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Mausohrhabichtskraut - Pflanze mit mehr als 7 Köpfen und 1 - 4 Stängelblättern, Hülle mit langen Haaren

Haare am gesamten Stängel kurz (1 - 1,5 mm)
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel zumindest im oberen oder unteren Teil langhaarig
> 2

 

1      Haare am gesamten Stängel kurz (1 - 1,5 mm)


  Geknäultköpfiges Habichtskraut
(Pilosella glomerata
(Froel.) Fr.)


Photo und copyright Michael Hassler

V- VII, Halbtrockenrasen
             Tübingen, Baden- Württemberg (Günther Gottschlich 09.06.2013)

Synonyme:
Hieracium glomeratum Froel., Hieracium ambiguum Griseb.

English name:
Clustered Mouse- Ear Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Bayerischer Wald, Oberlausitz; selten Franken, Hessen, restlicher Osten bis Rügen; Neophyt im Südwesten (z. B. Tübingen) und Westen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: D (Datenlage unzureichend), Baden-Württemberg: unbeständig?, Bayern: G (gefährdet, Status unklar), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: D (Datenlage unzureichend), Sachsen: G (gefährdet, Status unklar) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Norway, Sweden, Finland, Denmark, Poland, Czech Republic, Slovakia, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia

Zwischenart: cymosa - caespitosa

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß,
mit oder ohne oberirdische Läufer


Photo und copyright Günter Gottschlich

Köpfchenstand gedrängt oder locker doldig- rispig mit 4 - 8 Ästen und 10 - 25 Köpfchen, Akladium 2 - 10 cm, Blüten und Griffel gelb, Hüllblätter schwarzgrün, Hüllblätter +/- grünrandig, Deckhaare fehlend bis reichlich, 1 – 2 mm, meist dunkel Drüsenhaare und Sternhaare zerstreut bis reichlich


Photo und copyright Michael Hassler

1- 4 Stängelblätter, wobei das unterste sehr groß und grundblattähnlich ist, während die übrigen rasch in schuppenblattähnlich Hochblätter übergehend


Photo und copyright Günter Gottschlich

Stängel zusammendrückbar, hellgrün, sternhaarig, mit kurzen (1 - 1,5 mm) hellen oder dunklen Haaren, Blattunterseite mäßig bis reich flockig


Photo und copyright Michael Hassler

Grundblattrosette mit 3 - 8 lanzettlich oder linealischen Blättern, 
die mit kurzen, meist weißen  Haaren besetzt sind


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

2       Stängel zumindest im oberen oder unteren Teil langhaarig

Stängel an der Basis reich, aber kurz behaart
(Haare sind kürzer als der Stängeldurchmesser)
> 3

Stängel an der Basis zerstreut langhaarig
(Haare oft länger als der Stängeldurchmesser)
> 4

 

3      Stängel an der Basis reich, aber kurz behaart


  Trugdoldiges Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella cymosa
(L.) Sch. Bip. & F.W. Schultz & Sch. Bip.)

V- VII, Halbtrockenrasen
             Messstetten, Baden Württemberg, ca. 980 m ü.M. (18.06.2009)

Synonyme:
Hieracium cymosum L.
Pilosella setigera Fr.

English name:
Cymose Mouse- Ear Hawkweed

Nom francais:
Epervière cymeuse

Nome italiano:
Sparviere corimboso

Verbreitung in Deutschland:
zerstreut Süden (Pfalz) bis südlicher Osten, nördliche Mitte und Westen selten bis Rügen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: G (gefährdet, Status unklar), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East) Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., N- Aegean Isl.)
Norway, Sweden, Finland, Denmark, Czech Republic, Slovakia, Romania, Bulgaria,  Estonia, Latvia, Lithuania, Ukraine, NEuropean Russia, C-Asia, C-Siberia

Hauptart.

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß

Photo und copyright Michael Hassler

Köpfchenstand doldig mit 5 - 20 Ästen und 20 - 50 Köpfchen, 

selten mit 1 - 2 abgesetzten Ästen

Blüten hell- bis sattgelb, Griffel gelb

Hüllblätter reichlich langhaarig, mäßig bis reichlich drüsig und flockig

1- 4 Stängelblätter, wobei das unterste sehr groß und grundblattähnlich ist, während die übrigen rasch in schuppenblattähnlich Hochblätter übergehend

Stängel zusammendrückbar, im unteren Teil mit vielen kurzen, hellen Haaren

Grundblattrosette mit 3- 8 weichen gras- oder hellgrünen Blättern, die reichlich mit hellen Haaren besetzt sind

Blattunterseite auf der Fläche behaart, mäßig bis reichflockig

Ausläufer fehlend oder unterirdisch

 

 

4      Stängel an der Basis zerstreut langhaarig

Blattoberseite auf der Fläche mit Sternhaaren
> 5

Blattoberseite auf der Fläche +/- sternhaarlos
> 6

   
Photo und copyright Matthias Kellner

 

5     Blattoberseite auf der Fläche mit Sternhaaren


 Ziz Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella ziziana
(Tausch) F.W. Schultz & Sch. Bip.)

