Home Nach oben Systematik Bestimmung Familien Fundorte Fachbegriffe Artenverzeichnis Hilfe Saatblumen

Hochgabelige, vielköpfige Mausohrhabichtskräuter mit 1 - 3 Stängelblättern, Blattunterseite flockig

Haare am gesamten Stängel kurz (1 - 1,5 mm)
> 1

 

Stängel zumindest im oberen oder unteren Teil langhaarig
> 2

 

1      Haare am gesamten Stängel kurz (1 - 1,5 mm)


  Geknäultköpfiges Habichtskraut
(Pilosella glomerata)


Photo und copyright Günter Gottschlich

V- VII, Halbtrockenrasen
             Tübingen

Synonyme:
Hieracium glomeratum
Hieracium ambiguum Griseb.; 

English name:

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Bayerischer Wald, Oberlausitz; selten Franken, Hessen, restlicher Osten bis Rügen; Neophyt im Südwesten (z. B. Tübingen) und Westen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: D (Datenlage unzureichend), Baden-Württemberg: unbeständig?, Bayern: G (gefährdet, Status unklar), Berlin: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: D (Datenlage unzureichend), Sachsen: G (gefährdet, Status unklar) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Macedonia, Greece,
Norway, Sweden, Finland, Denmark, Poland, Czech Republic, Slovakia, Romania, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Ukraine, NEuropean Russia

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß,
mit oder ohne oberirdische Läufer

Köpfchenstand doldig mit 4 - 8 Ästen und 10 - 25 Köpfchen, Akladium 2 - 10 cm


Photo und copyright Günter Gottschlich

Blüten und Griffel gelb

 

Hüllblätter meist mit kurzen Haaren, 
mäßig bis reichlich drüsig und flockig

 

1- 5 Stängelblätter, wobei das unterste sehr groß und grundblattähnlich ist, während die übrigen rasch in schuppenblattähnlich Hochblätter übergehend

 

Stängel zusammendrückbar, hellgrün
mit kurzen (1 - 1,5 mm) hellen oder dunklen Haaren

 

Grundblattrosette mit 3 - 8 lanzettlich oder linealischen Blättern, die mit kurzen, meist weißen  Haaren besetzt sind


Photo und copyright Günter Gottschlich

Blattunterseite mäßig bis reich flockig

 

 

 

2     Stängel zumindest im oberen oder unteren Teil langhaarig

Stängel an der Basis reich, aber kurz behaart
(Haare sind kürzer als der Stängeldurchmesser)
> 3

Stängel an der Basis zerstreut langhaarig
(Haare oft länger als der Stängeldurchmesser)
> 4

 

3      Stängel an der Basis reich, aber kurz behaart


  Trugdoldiges Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella cymosa)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

V- VII, Halbtrockenrasen
             Messstetten
             Reutlingen, Tübingen
             Goldberg, "Geisterbergle"
             Utzmemmingen             

Synonyme:
Hieracium cymosum
Pilosella setigera Fr., Pilosella collina (Gochnat) Soják, Hieracium collinum Gochnat, 

English name:
Cymose Mouse- Ear Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
zerstreut Süden (Pfalz) bis südlicher Osten, nördliche Mitte und Westen selten bis Rügen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Brandenburg: G (gefährdet, Status unklar), Hessen: 3 (gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Albania, Greece,
Norway, Sweden, Finland, Denmark, Czech Republic, Slovakia, Romania, Bulgaria,  Estonia, Latvia, Lithuania, Ukraine, NEuropean Russia, C-Asia, C-Siberia

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
Ausläufer fehlend oder unterirdisch

Köpfchenstand doldig mit 5 - 20 Ästen und 20 - 50 Köpfchen, Akladium 2 - 10 mm
selten mit 1 - 2 abgesetzten Ästen

Blüten hell- bis sattgelb, Griffel gelb

Hüllblätter reichlich langhaarig,
mäßig bis reichlich drüsig und flockig

1- 4 Stängelblätter, wobei das unterste sehr groß und grundblattähnlich ist, während die übrigen rasch in schuppenblattähnlich Hochblätter übergehend

Stängel zusammendrückbar, 
im unteren Teil mit vielen kurzen, hellen Haaren

Grundblattrosette mit 3- 8 weichen gras- oder hellgrünen Blättern, die reichlich mit hellen Haaren besetzt sind

Blattunterseite auf der Fläche behaart, 
mäßig bis reichflockig

 

 

4      Stängel an der Basis zerstreut langhaarig

Grundblätter derb, blaugrün, 
getrocknete Blätter spröde und wenig biegsam
> 5

Grundblätter dünn, hellgrün
getrocknete Blätter biegsam
> 6

 

