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Hesperis - Blüten violett oder rosa

Pflanze 30 - 60 cm hoch
Blätter fiederteilig oder buchtig gelappt
Schoten drüsig behaart
> Hesperis laciniata


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Pflanze bis 120 m hoch
Blätter ganzrandig oder gezähnt
Schoten kahl

 

 

Schoten drüsig behaart


Hesperis laciniata All.
(Fiederblättrige Nachtviole)


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

IV- V, Felsen (200 - 1900 m)
            
Le Poët Laval, Drome (Benoit Bock Mai 2013)
            Pyrgi, NC- Griechenland, ca. 800 m ü.M. (Uwe Grabner 04.05.2023)

Synonyme:
Hesperis cupaniana Guss., Hesperis glutinosa Vis.

English name:
Cut-leaved Dame's Violet

Nom francais:
Julienne laciniée

Nome italiano: 
Violaciocca laciniata

Weltweite Verbreitung:
Portugal (Estremadura, Beira Alta, Beira Litoral, Spain (widespread)
S- France (Vaucluse, Drome, Ardeche, Hautes- Alpes, Alpes-de-Haute- Provence, Alpes- Maritimes, Var, Bouches-du-Rhone, Gard, Herault, Aude, Pyrénées-Orientales)
Italy (Toskana, Latium, Umbrien, Marken, Abruzzen, Molise, Kampanien, Apulien, Basilikata, Kalabrien), Sardinia, Sicily, 
Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Croatia, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl.)
Turkey

2n = 12

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- laciniata: zerteilt, zerschlitzt

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm hoch
aufrecht, unverzweigt oder verzweigt


Photo und copyright Uwe Grabner

Blüten rosa, violett, gelblich, oft schmutzigviolett überlaufen


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blütenstand traubig


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 20 - 30 mm lang, 


Photo und copyright Uwe Grabner

Kelchblätter 8 - 14 mm lang, nicht verwachsen, kahl oder behaart, +/- ausgesackt
Nagel länger als der Kelch, Blütenstiele 2 - 8 mm lang, deutlich kürzer als der Kelch


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Stängel mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren
Schoten 70 - 130 mm lang, 2 - 3 mm breit, abstehend, drüsig behaart


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Samen +/- rechteckig, bis 4 mm lang, 2 mm breit


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängelblätter eilanzettlich, buchtig gelappt, spitz, sitzend, am Grund stumpf oder herzförmig, mit einfachen Haaren und Drüsenhaaren


Photo und copyright Jesús Vílchez

Untere Blätter bis 200 mm lang, 40 mm breit eiförmig, buchtig gelappt oder fiederteilig


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

 

 

2        Schoten kahl

Verbreitung im Gebiet: Österreich, Balkan N-Griechenland
Obere Stängelblätter +/- stängelumfassend
Stängel mit langen Borsten- und Drüsenhaaren


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Weit verbreitete Art
Stängelblätter +/- kurz gestielt, nicht stängelumfassend
Stängel kurzhaarig, ohne lange Drüsenhaare

 

3      Obere Stängelblätter +/- stängelumfassend


Hesperis sylvestris Crantz
(Wilde Nachtviole)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

V- VII, Wälder, Waldlichtungen (0 - 1300 m)
              
Puch, Niederösterreich, ca. 350 m ü.M. (Stefan Lefnaer 18.05.2019)

Synonyme:
Hesperis matronalis subsp. sylvestris (Crantz) Thell.

English name:
Wild Dame's Violet, Wild Rocket

Weltweite Verbreitung:
Austria (Burgenland, Wien, Niederösterreich), 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania,
Greece (N- Central, N- East), 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Ukraine, Russia

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- sylvestris: Wald

 

 

 

Pflanze 40 - 80 cm hoch
aufrecht


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blütenstand traubig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter hellviolett 20 - 30 mm lang, 


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kelchblätter drüsig behaart, +/- ausgesackt
Blütenstiele 2 - 8 mm lang, deutlich länger als der Kelch


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten 70 - 130 mm lang, 2 - 3 mm breit, abstehend, kahl


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Samen einreihig angeordnet, rechteckig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel mit langen Drüsenhaaren


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Obere Stängelblätter +/- dreieckig, spitz, buchtig gezähnt, +/- stängelumfassend


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Untere Blätter bis 200 mm lang, 40 mm breit eiförmig, gezähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

 

 

 


Hesperis matronalis L.
(Gewöhnliche Nachtviole)

V- VII, Wälder, Gebüsche, Ruderalstellen (0 - 1300 m)
              Hürben, Charlottenhöhle, ca. 450 m ü.M. (28.05.2014)

Synonyme:
Antoniana sylvestris Bubani

English name:
Common Dame's Violet, Dames Rocket

Nom francais:
Julienne des dames

Nome italiano: 
Violaciocca antoniana

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: unbeständig, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: R (sehr selten), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Spain, France (widespread), Italy (widespread), Sicily, 
Slovenia
,
Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia, Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (N- Pindos, N- East) 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Turkey, Ukraine, Crimea, Russia

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland,
*England, *Belgium, *Denmark, *Netherlands, *Norway, *Sweden, *Finland,*Iceland, 
*China, *Pakistan, *Chile, *Argentina, *Canada, *USA

Etymologie:
- Hesperis: von griech hesperos = Abend (Blüten duften abends und in der Nacht, um nachtaktive Bestäuber anzulocken)
- matronalis: abgeleitet von matrona = Frau (die Pflanze wurde von Frauen oft als Zierpflanze in Bauern- oder Klostergärten kultiviert)

Die Pflanze ist oft auch in Saatmischungen enthalten und verwildert leicht

Sind noch keine Früchte vorhanden könnte man die Art mit den beiden Arten der Gattung Silberblatt (Lunaria) verwechseln. Diese beiden Arten haben jedoch +/- herzförmige und wesentlich stärker gesägte Blätter

 

 

 

Pflanze aufrecht, 1 m hoch

Blütenstand verzweigt, aus mehreren vielblütigen Trauben

Kronblätter 18 - 25 mm lang, Blüten wohlriechend

Kronblätter lang genagelt
Kelchblätter nicht verwachsen, kahl oder behaart, +/- ausgesackt


Photo und copyright Andrea Moro

Schoten 4 - 10 cm lang, 2 mm breit

Stängel behaart, manchmal verkahlend
obere Stängelblätter deutlich kleiner als die unteren

Untere Blätter bis 160 mm lang, 30 mm breit eiförmig, gezähnt