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Erysimum - Blüten gelb, Schoten kurz (10 - 30 mm), aufrecht abstehend, Blätter hauptsächlich mit 3- teiligen Haaren

Pflanze einjährig, deswegen ohne Laubblattreste oder Blattnarben am Stängelgrund
Blüten klein (Kronblätter 4 - 5 mm lang)
Blütenstiele länger als die Kelchblätter
Reife Schoten 10 - 30 mm lang
> 1

Pflanze zweijährig, mit Laubblattreste oder Blattnarben am Stängelgrund
Blüten groß (Kronblätter 13 - 16 mm lang)
Blütenstiele kürzer als die Kelchblätter
Reife Schoten 40 - 50 mm lang
> 2


Photo und copyright Rolf Marschner

 

1         Blüten klein (Kronblätter 4 - 5 mm lang), Reife Schoten 10 - 30 mm lang


Erysimum cheiranthoides L.
(
Acker- Schöterich)

V - IX, Gärten, Äcker, Ruderalstellen, Brachland (100 - 600 m)
             Günzburg, Mooswaldsee, 450 m ü.M. (06.09.2008)

Synonyme:
Cheiranthus cheiranthoides A. A. Heller

English name:
Wormseed Wallflower

Nom francais:
Fausse Giroflée

Nome italiano: 
Violaciocca falso cheiri

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber südlich der Donau selten, Westen zerstreut 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria (widespread), Switzerland (widespread), 
Spain (Leon), France (widespread), 
Italy (Lombardei, Südtirol, Tretino, Venetien, Friaul, Abruzzen), Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo,  
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands,  Norway, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Baltic States, Russia, Ukraine, Siberia, Kazakstan, Japan, China, Mongolia

Eingebürgert in:
*Canada, *Alaska, *USA

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- cheiranthoides: ähnlich Cheiranthus (Goldlack)

 

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß

Blütenstände zunächst dicht, traubig, später verlängert und locker

Blüten zwittrig, goldgelb, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter 4 - 5 mm lang, Kelchblätter 2 - mm lang


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blütenstiel länger als die Kelchblätter

Schoten vierkantig, 15 - 25 mm lang, 1 mm breit, im Winkel von 40 - 50 ° vom Stängel abstehend, 2- 3 mal so lang wie die Fruchtstiele, Griffel 0,5 mm lang

Samen einreihig angeordnet, eilänglich. 1 - 1,5 mm lang

Obere Stängelblätter linealisch bis lanzettlich, +/- ganzrandig,
20 - 70 mm lang, 3 - 10 mm breit, am Grund keilig

Untere Blätter gezähnt

Blätter überwiegend mit 3-schenkligen Haaren besetzt

Pflanze einjährig, deswegen ohne Laubblattreste oder Blattnarben am Stängelgrund

 

 

2       Blüten groß (Kronblätter 13 - 16 mm lang), Reife Schoten 40 - 50 mm lang


Erysimum odoratum Ehrh.
(
Duft- Schöterich)


Photo und copyright Rolf Marschner

VI - VII, Felsfluren, Trockenrasen (0 - 800 m)
                Haslach, Niederösterreich, ca. 660 m ü.M. (Stefan Lefnaer 06.06.2021)

Synonyme:
Wohlriechender Schöterich, Honig- Schöterich
Cheiranthus erysimoides L.

English name:
Smelly Wallflower

Nom francais:
Vélar odorant

Nome italiano: 
Violaciocca profumata

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Fränkische Schweiz, Frankenalb, Z-Thüringen; selten Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, entlang der Elbe bis Wendland, sehr selten O-Baden-Württemberg, Voralpenland, Mecklenburg-Vorpommern, Einzelfunde Nahe 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria (Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich), 
France (Nordost- Frankreich, Alpes-de Haute-Provence, Pyrenees-Orientales, Ariege), 
Italy (nur Friaul), 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Ukraine

Eingebürgert in:
*China, *USA

Etymologie:
- Erysimum: abgeleitet vom altgriechischen Wort 'erysimon', welches in der Antike eine Kreuzblütlerart bezeichnete
- odoratum: duftend

 

 

Pflanze 20 - 90 cm groß,
stark duftend


Photo und copyright Rolf Marschner

 Blütenstand anfangs dicht, später stark verlängert


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blüten groß, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Blütenstiele kürzer als die Kelchblätter


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Kronblätter sattgelb, 13 - 16 mm lang


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Staubbeutel behaart


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Griffel 1,5 - 3 mm lang, Narbe doppelt so breit wie der Griffel


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten 4- kantig, 40 - 50 mm lang, an den Kanten grünlich, da wenig behaart
mit dem Stängel einen Winkel von 10 - 30 ° bildend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Stängel scharf kantig
Stängelblätter lanzettlich, 20 - 75 mm lang, 4 - 15 mm breit, buchtig gezähnt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter hauptsächlich mit 3- schenkligen Haaren dicht besetzt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Pflanze mit Laubblattresten und dicht stehenden Blattnarben am Stängelgrund,
Rosettenblätter zur Blütezeit verwelkt