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Urtica - Blüten in ährigen Trauben, Stängel nur mit Brennhaaren, ohne Borstenhaare

Vorkommen: Äcker, Ruderalstellen, Brachland
Teilblütenstände mit männlichen und weiblichen Blüten
Blätter meist kürzer als 5 cm, eiförmig bis fast rundlich, tief eingeschnitten
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Vorkommen: im Wasser oder an nassen Standorten
Teilblütenstände nur mit weiblichen oder männlichen Blüten
Blätter bis zu 10 cm lang, eiförmig oder länglich, gezähnt
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Photo und copyright Jan Thomas Johansson

 

1       Blätter meist kürzer als 5 cm, eiförmig bis fast rundlich, tief eingeschnitten


Kleine Brennnessel
(Urtica urens
L.)

VI - IX, Äcker, Ruderalstellen
              Reisensburg, Spargelfeld, ca. 450 m ü.M. (12.05.2007)

Synonyme:
Keine

English name:
Dwarf Nettle

Nom francais:
Ortie brûlante

Nome italiano: 
Ortica minore

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, Süden zerstreut, fehlt Schwarzwald, Alpen, höheres Alpenvorland 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, 
Croatia, Slovenia, Bosnia & Hercegovina, Serbia, Kosovo, Macedonia, Montenegro, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
Azores, Madeira, Canary Isl., England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Czech Republic, Slovakia, Poland, Romania, Bulgaria, Hungary, Cyprus, Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Kuwait, Lebanon, Saudi Arabia, Syria, Yemen, United Arab Emirates, Qatar, Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, China, Tibet
Egypt, Algeria, Morocco, Tunisia 

Eingebürgert in:
*Australia, *Tasmania, *Tierra del Fuego, *South Georgia Isl., *Falkland Isl., Java, *Peru - *Chile, *Cuba, *Ecuador, *Argentina, *Bolivia, *Brazil, *Uruguay, *Transvaal, *Oranje Free State, *Natal, *Cape, *Lesotho, *New Zealand, *trop. Afr., Liaoning, 
*Hawaii, *Alaska, *USA, *Canada, *Greenland, *St. Pierre et Miquelon

2n = 52

Etymologie:
- Urtica: abgeleitet von lat. urere = brennen
- urens: brennend, stechend

Bei Kontakt der Haut mit den Brennhaaren brechen diese ab und es wird eine ameisensäurealtige Brennflüssigkeit in den Körper injiziert, wodurch Rötungen und Quaddeln entstehen. Die Brennflüssigkeit der Kleinen Brennnessel verursacht größere Schmerzen als die Brennflüssigkeit von Urtica dioica!

 

Pflanze 30 - 60 cm groß

Blütenstände meist kürzer als der Blattstiel des Tragblattes, oft stängelständig

Pflanze einhäusig getrenntgeschlechtlich:
In einem Blütenstand kommen männliche und weibliche Blüten vor


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Männliche Blüten mit 4 Staubblättern

Früchte eiförmig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel nur mit Brennhaaren, ohne Borstenhaare

Blätter eiförmig, eingeschnitten gesägt, höchstens 5 cm lang
beiderseits mit Brennhaaren

 

 

2      Blätter bis zu 10 cm lang, eiförmig oder länglich, gezähnt


Röhricht- Brennnessel
(Urtica kioviensis
Rogow.)


Photo und copyright Norbert Sauberer

VII - X, Röhrichte, Großseggenriede, nasse Auwälder
              Knudshoved, Dänemark (Jan Thomas Johansson 03.10.2010)
              Waltersdorf an der March, Niederösterreich, 150 m ü.M. (Norbert Sauberer 15.09.2025)

Synonyme:
Ukrainische Brennnessel, Sumpf- Brennnessel, Kiewer Brennnessel
Urtica radicans Bolla, Urtica bollae Kanitz

English name:
Marsh Nettle

Verbreitung in Deutschland:
Selten untere Spree

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Berlin: G (gefährdet, Status unklar), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: 4 (potentiell gefährdet), Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet)

Weltweite Verbreitung: 
Austria (Niederösterreich), Germany, 
Croatia, 
Denmark, Bulgaria, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania,
Russia, Belarus, Ukraine, Israel

Etymologie:
- Urtica: abgeleitet von lat. urere = brennen
- kioviensis: aus Kiew

Die Art wird oft mit Urtica dioica verwechselt!

 

 

Pflanze 30 - 150 cm groß, Landmodifikante aufrecht,
Wasserform am Grund liegend und reichlich wurzelnd, aufsteigend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Pflanze meist 1- häusig getrenntgeschlechtlich: 
obere Blütenstände weiblich, die unteren männlich


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Männliche Blütenstände meist kürzer als der Blattstiel, nur im unteren Teil der Pflanze

Weibliche Blüten mit einem Fruchtknoten, Perigon 2/3 gespalten, 
Perigonzipfel in der Mitte am breitesten


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Stängel kaum kantig, 5 - 8 mm im Durchmesser

Stängel mit Brennhaaren, ohne Borstenhaare

   
Photo und copyright Jan Thomas Johansson

Stängel hohl, Blätter oft länger als 5 cm, mit Brennhaaren

Blätter zugespitzt, gesägt, Zähne schmal und spitz


Photo und copyright Jan Thomas Johansson

oberseits hellgrün, glänzend, Blattstiele meist länger als die halbe Blattspreite


Photo und copyright Niels Sloth http://www.biopix.dk

Nebenblätter breit eiförmig, am Grund bis zu 15 Millimeter breit, 
Nebenblätter der oberen Blätter sind paarig bis zur Mitte verwachsen, die unteren frei


Photo und copyright Jan Thomas Johansson