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Gattung: Hexenkraut (Circaea)

Zur Gattung gehören 7 Arten.

Blätter länglich- eiförmig, lang zugespitzt, fast ganzrandig
Blattgrund nicht herzförmig
Stängel und Blattstiele +/- dicht behaart
> 1

   

Blätter breit- eiförmig, kurz zugespitzt, +/- scharf gezähnt
Blattgrund +/- herzförmig
Stängel und Blattstiele meist kahl
> 2

   

                                                 

1       Blätter lang zugespitzt, fast ganzrandig, Stängel behaart


Gewöhnliches Hexenkraut
(Circaea lutetiana
L.)

VI - VIII, Wälder (0 - 1500 m)
                  Offingen, Auwald am Altwasser

Synonyme:
Großes Hexenkraut
Circaea quadrisulcata (Maxim.) Franch. & Savat. p. p. quoad basionymum; Carlostephania major Bub.; Circaea alpestris Schur; Circaea canadensis Muhl.; Circaea erecta Gilib.; Circaea major Lam.; Circaea nemoralis Salisb.; Circaea ovatifolia Stokes; Circaea pubescens Pohl; Circaea pubescens Pohl ex Steud.; Circaea vulgaris Moench; Regmus lutetianus Dulac

English name:
Big Enchanter's Nightshade

Nom francais:
Circée commune

Nome italiano: 
Erba maga comune

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 3 (gefährdet), Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), N- Aegean Isl, 
Belgium, England, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Ireland, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Bulgaria, Crimea, Tunisia, Algeria, Turkey, European Turkey, Iran, Iraq, Syria

 

 

 

Pflanze 20 - 70 cm groß
Blütenstand verzweigt

Blüten weiß oder rosa, kleiner als 1 cm, mit 2 Kronblättern, die tief gespalten sind, Narbe ragt weit aus der Blüte, 2 Staubblätter

  

Fruchtknoten schon vor dem Aufblühen mit Hakenborsten besetzt, Blütenstiel drüsig behaart, Kelchblätter der reifen Blüte  nach unten geschlagen

Früchte birnenförmig, mit Kletthaaren, mit 2 gleich großen Fächern,
nicht unreif abfallend

Blätter eiförmig, matt, schwach gezähnt oder ganzrandig,
lang zugespitzt, 4 - 8 cm lang,  Blattgrund nicht herzförmig

Blattstiel nicht geflügelt, behaart

Stängel zerstreut bis dicht behaart

 

 

2      Blätter kurz zugespitzt, +/- scharf gezähnt, Stängel +/- kahl

Blütenstand zur Blütezeit kurz, doldentraubig
Blätter scharf gezähnt, Blattstiel geflügelt
Frucht fast ohne Hakenborsten
> 3


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand zur Blütezeit lang, traubig
Blätter +/- stark gezähnt, Blattstiel ungeflügelt
Frucht mit Hakenborsten besetzt
 > 4


Photo und copyright Michael Hassler

 

3     Frucht 1- fächerig, Frucht fast ohne Hakenborsten


Alpen- Hexenkraut
(Circaea alpina
L.)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - VIII, Wälder (500 -2100 m)
                 Botanischer Garten München (22.07.2007)
                
Feldberg, Baden- Württemberg, 980 m ü.M. (Julia Kruse 17.07.2013)

Synonyme:
Carlostephania minor Bub.; Circaea alpestris Wallr.; Circaea caulescens f. ramosissima H. Hara; Circaea caulescens var. glabra H. Hara; Circaea caulescens var. rosulata H. Hara; Circaea cordifolia Stokes; Circaea decumbens Gilib.; Circaea lutetiana ssp. alpina (L.) H. Léveillé; Circaea minima Lam.; Regmus alpinus Dulac

English name:
Small Enchanter's Nightshade

Nom francais:
Circée des Alpes

Nome italiano:
Erba maga delle Alpi

Verbreitung in Deutschland:
Südlich der Donau, Schwarzwald, Bayerischer Wald, Thüringer Wald, Erzgebirge, Harz und Fränkische Alb zerstreut bis mäßig häufig; nördliche Mittelgebirge ziemlich selten; Osten sehr zerstreut, Norden selten; fehlt Neckarbecken, Eifel, Mainfranken, Münsterland, Emsland, Niederrhein 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 4 (potentiell gefährdet), Saarland: 0 (ausgestorben), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro,  Albania, 
Belgium, England, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Finland,  Netherlands, Norway, Poland, Romania, Sweden, Bulgaria, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, Turkey, Mongolia, Japan, Kuril Isl., China, Kazakhstan, North Korea, South Korea, Alaska, USA, Canada, St. Pierre et Miquelon

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel kahl


Photo und copyright Michael Hassler

Blütenstand zur Blütezeit kurz, oft mit Verzweigungen, doldentraubig
sich erst nach der Blütezeit verlängernd


Photo und copyright Andrea Moro

Blüten weiß oder rosa, mit 2 Kronblättern, die tief gespalten sind, Kronblätter 0, 6 - 1, 4 mm lang, Fruchtknoten vor dem Aufblühen fast ohne Hakenborsten, Blütenstiel drüsig behaart


Photo und copyright Julia Kruse

Frucht einfächerig, fertil

 

Blätter breit- eiförmig, 2 - 5 cm lang, glänzend, scharf gezähnt, kurz zugespitzt, 
Blattgrund herzförmig

Blattstiele schmal geflügelt, nicht behaart


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

4     Frucht 2- fächerig, Frucht mit Hakenborsten besetzt


Mittleres Hexenkraut
(Circaea x intermedia
Ehrh.)

VI - VIII, Wälder (300 - 1500 m)
                 Limbach, Stubenweiher (06.08.2006)

Bastard aus C. lutetiana und C. alpina. Kommt fast ausschließlich zumindest mit einem Elternteil vor.

Synonyme:
Circaea ericetorum Martrin-Domos

English name:
Upland Enchanter's Nightshade

Nom francais:
Circée intermédiaire

Nome italiano: 
Erba maga intermedia

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber durchweg sehr zerstreut, Nordosten selten; höhere Mittelgebirge und Alpen mäßig häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: 2 (stark gefährdet), Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 2 (stark gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia,  
USA, Canada, Belgium, England,  Ireland, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Netherlands, Hungary, Norway, Poland, Sweden, Baltic States, European Russia, Ukraine, Caucasus / Transcaucasus, Russian Far East, Japan

 

 

 

Pflanze 10 - 45 cm groß

Blüten weiß oder rosa, mit 2 Kronblättern, die tief gespalten sind, Kronblätter 2 - 4 mm lang
Fruchtknoten schon vor dem Aufblühen mit Hakenborsten besetzt, Blütenstiel drüsig behaart


Photo und copyright Michael Hassler

Die Pflanze setzt zwar Früchte an, doch ist eine der beiden Teilfrüchte verkümmert und die Frucht fällt noch unreif ab, daher die unterhalb der Blüten "nackten" Blütenstängel


Photo und copyright Franck Le Driant

Blätter eiförmig, glänzend, gezähnt, am Grund herzförmig gebuchtet


Photo und copyright Günther Blaich

Blattstiel nicht geflügelt


Photo und copyright Franck Le Driant

Stängel kahl