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Erucastrum - Blüten gelb

Stängelblätter nicht stängelumfassend
untere Blüten mit Tragblatt
> 1

Stängelblätter mit Öhrchen stängelumfassend
höchstens die unterste Blüte mit Tragblatt
> 2

 

1       Untere Blüten mit Tragblatt


Französische Hundsrauke
(Erucastrum gallicum
(Willd.) O.E.Schulz)

V - X, Kiesflächen, Ruderalstellen, Äcker, Ufer (0 - 2500 m)
           Günzburg, Mooswaldsee, ca. 450 m ü.M. (15.06.2013)

Synonyme:
Sisymbrium gallicum Willd.

English name:
Common Dogmustard

Nom francais:
Érucastre de France

Nome italiano: 
Erucastro francese

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Oberrheinebene, Alpenvorland, Z-Sachsen-Anhalt; sehr zerstreut restliches Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, selten Franken, Brandenburg; Restgebiet Einzelfunde

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: Neophyt, Berlin: unbeständig, Brandenburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: Neophyt, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Schleswig-Holstein: unbeständig, Thüringen: 3 (gefährdet)

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
Spain (Huesca, Lleida), France (widespread), 
Italy (Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Emilia Romagna, Toskana, Marken)
Slovenia, Croatia
Slovakia, Netherlands, Hungary

2n = 30

Eingebürgert in:
*England, *Denmark, *Belgium, *Norway, *Sweden, 
*Poland, *Romania, *Russia, *Baltic States, 
*Canada, *USA

Etymologie:
- Erucastrum: ähnlich Eruca (Rauke)
- gallicum: aus Frankreich

            

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm hoch

Blütenstand anfangs dicht, später locker und verlängert

Untere Blüten mit Tragblatt

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter hellgelb, 7 - 7 mm lang, eiförmig, vorne abgerundet

Kelchblätter 5 mm lang, aufrecht, Stängel behaart

Schoten 20 - 50 cm lang, 1 - 1,5 mm breit, ohne Karpophor,
mit 10 - 15 Samen pro Fruchtfach, Schnabel 2- 4 mm, ohne Samen

Stängel behaart

Stängelblätter fiederteilig, jederseits mit 6 - 8 Fiederabschnitten,
nicht stängelumfassend, nicht grauhaarig

Unterste Blätter oft am Boden ausgebreitet

Untere Blätter fiederlappig mit 4 - 8 Seitenabschnitten, die wiederum gelappt sind

 

 

2         Untere Blüten ohne Tragblatt   


Stumpfkantige Hundsrauke
(Erucastrum nasturtiifolium
(Poir.) O.E.Schulz)

V - VIII, Fluss- und Seeuferspülsäume (100 - 2000 m)
                Bregenz, Ufersaum des Bodensees, ca. 400 m ü.M. (27.04.2008)

Synonyme:
Stumpfzähnige Hundsrauke
Sinapis nasturtiifolia Poir. 

English name:
Water-Cress Leaved Rocket

Nom francais:
Fausse roquette à feuilles de cresson

Nome italiano: 
Erucastro con foglie di nasturzio

Verbreitung in Deutschland:
Ziemlich selten südliche Oberrheinebene, Bodensee; Einzelfunde Z-Baden-Württemberg, Allgäu, N-Fränkische Alb, Pfalz, Altfunde N-Thüringen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 2 (stark gefährdet), Hamburg: unbeständig

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria, Switzerland,
Portugal (Estremadura), Spain (widespread), 
France (widespread), 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna, Toskana, Latium, Marken),
Slovenia, Albania, 
Slovakia, Hungary, 

Eingebürgert in:
*England, 
*Czech Republic, *Poland, *Romania, *Ukraine, * Russia

Etymologie:
- Erucastrum: ähnlich Eruca (Rauke)
- nasturtiifolium: Blätter ähneln Nasturtium (Brunnenkresse)

 

 

 

 

Pflanze 40 - 80 cm groß

Blütenstand mit 10 - 70 Blüten anfangs dicht, später locker und verlängert
Höchstens die unterste Blüte mit Tragblatt

Blüten zwittrig, 4 Kronblätterm 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel,
Kronblätter breit oval, 9 mm lang, kräftig gelb

Kelchblätter 5 mm lang, behaart, abstehend

Schoten 20 - 50 mm lang, einsamig, gegliedert, mit kurzem Karpophor, 
Schnabel 2 - 4 mm, meist mit 1 Samen

   
Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Stängel behaart,
Stängelblätter behaart, stängelumfassend

Stängelblätter fiederteilig oder gefiedert, mit 6 - 8 Paar Fiederabschnitten

Unter Blätter fiederlappig mit stumpfen Seitenabschnitten, die wiederum gelappt sind