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Draba - Kronblätter weiß, tief zweispaltig, Blätter oberseits fast kahl

Blattfläche deutlich vom Stiel abgesetzt, 
Schötchen 1,7 - 2 mal so lang wie breit)
> 1

Blattfläche kaum vom Stiel abgesetzt, 
Schötchen 2 - 5 mal so lang wie breit
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1       Schötchen 1,7 - 2 mal so lang wie breit


Draba praecox Steven
(Frühes Hungerblümchen)

III - IV, Magerrasen, Äcker, Brachen, Ruderalstellen, Wegränder (0 - 2400 m)
             Würzburg, Pflaster vor der Residenz, ca. 180 m ü.M. (09.04.2015)

Synonyme:
Draba verna var. praecox (Steven) B. Bock (Name bei Tela Botanica und World Plants)
Erophila praecox (Steven) DC.

English name:
Early Whitlowgrass

Nom francais:
Drave précoce

Nome italiano: 
Draba primaverile precoce

Verbreitung in Deutschland:
Nachweise aus BW, BY, HE, RP, TH, SN und NW. 
In der Oberrheinebene weit verbreitet und in Siedlungen oft häufiger als Draba verna

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: evtl. zu erwarten [Neophyt], Thüringen: evtl. zu erwartenn 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Macedonia, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
Bulgaria, Turkey, Cyprus, Crimea, Iran, Lebanon, Syria, Israel, Jordania, 
Morocco, Algeria, Tunisia, Libya

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- Erophila: griech. er = Frühling; phila = liebend
- praecox: früh

 

 

 

 

Pflanze 3 - 8 cm groß

Schötchen breit elliptisch, 3 - 6 mm lang, abgeflacht, 1,7 - 2 mal so lang wie breit

Blätter länglich, meist etwas spatelig, Behaarung der Blattfläche gering, mehrheitlich aus einfachen Haaren, daneben einzelne Gabelhaare (keine Sternhaare)

 

 

2      Schötchen mehr als 2 mal so lang wie breit


Draba glabrescens (Jord.) Hayek & Wibiral
(Kahles Hungerblümchen)


Photo und copyright Michael Hassler

III - IV, Ruderalstellen
             Niederstotzingen, Pflasterfugen, 480 m ü.M. (09.04.2010)

Synonyme:
Erophila glabrescens Jord.

English name:
Glabrous Whitlowgrass

Verbreitung in Deutschland:
Bisher unvollständig bekannt, meist s und lokal.

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt

Weltweite Verbreitung:
Germany,
Great Britain, Ireland, Belgium, Netherlands

Chromosomenzahl 2n = 48 - 56

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- Erophila: griech. er = Frühling; phila = liebend
- glabrescens: abgeleitet von glaber = kahl

Der Artstatus ist umstritten. Oft wird Draba glabrescens mit Draba verna synonym gesetzt. Im Rothmaler (2021) ist die Art nicht aufgeführt. 

 

 

 

 

Pflanze 3 - 15 cm groß

Stängel vollständig kahl oder nur im unteren Teil mit wenigen Stern- oder einfachen Haaren
Kelchblätter kahl oder mit wenigen, meist einfachen Haaren


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter höchstens bis zur Hälfte eingeschnitten

Schötchen breit elliptisch, 5 - 10 mm lang, mehr als 2 mal so lang wie breit

Blätter schmal mit langem Blattstiel und kaum davon abgesetzter Blattfläche, Blattfläche fast kahl bis schwach behaart meist glänzend, oft mit leicht sukkulentem Eindruck


Photo und copyright Michael Hassler