südwesten ziemlich selten bis selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: G (gefährdet, Status unklar), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, E-Aegaean Isl., 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, European Turkey, Crimea, Baltic States, European Russia, Ukraine, Canary Isl., Algeria, Morocco, Tunisia, C-Sahara, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Japan, Ryukyu Isl., Mongolia, India, Nepal, China, Taiwan, N-Sumatra, Philippines, Turkey, Egypt, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, Bhutan, Chumbi, Cameroon, Chad, Eritrea, ?Ethiopia, Tanzania, Zambia, Malawi, Zimbabwe, ?Angola, Transvaal, Oranje Free State, Natal, Cape Prov., Namibia, Botswana, *Alaska, *USA, *Canada

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 200 cm lang

Ähren vielblütig, aufrecht, aus dem Wasser ragend
5 - 15 cm lang, Sprossachse rötlich, kräftig

Blüten rosa, in 4- zähligen Quirlen

Deckblätter ungeteilt, kürzer als die Blüten
Blüten im oberen Teil männlich, in 4- zähligen Quirlen, mit 8 Staubblättern

Blüten im unteren Teil weiblich, in 4- zähligen Quirlen, Narben rosa

 

Blattquirle (3) - 4- zählig, kammförmig gefiedert,
derb, etwas starr, Blätter ca so lang wie die Internodien

Blattabfiedern meist gegenständig, etwas steif, borstlich,
bis 3 mm breit, eng stehend, oft mit Kalkinkrustationen

 

 

8     Spross schlank, schmächtig, Blätter weich


Wechselblütiges Tausendblatt
(Myriophyllum alterniflorum)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VI - VIII, Seen, Teiche
                 Windischeschenbach
                 Feldbergsee

Synonyme:
Myriophyllum montanum

English name:
Alternateflower Watermilfoil

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut bis selten Niedersachsen, Schleswig-Holstein, S-Mecklenburg-Vorpommern; selten NO-Sachsen, Brandenburg, Niederrhein, Pfälzerwald, Oberpfalz, NW-Süderbergland; sehr selten Südschwarzwald, Saarland, Eifel 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Iceland, Norway, Poland, European Russia, Ukraine, Sweden, Russian Far East, Algeria, Morocco, Tunisia, Azores, China, USA, Canada, Greenland, St. Pierre et Miquelon

 

 

 

 

Pflanze 100 - 200 cm lang
Sprossachse rötlich, schlank, sehr zart


Photo und copyright Franck Le Driant

Ähren wenigblütig, 0,5 - 3 cm lang, anfangs oft überhängend
Deckblätter ungeteilt, kürzer als die Blüten


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten im oberen Teil männlich, mit 8 Staubblättern,
Blüten im unteren Teil weiblich, in Quirlen, Narben rosa


Photo und copyright Franck Le Driant

Blattquirle meist 4- zählig


Photo und copyright Niels Sloth http://www.biopix.dk

Blätter weich, Blattfiedern zart, weit auseinanderstehend, 
nur 1 mm breit, meist wechselständig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka