Gattung: Süßholz (Glycyrrhiza)
Zur Gattung gehören 20 - 30 Arten
VI - VII, Kulturpflanze In Deutschland früher im Feldanbau. In Bamberg gibt es Bestrebungen durch die Bamberger Süßholzgesellschaft diese Pflanze wieder in größeren Mengen als Touristenattraktion anzupflanzen. Die Pflanze bildet lange, verholzende Rhizome (= Süßholz), welches nach 4 Jahren erntereif ist. Die im Herbst geernteten Wurzeln werden zu Brei gekocht und filtriert. Der eingedickte Saft heißt Lakritze und erstarrt zu einem schwarzbraunen Kuchen, der auch unter dem Namen „Bärendreck“ bekannt ist. Süßholz enthält Glycyrrhizin, welches etwa 150 mal süßer als Zucker ist. Man hat Süßholzstücke deswegen Kindern zum Auslutschen gegeben. Es wird auch als Medikament zur Behandlung von Husten, Asthma und Bronchitis, bei Magengeschwüren und zur Unterstützung der AIDS-Therapie eingesetzt. Bei Dauereinsatz sind Nebenwirkungen ähnlich wie bei Cortison zu erwarten. Eine tägliche Dosis von 0,5 g Glycyrrhizin gilt als unbedenklich. Zur Herstellung von Tees wird Süßholz häufig geraspelt und zum Süßen bzw. zur Verbesserung des Geschmacks eingesetzt, woraus der Ausdruck "Süßholz raspeln" für "sich bei jemandem einschmeicheln" entstanden ist.
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Pflanze 80 - 180 cm groß, krautig
Blütenstand ährig, mit zahlreichen dicht stehenden, hellvioletten Blüten
Blüten ca. 1 cm groß, Kelch mit weißen Drüsen besetzt
Früchte = rötliche, lang behaarte Schoten
Blätter mit 4 - 8 Fiederpaaren
Blättchen und Stängel mit weiße Harzdrüsen
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