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Wolfsmilch- Blätter wechselständig, 3 - 10 mm breit, Drüsenanhängen halbmondförmig
Hüllchenblätter nicht verwachsen, Kapsel warzig

Die typische Form der Blätter ist am besten an sterilen Sprossen entwickelt, welche am Boden von den blütentragenden Sprossen abzweigen und bei gut gedeihenden Exemplaren stets vorhanden sind. Die Blattform kann auch an Stängelblättern blühender Sprosse ein Stück unterhalb der Blütendolde untersucht werden.
Nach: "Vorläufiger Bestimmungsschlüssel von Euphorbia esula, Euphorbia pseudovirgata und Euphorbia virgata (waldsteinii)"
Neuere Erkenntnisse zu den Unterschieden der Sippen finden sich in der Publikation "Euphorbia saratoi (= E. podperae, E. pseudovirgata auct., E. virgata var. orientalis, E. virgultosa) – in Mitteleuropa und Nordamerika ein Neophyt unklarer Herkunft" (2018) von Hans Reichert, Thomas Gregor und Lenz Meierott

Pflanze 15 - 30 cm groß, Scheindolde 10 - 20- blütig,
Hüllblätter gelb, später rot werdend, 
Blätter 1 - 3 mm breit
> 1

Pflanze 30 - 100 cm groß, Scheindolde 7 - 13- blütig,
 Hüllblätter grün oder grüngelb, nicht rot werdend, 
Blätter > 3 mm breit
> 2

 

1       Pflanze 15 - 30 cm groß, Scheindolde 10 - 20- blütig, Blätter 1 - 3 mm breit


Zypressen- Wolfsmilch
(Euphorbia cyparissias
L.)

IV - V, Heiden, Trockenrasen, Ruderalstellen (0 - 1500 m)
             Reisensburg, Hintere Brenne, Bayern, ca. 450 m ü.M. (21.04.2017)

Bildet mit Euphorbia esula den Bastard Euphorbia x pseudoesula

Synonyme:
Esula cupressina S. F. Gray; Esula cyparissias (L.) Haw.; Esula minor Garsault; Euphorbia cyparissias var. esuloides DC.; Euphorbia cyparissias var. major Boiss.; Euphorbia degenerata D. Dietr.; Euphorbia esula Tenore; Euphorbia esuloides (DC.) Tenore; Euphorbia kaleniczenkii Czern. ex Trautv.; Euphorbia punctata Krock.; Euphorbia stenophylla Schur; Galarhoeus cyparissias (L.) Small ex Rydb.; Galarhoeus cyparissias (L.) Small ex Rydb.; Keraselma cyparissias (L.) Raf.; Tithymalus acicularis Dulac; Tithymalus angustifolius Gilib.; Tithymalus cyparissias (L.) Hill; Tithymalus cyparissias (L.) Hill; Tithymalus cyparissias (L.) Lam.

English name:
Cypress Spurge

Nom francais:
Euphorbe petit cyprès

Nome italiano:
Euforbia cipressina

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (Nordwesten und Norden zerstreut) 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: Neophyt, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet) [Neophyt], Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: Neophyt, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: Neophyt, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, ?Baleares, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece,
Belgium, Bulgaria, Czech Republic, Slovakia,  Netherlands, Hungary, Poland, Romania, European Russia, Baltic States, Belarus, Ukraine, European Russia, European Turkey

Eingebürgert in:
*England, *Denmark, *Finland, *Norway, *European Russia, *Baltic States, *Crimea, *Sweden, *Australia, *Japan, *USA, *Canada

Die Pflanze wird oft vom Erbsenrost befallen und sieht dann stark verändert aus:

  

Auch als Zierpflanze:
'Fens Ruby': Beim Austrieb im Frühjahr mit rotvioletten Blättern

 

 

 

 

 

Pflanze bis 30 cm groß

Unter der Scheindolde mit nichtblühenden Seitentrieben, Blätter der nichtblühenden Seitentriebe sehr schmal, +/- fädlich

Scheindolde 10 - 20- strahlig

Tragblätter rautenförmig, anfangs gelblichgrün, bei älterer Blüten oft rot

Drüsenanhänge mit kurzen Hörnchen
Kapsel dicht mit halbkugeligen Warzen bedeckt

Innenwand des Hüllbechers kahl


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Septalschuppen (= blättchenähnliche Strukturen im Hüllbecher) kahl oder nur an der Spitze behaart


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Mittlere Stängelblätter 1 - 3 cm lang und ca. 2 - 3 mm breit

Nichtblühende Triebe tannenwedelartig zypressenähnlich

 

 

2      Pflanze 30 - 100 cm groß, Scheindolde 7 - 13- blütig, Blätter > 3 mm breit

Blätter oberhalb der Mitte am breitesten
> 3

Blätter unterhalb der Mitte am breitesten, lanzenspitzenförmig
> 4

Blätter überwiegend parallelrandig
> 5

 

3     Blätter oberhalb der Mitte am breitesten


Esels- Wolfsmilch
(Euphorbia esula
L.)

