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Arten der Artengruppe Glyceria fluitans agg

Ährchen nach der Blütezeit zerfallend
Staubbeutel zylindrisch, stäubend
> 1

Ährchen zur Fruchtzeit nicht zerfallend
Staubbeutel x- förmig, nicht stäubend
> 6

 

                                    

1     Staubbeutel zylindrisch, stäubend

Deckspelze 7 mm lang
vorne verschmälert, +/- spitz
> 2

Deckspelze 4 - 5 mm lang
vorne sehr stumpf
> 3
Deckspelze 4 mm lang
mit Nase
> 4

Deckspelze 4 mm lang
mit 3 - 5 Zähnen
> 5


Photo und copyright Julia Kruse

                           

2     Deckspelze 7 mm lang, vorne verschmälert, spitz 


Flutender Schwaden
(Glyceria fluitans)

V - VIII, Ufer, Gräben, Nasse Waldwege
                oft auch im Wasser stehend
                verbreitet z.B.
                Günzburg, Mooswaldsee
                Günzburg, Muna

Synonyme:
Manna-Schwaden, Manna- Gras, Flutendes Süßgras, 
Festuca fluitans L., Festuca loliacea Huds., Glyceria fluitans var. fallax Wein, Glyceria loliacea (Huds.) Fr., Molinia fluitans (L.) Hartm., Poa fluitans Scop

English name:
Water Mannagrass

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber Schleswig-Holstein selten, Alpenvorland zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet~, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Hungary, Iceland, Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, *W-Siberia, *C-Siberia, *Western Australia, Algeria, *Peru - middle Andes, *Ecuador, *New Zealand, *Chile, *Mexico, Turkey, E-Aegaean Isl., European Turkey, Azores, Madeira, *Hawaii (*Maui, *Hawaii Isl.), Morocco, *USA, *Canada, *St. Pierre et Miquelon

 

Wissenswertes:
Die stärkereichen Früchte wurden bis ins vorige Jahrhundert gesammelt und als "Schwaden- Grütze" mit Milch und Butter gegessen (Name: Manna- Schwaden!)

 

Pflanze 40 - 100 cm groß
Rispenäste oft am Halm anliegend

Rispe bis 30 cm lang, Rispenäste mit 1 - 4 Ährchen 

Ährchen 10 - 20 mm lang, 8 - 16-blütig
Deckspelze ca. 7 mm lang, vorne verschmälert, spitz oder schmal abgerundet, ganzrandig,
 7- nervig


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Staubbeutel 2 - 3 mm lang, zylindrisch, stäubend
violett oder gelblich- violett

Ligula 5 - 10 mm lang, zugespitzt

Blätter grasgrün, 3 - 10 mm breit, bis 60 cm lang, zugespitzt


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Blätter im Frühjahr und Herbst oft schwimmblattartig auf der Wasseroberfläche schwimmend

 

 

3     Deckspelze 4 - 5 mm lang, vorne sehr stumpf


Hain- Schwaden
(Glyceria nemoralis)

 

VI - VII, Waldquellmoore, Erlenbrüche Waldwege
                Mecklenburg- Vorpommern
                Schleswig- Holstein

Synonyme:
Hain-Süßgras
Glyceria plicata ssp. nemoralis
Glyceria plicata var. nemoralis

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Selten SO-Schleswig-Holstein , 
Einzelfunde Mecklenburg-Vorpommern

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Brandenburg: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 4 (potentiell gefährdet), Schleswig-Holstein: 4 (potentiell gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
former Yugoslavia, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Hungary, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, ?European Russia, Caucasus / Transcaucasus, Turkey

 

 

Pflanze 30 - 100 cm groß

Rispe bis 30 cm lang, Rispenäste mit 4 - 15 Ährchen 

Ährchen 10 - 20 mm lang, 6 - 9-blütig

Deckspelze ca. 4 mm lang, sehr stumpf
mit starken bis in die Spitze verlaufenden und 4 schwächeren, kürzeren Nerven

Blätter grasgrün, 8 - 10 mm breit

Ligula 10 - 20 mm lang, saumförmig

 

 

 

