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Draba - Blüten weiß, Kronblätter abgerundet oder ausgerandet, Schötchen behaart, Stängel behaart, mit 5 - 15 Blättern, 
Blätter mehr als 5 mm lang und 1 mm breit
- Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Frankreich, Italien -

Reife Frucht deutlich gedreht, kahl oder behaart, Griffel +/- so lang wie breit
Obere Blätter meist gezähnt, mit Sternhaaren und einfachen Haaren
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Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Reife Frucht kaum gedreht, dicht sternhaarig, Griffel länger als breit
Blätter meist ganzrandig, nur mit Sternhaaren
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1    Reife Frucht deutlich gedreht, kahl oder behaart, Griffel +/- so lang wie breit, obere Blätter meist gezähnt, mit Sternhaaren und einfachen Haaren


Draba incana L.
(Graues Felsenblümchen)


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

IV - VIII, Felsen, Kiesufer (0 - 2300 m)
                 Botanischer Garten Tübingen, cult. (Michael Hassler 05.06.2004)

Synonyme:
Draba bernensis Moritzi; Draba confusa Ehrh.; Draba contorta Ehrh.

English name:
Hoary Whitlow Grass

Nom francais:
Drave blanchâtre

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten westliche (Allgäuer) Alpen. Erstnachweis für Deutschland 1997 in den Allgäuer Alpen durch B. Sonnberger (Dunkel 2006). Die Reliktpopulation von 10 bis 20 Pflanzen ist durch Erosion gefährdet (Dörr & Lippert 2001, Mitt. F. G. Dunkel).

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 1 (vom Aussterben bedroht), 
Bayern: 1 (vom Aussterben bedroht)

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain (nur Huesca), 
France (Hautes Alpes, Ariege, Hautes-Pyrénées, Pyrénées-Atlantiques)
England, Ireland, Denmark, Norway, Finland, Iceland, Baltic States, Russia, 
Greenland, Canada, USA

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- incana: aschgrau

In einigen Florenwerken (z.B. Flora Gallica) werden Draba incana und Draba stylaris synonym gebraucht.

 

 

 

 

Pflanze 8 - 35 cm hoch


Photo und copyright  Michael Hassler

Blütenstand meist mit mehr als 20 Blüten


Photo und copyright Michael Hassler

Blüten weiß, zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter vorne gekerbt, Antheren gelb


Photo und copyright Joachim Rheinheimer

Kelchblätter behaart


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Schötchen länglich elliptisch, flach, kahl oder behaart, im reifen Zustand charakteristisch gedreht, aufrecht abstehend, Griffel 0,2 - 0,4 mm lang, ca. so breit wie lang


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

Stängel mit 5 - 15 Blättern
mittlere Stängelblätter länger als die Internodien


Photo und copyright Michael Hassler

Untere Blätter 10 - 25 mm lang, 3 - 7 mm breit ganzrandig oder schwach gesägt, 
mit Sternhaaren und einfachen Haaren


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

 

 

2    Reife Frucht kaum gedreht, dicht sternhaarig, Griffel länger als breit, Blätter meist ganzrandig, nur mit Sternhaaren


Draba stylaris J.Gay ex W.D.J.Koch
(Langgriffliges Felsenblümchen)


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

VI, Felsen (900 - 2800 m)
       Saas- Grund, Wallis, Schweiz (Robert Flogaus- Faust 24.06.2009)

Synonyme:
Schweizer Felsenblümchen
Draba thomasii W.D.J. Koch (Name in der Flora Helvetica) 
Draba incana ssp. thomasii (W.D.J.Koch) Nyman (Name in der Österreich- Flora)

English name:
Lance-leaved Whitlow Grass

Nom francais:
Drave à long style

Nome italiano: 
Draba grigia

Verbreitung in Deutschland:
Nur als Zierpflanze

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland, 
Italy (Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien)
Nach Kew und World Plants kommt Draba stylaris nur in Tschetschenien, Georgien, Aserbeidschan und Georgien vor. 

Etymologie:
- Draba: abgeleitet von griech. drabe = scharf (Samen und Blätter der Pflanze schmecken scharf)
- stylaris: mit langem Griffel
- thomasii: benannt nach den Brüdern Emmanuel Thomas (1788–1859) und Karl Thomas (1793–1885), aus dem Schweizer Kanton Waadt stammende Botaniker

In einigen Florenwerken (z.B. Flora Gallica, Flora Italiana) werden Draba incana und Draba stylaris synonym gebraucht. 

 

 

Pflanze 8 - 20 cm hoch
Stängel einfach oder verzweigt, mit zahlreichen vielstrahligen Sternhaaren


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Blütenstand meist mit mehr als 20 Blüten
Blüten weiß, zwittrig, 4 Kronblätter 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 2,5 - 4,5 mm lang, vorne gekerbt


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

Schötchen länglich elliptisch, schmal-oval, 5 - 15 mm lang, kaum gedreht, flach, dicht sternhaarig, im reifen Zustand nicht gedreht, aufrecht abstehend, Griffel 0,4 - 0,6 mm lang, länger als breit, auf 2-10 mm langen, aufrechten Stielen

 

Stängel mit 5 - 15 Blättern, mittlere Stängelblätter mit verschmälertem Grund sitzend, ganzrandig, nur mit Sternhaaren, kürzer als die Internodien, grundständige Blätter in einer Rosette, lanzettlich, +/- ganzrandig, kurz gestielt, bis 4 cm lang


Photo und copyright Robert Flogaus-Faust