V - VII, Ruderalstellen, Wiesen, Äcker, Ufer
               Kleinsorheim, Feldrand
               Königsbrunner Heide

               Botanischer Garten Konstanz
               Botanischer Garten Berlin

Bildet mit Euphorbia cyparissias den Bastard Euphorbia x pseudoesula

Synonyme:
Euphorbia pinifolia Lam.
Viele weitere Synonyme

English name:
Leafy Spurge

Nom francais:
Euphorbe ésule

Nome italiano:
Euforbia acre

Verbreitung in Deutschland:
Osten zerstreut; sehr zerstreut Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, nördliche Oberrheinebene, selten Franken, Hessen, Einzelfunde Voralpenland, fehlt Baden-Württemberg bis auf Nordwesten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 3 (gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet~, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria,  
Portugal, Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, 
Belgium, Bulgaria, former Czechoslovakia, Netherlands, Hungary,Poland, Romania, Crimea, Baltic States, European Russia, Belarus, Ukraine, European Russia, Japan, Korea, China, Tibet, Siberia (Altai, Buryatia, Irkutsk, Krasnoyarsk, W-Siberia, Manchuria, Russian Far East), Mongolia, Korea, Kazakstan, Kyrgyzstan, Turkestan, Tajikistan, Uzbekistan, Caucasus, Transcaucasus, Afghanistan, Iran, 

Eingebürgert in:
*Switzerland,
*England, *Denmark, *Finland, *Norway, *European Russia, *Sweden, *USA, *Canada

 

 

 

 

Pflanze bis 80 cm groß

Scheindolde 7 - 13- strahlig

Tragblätter rautenförmig, mit Spitzchen

Hörner der Drüsenanhänge nicht verbreitert

Innenwand des Hüllbechers mit herablaufenden Haarleisten
Septalschuppen (= blättchenähnliche Strukturen im Hüllbecher) 1,2 mm lang, behaart


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Kapsel tief 3-furchig, kahl, fein runzelig warzig


Photo und copyright Kristian Peters (GFDL)

Obere Stängelblätter linealisch

Mittlere Stängelblätter 3 - 6 cm lang  und 3 - 8 mm breit

größte Breite oberhalb der Mitte

 

 

4       Blätter unterhalb der Mitte am breitesten, lanzenspitzenförmig


Ruten- Wolfsmilch
(Euphorbia virgata
Waldstein & Kitaibel)

V - VII , Ruderalstellen, Wegränder, Ufer
               Lokalbahn Haunstetten

Synonyme:
Euphorbia waldsteinii
Euphorbia esula ssp. tommasiniana (Bertol.) Nyman, 
Euphorbia tommasiniana Bertol., 
Euphorbia uralensis auct.

English name:
Slender Leafy Spurge

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt
Sehr zerstreut Osten, Restgebiet sehr selten bis Einzelfunde 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 3 (gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: unbeständig, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Italy, former Yugoslavia, 
Denmark, former Czechoslovakia, Hungary, Bulgaria, Romania, Baltic Republics, European Russia, Crimea, Ukraine, Siberia (W-Siberia, Krasnoyarsk), C-Asia (Kazakstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Uzbekistan), Caucasus, Siberia, Russian Far East, European Turkey, Iran, Iraq, Afghanistan, Turkey, 

Eingebürgert in:
*USA, *Canada

 

 

 

 

Pflanze 60 bis 80 cm groß

Scheindolde 7 - 13- strahlig, ältere Exemplare mit vielen blühenden Teilblütenständen

 

Tragblätter rautenförmig, mit Spitzchen

Hörner der Drüsenanhänge keulenartig verdickt
(Merkmal kaum feststellbar!)

Mittlere Stängelblätter 4 - 12 cm lang 
und 4 - 10 mm breit; nicht glänzend

Blätter am Grund mit kurzem Stielchen, schnell breit werdend
 Blätter lanzenspitzenförmig, nur einige parallelrandig

 

 

5       Blätter überwiegend parallelrandig


Falsche Ruten- Wolfsmilch
(Euphorbia saratoi
Ardoino)

V - VII , Ruderalstellen, Wegränder, Ufer
                Nördlingen
                Botanischer Garten München (27.05.2017)

Synonyme:
Schein- Rutenwolfsmilch
Euphorbia pseudovirgata auct. (nec (Schur) Soó, 
Euphorbia esula ssp. saratoi (Ard.) P. Fourn., 
Euphorbia podperae Croizat, Euphorbia jucula Prod., Euphorbia virgultosa Klokov

English name:
Twiggy Spurge

Verbreitung in Deutschland:
Selten und lokal Nordosten, Zentrum, Westen (v. a.Leipziger Bucht sowie um Regensburg); fehlt südlich der Donau und im Nordwesten. Derzeit stellenweise in starker Ausbreitung.

Gefährdung in Deutschland:
Bisher noch nicht berücksichtigt

Weltweite Verbreitung:
Poland, Sweden, Hungary; Baltic States; Bulgaria; Ukraine; Uzbekistan, Russia; Czech Republic, Slovakia; Krym;
Afghanistan; Iran; Iraq; Kazakhstan; Mongolia; North Caucasus; Romania; Turkey; Turkey-in-Europe; 

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland
*Spain; *Italy, *France,
*Belgium, *Denmark

Die Pflanze ist wahrscheinlich ein Art gewordener Bastard aus Euphorbia esula und Euphorbia virgata. 

 

 

 

Pflanze bis 80 cm groß

Scheindolde 7 - 13- strahlig


Photo und copyright Harald Geier

Drüsenanhänge halbmondförmig


Photo und copyright Harald Geier

Hörnchen an ihrem Ende nicht keulenförmig verdickt

Innenwand des Hüllbechers kahl, 
Septalschuppen
(= blättchenähnliche Strukturen im Hüllbecher) 1,7 mm lang, kahl oder nur an der Spitze behaart


Photo und copyright Dr. Hans Reichert

Kapsel tief 3-furchig, kahl, fein runzelig warzig.

Tragblätter rautenförmig, mit Spitzchen

Blätter 4 - 5 mm breit, mit schmalem Grund sitzend, langsam breit werdend, 

fast über die gesamte Blattlänge sind die Blattränder parallelrandig