4     Deckspelze 4  mm lang, mit Nase


Falt- Schwaden
(Glyceria notata)

VI - VII, Ufer, Gräben
                Günzburg, Fahrradweg zur Feuerbachstr

Synonyme:
Gefaltetes Süßgras
Glyceria plicata
Glyceria notata ssp notata
Glyceria fluitans ssp. plicata (Fr.) St.-Lag., Glyceria fluitans var. integra Dumort., Glyceria fluitans var. obtusiflora Sond., Glyceria fluitans var. plicata Fr.,

English name:
Marked Glyceria, 
Plicate Sweetgrass

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber meist nur zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
?Portugal, Spain, France, Corsica,  Italy, Sardinia, Sicily, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Ireland, Netherlands, Hungary,Malta, Norway, Poland, Romania, Scandinavia, Sweden, European Turkey, Baltic States, European Russia, Crimea, European Russia, Ukraine, Anatolia, Iran, *Costa Rica, Caucasus / Transcaucasus, W-Siberia, Russian Far East, China, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Russia, Tajikistan, Uzbekistan, Turkey, E-Aegaean Isl., European Turkey, Iran, Iraq, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan, *New Zealand, Algeria, Morocco, Tunisia

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß

Rispe bis 30 cm lang

Jeder Ast mit 4 - 15 Ährchen

Ährchen länglich, 7 - 12-blütig

Deckspelze 4 mm lang, mit "Nase", mit 7 kräftigen Nerven

Staubbeutel gelb

Blätter oberseits gerippt, rein grün, lang zugespitzt

Ligula 4 mm, gestutzt

 

 

5     Deckspelze 4  mm lang, mit 3 - 5 Zähnen


Blaugrüner Schwaden
(Glyceria declinata)

VI - VIII, Waldwege, Gräben
                  Günzburg, Schurrsee
                  Botanischer Garten München

                  Augsburg

Synonyme:
Glyceria notata ssp. declinata
Glyceria fluitans ssp. declinata 
Glyceria fluitans var. declinata 
Glyceria plicata ssp. declinata

English name:
Waxy Mannagrass

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber Westen und Osten sehr zerstreut, Nordwesten und Z-Niedersachsen sehr selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Italy, 
Anatolia, Belgium, England, former Czechoslovakia, Denmark, Ireland, Netherlands, ?Hungary, Norway, Poland, Romania, ?Baltic States, European Russia, Ukraine, *Southern Australia, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *New Zealand, *Stewart Isl., *Chatham Isl., Azores, Madeira, Canary Isl., *Bhutan, Morocco, *USA, *Canada

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß
viel kleiner als Glyceria fluitans!

Rispe bis 25 cm lang, mit einseitswendigen, oft zusammengezogenen Ästen


Photo und copyright Julia Kruse

Jeder Ast mit 1 - 4 Ährchen, Ährchen länglich,  8 - 15-blütig

Deckspelze 4 mm lang, mit 3 - 5 Zähnen und 7 kräftigen Nerven


Photo und copyright Julia Kruse

Staubbeutel gelb oder violett

Blätter im Frühjahr und Herbst oft schwimmblattartig auf der Wasseroberfläche schwimmend

Blätter blaugrün, oberseits nicht gerippt


Photo und copyright Julia Kruse

Ligula 8 mm, gestutzt

 

 

 

6     Staubbeutel x- förmig, nicht stäubend


Bastard- Schwaden
(Glyceria x pedicellata)

 

VI - VIII, Ufer, Gräben, Bäche, Sümpfe
                 

Bastard aus G. fluitans und G. notata

Synonyme:

English name:

Verbreitung in Deutschland:

Gefährdung in Deutschland:

Weltweite Verbreitung:

 

 

 

Pflanze 50 - 130  cm groß

Rispe 10 - 30 lang

Ährchen länglich, 15 - 20 mm lang, 9 - 15-blütig
nach der Blütezeit nicht zerfallend, steril d.h. es bilden sich keine Früchte

Staubbeutel x- förmig, nicht stäubend

Deckspelze stumpf oder etwas gelappt

Blätter bis 12 mm breit,
Ligula bis 10 mm, weiß