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Scutellaria - Blätter ganzrandig oder spießblättrig

Zierpflanze, selten verwildernd
Blätter linealisch
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Blätter eilanzettlich oder spießförmig
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Photo und copyright Julia Kruse

 

1     Blätter linealisch


 Chinesisches Helmkraut
(Scutellaria baicalensis
Georgi)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Gärten, Rabatten
               Illertissen, Staudengärtnerei Gaißmayer, cult.

Synonyme:
Scutellaria adamsii A.Ham., Scutellaria davurica Pall. ex Ledeb., Scutellaria lanceolaria Miq., 
Scutellaria macrantha Fisch. ex Rchb., Scutellaria speciosa Fisch. ex Turcz. 

English name:
Baikal Skullcap

Verbreitung in Deutschland:
Adventivfunde in Rheinland- Pfalz

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
China, Russia, Siberia, Mongolia
Korea, Irak, Vietnam

Etymologie:
- Scutellaria: Verkleinerungsform von lat scutulum = Schild (Kelchoberlippe trägt einen horn- oder schildförmiger Fortsatz (= Höcker, Scutellum)
- baicalensis: benannt nach dem Baikalsee in Russland

 

 

 

Pflanze 15 - 50 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten 20 - 25 mm, blau, in einseitswendigen Scheinähren,  


Photo und copyright Michael Hassler

Unterlippe breiter als lang, deutlich größer als die Oberlippe

Blütenröhre drüsig, deutlich länger als der Kelch

Stängel drüsig behaart
Blätter unterseits spärlich behaart, mit eingesenkten Drüsen

Blätter 15 - 45 mm lang, ganzrandig, linealisch, sitzend

 

 

2     Blätter eilanzettlich oder spießförmig

Blüten klein (6 - 7 mm), weißlich, purpurn gefleckt
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten groß (10 - 30 mm), blauviolett, oft mit heller Unterlippe
> 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3       Blüten klein, weißlich, purpurn gefleckt


Kleines Helmkraut
 (Scutellaria minor
Hudson)


Photo und copyright Michael Hassler

VII - IX, Feuchtwiesen
                Dinkelsbühl, Buchschlag
                Zwischen Burgstall und Spitzberg

Synonyme:
Cassida minor (Huds.) Bubani; Cassida minor (Huds.) Gilib.; Scutellaria hastifolia Ten. ex Steud.; Scutellaria minor var. elatior Crép.; Scutellaria pumila Salisb.

English name:
Lesser Skullcap

Nom francais:
Petite scutellaire, Petite toque

Nome italiano:
Scutellaria minore

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Kölner Bucht; ziemlich selten Rhein-Main, Hunsrück, Eifel, N-Sachsen; sehr selten und stark zurückgehend Ostfriesland, Z-Niedersachsen; Einzelfunde Baden-Württemberg, Z-Franken, Hochrhein, S-Pfalz 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3+ (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 3 (gefährdet), Saarland: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, 
Portugal, Spain, France, Italy (nur Piemont), 
Belgium, England, Ireland, Netherlands, Sweden, Azores

Eingebürgert in:
*Austria, 
*New Zealand

Etymologie:
- Scutellaria: Verkleinerungsform von lat scutulum = Schild (Kelchoberlippe trägt einen horn- oder schildförmiger Fortsatz (= Höcker, Scutellum)
- minor: klein

 

 

 

Pflanze 20 - 30 cm hoch


Photo und copyright Julia Kruse

Blüten 6 - 7 mm, schmutzigviolett bis rosa

    
Photo und copyright Michael Hassler

Unterlippe weißlich, purpurn gefleckt


Photo und copyright Michael Hassler

Kronröhre fast gerade


Photo und copyright Julia Kruse

Kelch flaumig behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Stängel scharf 4-kantig, 
Blätter gegenständig, ganzrandig oder mit 1 - 2 schwachen Zähnen


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

4     Blüten groß (10 - 30 mm), blauviolett, oft mit heller Unterlippe


Spießblättriges Helmkraut
 (Scutellaria hastifolia
L.)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VIII, Ufer, Gräben, Moorwiesen
                 Straubing, Bensheim

Synonyme:
Cassida hastifolia (L.) Scop.; Scutellaria dubia Taliew & Schirjaew; Scutellaria hastifolia var. roseoalba G.Delaunay

English name:
Norfolk Skullcap

Nom francais:
Scutellaire à feuilles hastées

Nome italiano:
Scutellaria lanciforme

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut mittlere und untere Elbauen, O-Brandenburg (Oderaue), Donau rund um Straubing; sehr selten und stark zurückgehend Thüringen, Z-Brandenburg, untere Weser, nördliche Rheinebene im Tiefgestade (Mainz bis Mannheim) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 1 (vom Aussterben bedroht), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, 
France, Italy, former Yugoslavia, ?Greece, 
Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Hungary,  Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Sweden, Caucasus, W-Siberia, Turkey, European Turkey

Eingebürgert in:
*?Belgium, *England, 

Etymologie:
- Scutellaria: Verkleinerungsform von lat scutulum = Schild (Kelchoberlippe trägt einen horn- oder schildförmiger Fortsatz (= Höcker, Scutellum)
- hastifolia: spießblättrig

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten 20 - 22 mm, blau, in einseitswendigen Scheinähren
länger als die Tragblätter


Photo und copyright Michael Hassler

Kelch und Krone drüsig behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter ganzrandig, eilanzettlich, gegenständig, +/- gestielt


Photo und copyright Andrea Moro

Mittlere Stängelblätter spießförmig


Photo und copyright Michael Hassler