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Draba - Kronblätter weiß, tief zweispaltig,
Blätter oberseits auf der Fläche meist dicht mit Stern-, Gabel- und einfachen Haaren besetzt

Blätter auf der Oberseite dicht mit feinen Sternhaaren besetzt
Kelchblätter meist rosa, Blätter rundlich, fast sitzend
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Photo und copyright Michael Hassler

Blätter auf der Oberseite mit Gabelhaaren und meist einigen einfachen Haaren besetzt
Kelchblätter meist grün, Blätter spatelförmig
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1      Blätter rundlich, fast sitzend


Draba majuscula (Jord.) Hayek & Wibiral
(Behaartes Hungerblümchen)


Photo und copyright Michael Hassler

III - IV, Lückige Magerrasen, sandige Äcker und Brachen, trockene Ruderalfluren
              Sandhofen (Michael Hassler 17.03.2019)

Synonyme:
Erophila majuscula Jord., Erophila verna var. majuscula (Jord.) Hausskn., 
Erophila verna ssp. majuscula (Jord.) Vollm. 

English name:
Hairy Whitlowgrass

Verbreitung in Deutschland:
Bisher unvollständig bekannt. Nachweise liegen aus dem Westen (Niederrhein, Kölner Bucht) und Südwesten (Oberrheinebene) vor, Einzelfunde auch aus Franken. Laut Literatur eine westeuropäisch verbreitete Art.

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Germany

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- Erophila: griech. er = Frühling; phila = liebend
- verna: Frühling
- majuscula: etwas größer

Chromosomenzahl 2n = 14

Der Artstatus ist umstritten. Oft wird Draba majuscula mit Draba verna synonym gesetzt. Im Rothmaler (2021) ist die Art nicht aufgeführt.

 

 

 

 

Pflanze 3 - 15 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Kronblätter deutlich weniger eingeschnitten als bei den anderen Kleinarten des Aggregats


Photo und copyright Michael Hassler

Kelchblätter oft rötlich, mit einfachen Haaren und Sternhaaren


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstiele zur Fruchtzeit kahl oder zerstreut behaart
Stängel im oberen Teil bis hin zu den Blütenstielen zerstreut behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Schötchen breit elliptisch, 5 - 10 mm lang, 1,5 - 4 mal so lang wie breit

 

Stängel im unteren Teil dicht mit Sternhaaren behaart, Blätter im Austrieb oft grau, dicht mit feinen Sternhaaren besetzt, Blattstiel kurz, höchstens halb so lang wie die Spreite, oberste Blätter meist fast sitzend


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

2       Blätter spatelförmig

Schötchen 1,3 - 1,7 mal so lang wie breit
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Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Schötchen 2 - 3 mal so lang wie breit
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3      Schötchen 1,3 - 1,7 mal so lang wie breit


Drab
a boerhaavii (H. C. Hall) Raus
(
Spatelblättriges Hungerblümchen)


Photo und copyright Michael Hassler

III - IV, Lückige Magerrasen, sandige Äcker und Brachen, trockene Ruderalfluren
              Feudenheim, Deutschland (Michael Hassler 17.03.2019)

Synonyme:
Rundfrüchtiges Hungerblümchen
Draba verna var. spathulata (Lang) B. Bock (Name bei Tela Botanica und World Plants),
Draba verna L. subsp. spathulata (Lang) Rouy & Foucaud 
(Name in Flora Italiana)
Erophila verna ssp. spathulata (Lang) Walters
(Name in Flora Europaea)
Erophila spathulata Lang, Erophila boerhaavii (H. C. Hall) Dumort.

English name:
Pound- podded Whitlowgrass

Nom francais:
Drave à feuilles spatulées

Nome italiano: 
Draba primaverile a foglie spatolate

Verbreitung in Deutschland:
z-v Oberrheinebene, Franken, Vogtland; Einzelfunde Pfalz, HE, O-BW, TH, W-SN, S-ST. Im Osten ansonsten ss oder fehlend

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Sachsen: R (sehr selten)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Croatia, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., E- Aegean Isl., Kiklades)
England, Ireland, Belgium, Netherlands, Denmark, Norway, Sweden, Finland, Island, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Baltic States, Russia
Iran

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- Erophila: griech. er = Frühling; phila = liebend
- boerhaavii:
benannt nach dem holländischen Botaniker Herman Boerhaave (1668 - 1738)
- sapthulata; spatelförmig

 

 

 

Pflanze 3 - 8 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Staubbeutel der längeren Staubblätter erreichen die Narbe nicht, 
Kelchblätter kahl oder schwach behaart, meist grün


Photo und copyright Michael Hassler

Schötchen 3 - 4,5 mm lang, eirundlich, 


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Schötchen 1,3 - 1,7 mal so lang wie breit


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel im unteren Bereich mit Gabelhaaren besetzt, im oberen Teil kahl
Blätter spatelig, oberseits mit Gabel- und Sternhaaren, einfache Haare als Wimpern am Blattgrund


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4      Schötchen 2 - 3 mal so lang wie breit


Draba verna L.
(Frühlings- Hungerblümchen)

III - V, Äcker, Trockenrasen, Felsen (0 - 2000 m)
             Eselsburger Tal, Baden- Württemberg, ca. 500 m ü.M. (10.04.2012)

Synonyme:
Erophila verna (L.) Chev., (Name in der Flora Europaea, Flora Iberica, Flora Helvetica)

English name:
Common Whitlowgrass, Spring Draba

Nom francais:
Drave du printemps, Drave printanière

Nome italiano: 
Draba primaverile

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (Süden zerstreut, Alpen und Alpenvorland selten oder fehlend

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland, Iceland, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Cyprus, Crimea, Baltic States, Russia, Ukraine, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Syria, Afghanistan, Pakistan, 

Eingebürgert in:
*Australia,  *New Zealand, 
*Canada, *USA, *Chile, *Argentina, 

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- Erophila: griech. er = Frühling; phila = liebend
- verna: Frühling

Varibelste und häufigste Art. Es gibt Sippen mit sehr starker oder wenig ausgeprägter Behaarung. Die im Rothmaler angeführte Art Draba spathulata sieht Bomble nur als Kleinart von Draba verna.

 

 

 

Pflanze 3 - 15 cm groß
ohne Stängelblätter

Blütenstand mit 3 - 30 Blüten
Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 1,3 - 3,5 mm, meist über die Mitte eingeschnitten

Kelchblätter 1 - 1,6 mm lang, anfangs behaart, später verkahlend
grün oder rot

Stängel im oberen Teil +/- kahl,
Blütenstiele 2 - 6 mm lang, kahl oder spärlich behaart 

Stängel im unteren Teil dicht mit Gabelhaaren behaart

Schötchen breit elliptisch, 5 - 10 mm lang, 2 - 3 mal so lang wie breit
Griffel sehr kurz

Blätter spatelförmig, Blattstiel höchstens halb so lang wie die Spreite

Blattfläche elliptisch, ganzrandig oder schwach gezähnt
Blätter auf der Oberseite mit vielen verzweigten Haaren und meist einigen einfachen Haaren besetzt