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Arten der Artengruppe Festuca rubra agg.

Ährchen mindestens 8- blütig
Grundblätter frisch flach, gekielt, im Querschnitt U- förmig
> 1

 

Ährchen meist 3 - 6- blütig
Grundblätter borstlich
> 2

 

1     Ährchen mindestens 8- blütig


Vielblütiger Schwingel
(Festuca heteromalla)

 

VI - VII, Wiesen, Hochstaudenfluren, Waldränder
                

Synonyme:
Flachblättriger Schwingel, Ausgebreiteter Rotschwingel
Festuca megastachys, Festuca diffusa, Festuca rubra ssp fallax,
Festuca rubra ssp megastachys, Festuca rubra ssp multiflora

English name:
Varioushair Fescue, Spreading Fescue

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Sachsen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, France, Italy
Finland, USA

 

 

Pflanzen 60 - 120 cm groß
Rasen bildend, mit unterirdischen Ausläufern

Rispe 9 - 15 cm lang

Hüllspelzen ungleich, häutig, kahl,
Ährchen mindestens 8-blütig, 10 - 14 mm lang
grün oder blaugrün, oft violett überlaufen

Deckspelzen zugespitzt, mit 0, 5 - 1 mm langer Granne

Blattscheide der Halmblätter borstlich, kahl oder behaart, fast bis oben geschlossen, ohne Öhrchen

Ligula der oberen Halmblätter nur ein häutiger Saum

Grundblätter frisch flach, gekielt, 
im Querschnitt U- förmig

 

 

 

2     Ährchen meist 3 - 6- blütig

Blattscheiden behaart
> 3

 

Blattscheiden kahl
> 4

 

3     Blattscheiden behaart


Horst- Schwingel
(Festuca nigrescens)

 

VI - VII, Wiesen Magerrasen Wälder
                Günzburg

Synonyme:
Trügerischer Rot-Schwingel,
Festuca fallax, Festuca denudata Dumort., Festuca heterophylla var. alpina,
Festuca rubra ssp commutata, Festuca rubra ssp cespitosa, Festuca rubra ssp multiflora

English name:
Chewing's Fescue

Verbreitung in Deutschland:
Verbreitet im Süden und Westen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: Neophyt

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Hungary, Norway, Romania, Ukraine, Sweden, 

Eingebürgert in:
*Australia, *Tasmania, *New Zealand, *Alaska, *USA, *Canada, *Greenland

 

 

Pflanzen 30 - 65 cm groß
dicht horstig, meist ohne Ausläufer

Rispe wenigährig, vor und nach der Blüte dicht zusammengezogen, 3 - 12 cm lang

Hüllspelzen ungleich, häutig, kahl,
Ährchen 3 - 8-blütig, 7 - 10 mm lang

Deckspelzen zugespitzt, mit Granne

Blattscheide behaart, fast bis oben geschlossen, ohne Öhrchen, oft rötlich

Ligula der oberen Halmblätter nur ein häutiger Saum

Grundblätter borstenförmig, im Querschnitt V- förmig, 
mit 5 - 7 Leitbündeln, oberseits kurz und zerstreut behaart, unterseits kahl

 

 

 

4     Blattscheiden kahl

Blattspreiten der Halmblätter borstlich
im Querschnitt 6- eckig
In Deutschland nur in Rheinhessen und Bayern
> 5

 

Blattspreiten der Halmblätter flach, aber oft gefaltet
dann im Querschnitt V- förmig
Weit verbreitete Art
> 6

 

5     Blattspreiten der Halmblätter borstlich, im Querschnitt 6- eckig


Haarblättriger Schwingel
(Festuca trichophylla)

 

VI - VII, Wiesen, Hochstaudenfluren
                Murnauer Moos
                Mainz

Synonyme:
Festuca rubra ssp trichophylla

Verbreitung in Deutschland:
Bislang nur im Murnauer Moos, bei Oberau und bei Mainz sicher nachgewiesen

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Bayern: 4 (sehr selten)
Rheinland-Pfalz: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France,  Italy, former Yugoslavia, 
?Bulgaria, Corsica, former Czechoslovakia, Hungary, Romania

 

 

Pflanzen 30 - 70 cm groß
lockere Rasen bildend

Rispe 6 - 10 cm lang, ziemlich locker, schmal, im Umriss linealisch bis lanzettlich

Hüllspelzen ungleich, häutig, kahl,
Ährchen 5 - 7-blütig, 7 - 8,5 mm lang

Deckspelzen zugespitzt, mit 0,4 - 0,7 mm langer Granne

Blattscheide fast bis oben geschlossen, ohne Öhrchen, rotbraun, mit gelblichweißen Streifen
Ligula der oberen Halmblätter nur ein häutiger Saum

Blätter 0,3 - 0,5 mm breit, im Querschnitt 6-eckig

 

 

 

6     Blattspreiten der Halmblätter flach, aber oft gefaltet, im Querschnitt V- förmig


Rot- Schwingel
(Festuca rubra)

VI - VII, Straßenränder, Kiesflächen, Dünen, Wiesen, 
                Waldränder, Trockenrasen, Ruderalstellen
                häufig in Ansaaten (Zierrasen, Futtergras)
                Günzburg

Zu den Unterarten

Synonyme:
Festuca barbata Schrank non L., 
Festuca ovina ssp. rubra (L.) Hook.f., 
Festuca ovina var. rubra Sm.
Festuca rubra ssp trichophylla

English name:
Red fescue

Verbreitung in Deutschland:
In Deutschland flächendeckend verbreitet und meist häufig

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Jan Mayen Isl., Malta, Norway, Poland, Romania, Svalbard, Scandinavia, Sweden, Baltic States, European Russia, *European Russia, Crimea, European Russia, Belarus, Ukraine, Caucasus, Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, China, Taiwan, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan, Mongolia, Japan, Sakhalin, Kuril Isl., Korea, *Costa Rica, *Chile, *Central America, *Ecuador, *Western Australia, *Southern Australia, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *Tierra del Fuego, *Marion Isl., *South Georgia Isl., *Falkland Isl., *Auckland Isl., *Tristan da Cunha, *Kerguelen Isl., Algeria, *New Zealand, *Stewart Isl., *Chatham Isl., *Argentina, *Mexico, Turkey, Iran, Iraq, Yemen, Afghanistan, Pakistan, Pakistani Kashmir, Jammu & Kashmir, Nepal, NW-India, *Madeira, *Canary Isl., *Hawaii (*Kauai, *Maui, *Hawaii Isl.), Greenland, Aleutes, Alaska, Canada, USA

 

 

 

Pflanzen 25 - 80 cm groß
lockere Rasen bildend

Rispe 5 - 15 cm lang, ziemlich locker, aufrecht oder etwas nickend, ihre untersten Äste meist zu 2 von der kahlen Hauptachse abgehend

Hüllspelzen ungleich, häutig, kahl,
Ährchen 3 - 6-blütig, 7 - 14 mm lang, grün oder graugrün, oft violett überlaufen

Deckspelzen je nach Unterart kahl oder +/- dicht behaart, zugespitzt, mit 0,5 - 3 mm langer Granne

Blattscheide fast bis oben geschlossen, oft rötlich gefärbt, ohne Öhrchen, Ligula der oberen Halmblätter nur ein häutiger Saum

Halmblätter 1,5 - 2,5 mm breit, flach oder rinnenförmig

Grundblätter bis 40 cm lang, ca. 0,7 mm breit,
im Querschnitt V- förmig