V- VII, Sand- und Halbtrockenrasen, Straßenränder
             Lilienthal, Kaiserstuhl, Baden- Württemberg, ca. 320 m ü.M. (26.05.2012)

Synonyme:
Hieracium zizianum Tausch

English name:
Ziz's Mouse- Ear Hawkweed

Nom francais:
Piloselle de Ziz

Nome italiano: 
Sparviere di Ziz

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Süden bis Thüringen, selten Mitte und Osten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: G (gefährdet, Status unklar), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: G (gefährdet, Status unklar), Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: G (gefährdet, Status unklar), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Corsica, Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, 
Luxembourg, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Greece, Estonia, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Turkey

Benannt nach dem deutschen Botaniker Johann Baptist Ziz (1779 - 1829).

Zwischenart Pilosella piloselloides - Pilosella cymosa

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß

 

Blüten gelb, Griffel gelb

Köpfchenstand doldig mit 5 - 20 Ästen und 20 - 40 Köpfchen, Akladium 4 - 25 mm,
Hüllblätter mit hellen oder dunklen Haaren, wenig oder mäßig schwarzdrüsig und flockig

Stängel grün bis bläulich hellgrün, etwas zusammendrückbar, im oberen Teil mäßig und mit kurzen Haaren, 1 - 3 Stängelblätter, nach oben kleiner werdend

Stängel im unteren Teil mäßig bis reichlich mit bis zu 0,5 cm langen weichen oder borstigen Haaren, 

Grundblattrosette mit 5 - 10 derben +/- blaugrünen Blättern, Blätter 5 - 10 cm lang und 0,7 - 1,5 cm breit, Blattoberseite auf der Fläche mit Stern- und Deckhaaren

Blattunterseite behaart, zumindest am Rand und am Mittelnerv mäßig bis reichflockig

Ausläufer fehlend

 

 

6     Blattoberseite auf der Fläche +/- sternhaarlos


 Wiesen- Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella caespitosa
(Dumort.) P. D. Sell & C. West)


Photo und copyright Michael Hassler

V- VIII, Moorwiesen, Halbtrockenrasen, feuchte Ruderalstellen, Teichränder
               Schirmeck, Champ de Feu, Vogesen, Frankreich (Michael Hassler 14.07.2004)

Synonyme:
Rasiges Mausohrhabichtskraut
Hieracium caespitosum Dumort., incl. Hieracium colliniforme (Peter) Roffey
Hieracium besserianum Becker, Hieracium pratense Tausch,

English name:
Meadow Mouse- Ear Hawkweed

Nom francais:
Epervière gazonnante

Nome italiano: 
Sparviere cespuglioso

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber überall nur zerstreut bis selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy (Trentino), Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo 
England, Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, Transcaucasus, Azerbaijan, Nachichevan, W-Siberia

Eingebürgert in:
*New Zealand, *Canada, *USA

Hauptart.

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm hoch


Photo und copyright Matthias Kellner

Köpfchenstand gedrängt rispig, 
anfangs häufig knäuelig, mit 3 - 8 Ästen und 10 - 25 Köpfchen, Akladium 2 - 10 mm
Hülle dicht schwarzdrüsig, mit langen Deckhaaren


Photo und copyright Michael Hassler

Kopfstiele stark behaart, Haare mit schwärzlichem Fuß


Photo und copyright Matthias Kellner

Blüten gelb, Griffel meist dunkel


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel mit 2 - 4 Stängelblättern, das untere noch sehr groß, die oberen nur noch hochblattartig


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel hellgrün, hohl, dadurch leicht zusammendrückbar, stark behaart
Grundblattrosette mit 5 - 10 weichen +/- gras- oder gelbgrünen Blättern


Photo und copyright Matthias Kellner

Blätter 8 - 15 cm lang und 1 - 4 cm breit, Blattrand gelegentlich schwach gezähnelt
Blattoberseite ohne Sternhaare, Blattunterseite zerstreut flockig

  
Photo und copyright Matthias Kellner

Läufer wenn vorhanden, unterirdisch, dünn, kurz und bleich