 

5     Grundblätter derb, blaugrün, getrocknete Blätter spröde und wenig biegsam


 Ziz Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella ziziana)

V- VII, Sand- und Halbtrockenrasen
             Lilienthal (Kaiserstuhl)
             Gosheim

Zwischenart Pilosella piloselloides - Pilosella cymosa

Synonyme:
Hieracium zizianum

English name:
Ziz' Mouse- Ear Hawkweed

Verbreitung in Deutschland:
zerstreut Süden bis Thüringen, selten Mitte und Osten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: G (gefährdet, Status unklar), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: G (gefährdet, Status unklar), Hessen: nicht gefährdet, Niedersachsen: 3 (gefährdet), Nordrhein-Westfalen: 2 (stark gefährdet), Rheinland-Pfalz: G (gefährdet, Status unklar), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Corsica, Sardinia, Italy, Slovenia, Croatia, 
Luxembourg, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Greece, Estonia, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, N-Caucasus, Transcaucasus, Turkey

 

 

 

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
Ausläufer fehlend

Köpfchenstand doldig mit 5 - 20 Ästen und 20 - 40 Köpfchen, Akladium 4 - 25 mm

Blüten gelb, Griffel gelb

Hüllblätter mit hellen oder dunklen Haaren
wenig oder mäßig schwarzdrüsig, flockig

1 - 3 Stängelblätter, nach oben kleiner werdend

Stängel grün bis bläulich hellgrün, etwas zusammendrückbar, im oberen Teil mäßig und mit kurzen Haaren

Stängel im unteren Teil mäßig bis reichlich mit bis zu 0,5 cm langen weichen oder borstigen Haaren, Blätter 5 - 10 cm lang und 0,7 - 1,5 cm breit, Blattoberseite flockig

Grundblattrosette mit 5 - 10 derben +/- blaugrünen Blättern, getrocknete Blätter spröde und wenig biegsam

Blattunterseite behaart, zumindest am Rand und am Mittelnerv mäßig bis reichflockig

 

 

6     Grundblätter dünn, hellgrün, getrocknete Blätter biegsam


 Wiesen- Mausohrhabichtskraut 
(Pilosella caespitosa)


Photo und copyright Matthias Kellner

V- VIII, Moorwiesen, Halbtrockenrasen, 
               Feuchte Ruderalstellen, Teichränder
               Augsburg
               Memmingen

Synonyme:
Hieracium caespitosum
Hieracium besserianum Becker, Hieracium pratense Tausch,

English name:
Meadow Mouse- Ear Hawkweed

Nome italiano: 
Sparviere cespuglioso

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet, aber überall nur zerstreut bis selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy (Trentino), Slovenia, Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo, Greece, 
England, Ireland, Northern Ireland, Norway, Sweden, Finland, Denmark, Netherlands, Belgium, Luxembourg, Liechtenstein, Poland, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Estonia, Latvia, Lithuania, Kaliningrad region, Belarus, Moldova, Ukraine, NEuropean Russia, Transcaucasus, Azerbaijan, Nachichevan, W-Siberia, 
*New Zealand, *Canada, *USA

 

 

 

 

 

Pflanze 30 - 60 cm groß
Ausläufer meist vorhanden, 5 - 15 cm lang

Läuferblätter gleich groß

Köpfchenstand gedrängt rispig, 
anfangs häufig knäuelig, mit 3 - 8 Ästen und 10 - 25 Köpfchen, Akladium 2 - 10 mm

Kopfstiele stark behaart, 
Haare mit schwärzlichem Fuß


Photo und copyright Matthias Kellner

Blüten gelb, Griffel meist dunkel


Photo und copyright Matthias Kellner

Hüllblätter mit kurzen hellen oder dunklen Haaren
wenig oder mäßig schwarzdrüsig, flockig


Photo und copyright Matthias Kellner

2 - 4 Stängelblätter, das untere noch sehr groß,
die oberen nur noch hochblattartig

 

Stängel hellgrün, hohl, dadurch leicht zusammendrückbar, stark behaart
Grundblattrosette mit 5 - 10 weichen +/- gras- oder gelbgrünen Blättern


Photo und copyright Matthias Kellner

Blätter 8 - 15 cm lang und 1 - 4 cm breit
Blattrand gelegentlich schwach gezähnelt
Blattoberseite ohne Sternhaare


Photo und copyright Matthias Kellner

Blattunterseite zerstreut flockig


Photo und copyright Matthias Kellner