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Cynanchica - Blüten weiß oder rosa, mit 4 Kronzipfeln

Trockenrasenpflanze (0 - 1000 m ü.M.)
Kronröhre außen papillös
> 1

Alpine Pflanze (1600 - 2300 m ü.M.)
Kronröhre außen glatt
> 2


Photo und copyright Julia Kruse

 

1       Kronröhre außen papillös


Hügel- Meister
(
Cynanchica pyrenaica ssp. cynanchica (L.) P.Caputo & Del Guacchio)

VI - VIII, Trockenrasen (0 - 1000 m)
                  Reisensburg, Vordere Brenne, ca. 450 m ü.M. (25.06.2016)

Synonyme: 
Hügel-Meier
Asperula cynanchica L. (Name in Rothmaler und Flora Europaea)

Galium cynanchicum (L.) Scop.

English name:
Squinancy Woodruff

Nom francais:
Aspérule des collines

Nome italiano:
Stellina comune

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, sehr zerstreut Hessen, Saarland, N-Eifel, N-Sachsen, Brandenburg 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 2 (stark gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, Baleares, France, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Montenegro, Serbia & Kosovo, Albania, Greece (N- Central, N- East)
England, Ireland, Belgium, Netherlands, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Russia, Belarus, Ukraine

Etymologie:
- Asperula: Verkleinerungsform von asper = rau
- Cynanchica: Hundswürger = abgeleitet von griech. kyon (Hund) und anchō (würgen)
- pyrenaica: aus den Pyrenäen

 

 

 

Pflanze 10 - 50 cm hoch
aufrecht, rasig wachsend, mit vegetativen Sprossen

Blütenstand 2 - 15 cm lang, locker, aus mehreren schirmtraubigen Einzelblütenständen,
die aus den Achseln gegenständiger oder quirlig angeordneter Blätter entspringen

Teilblütenstände und Blüten mit 2 oder 4 kleinen, lanzettlichen Tragblättern
Kronröhre 1 - 1,5 mal so lang wie die Kronzipfel, 

Blüten offen glockig, 3 mm im Durchmesser, weiß oder rosa, 4 Kronzipfel, 
4 Staubblättern, Narbe kopfig

Kronblätter innen und außen papillös- warzig


Photo und copyright Tina Schulz

Frucht warzig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Mittlere und obere Blätter linealisch, 0,5 - 2 mm breit, 1-nervig, zu 2 oder 4, 
meist kürzer als die Stängelglieder

Untere Stängelblätter inelaisch, zu 4 im Quirl
20 - 35 mm lang, 1 - 1,5 mm breit

 

 

2       Kronröhre außen glatt


Felsen- Meister
(
Cynanchica neilreichii (Beck) P.Caputo & Del Guacchio)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VI - IX, Alpine Steinschuttfluren (1600 - 2300 m)
              Geigelstein Chiemgauer Alpen, Bayern, 1610 m ü.M. (Julia Kruse 17.07.2014)
              Trenchtling, Steiermark, Österreich (Günther Blaich 03.07.2010)

Synonyme: 
Ostalpen- Meier, Neilreichs Meier
Asperula neilreichii G. Beck

English name:
Neilreich's Woodruff

Verbreitung in Deutschland:
Selten Alpen: Nach Lippert (Mitt.) kommt die Art in den Chiemgauer Alpen (vom Hochstaufen bis zum Geigelstein), im Ammergebirge (Friederspitz, Kreuzspitzl) und auch in den Allgäuer Alpen vor.

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), 
Bayern: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria (Niederösterreich, Oberösterreich, N-Steiermark), Switzerland
Czech Republic

2n = 20

Etymologie:
- Asperula: Verkleinerungsform von asper = rau
- Cynanchica: Hundswürger = abgeleitet von griech. kyon (Hund) und anchō (würgen)
- neilreichii: benannt nach August Neilreich (1803 - 1871), österreichischer Jurist und Botaniker

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

oft horstig wachsend, Stängel steif, aufrecht


Photo und copyright Julia Kruse

Blüten weiß oder rosa, 3 - 4 mm lang, mit 4 Kronzipfeln ohne Granne


Photo und copyright Günther Blaich

Kronröhre außen glatt und kahl, 1 - 1,5 mal so lang wie die Kronzipfel
Blütenstiele 1 - 2 mm lang, Tragblätter frei, linealisch


Photo und copyright Julia Kruse

Frucht 1,5 - 2 mm lang, schwach runzlig

 

Obere Blätter gegenständig, linealisch, 10 - 20 mm lang, 1 - 1,5 mm breit


Photo und copyright Julia Kruse

Blätter 1-nervig, fleischig, kahl, +/- stumpf
mittlere und obere Stängelblätter länger als die Internodien


Photo und copyright Julia Kruse

Untere Blätter in Wirteln zu 4, eiförmig, länger als die kurzen Internodien, stark glänzend,
zur Blütezeit noch frisch


Photo und copyright Julia Kruse