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Mehrköpfige Korbblütler, ohne Röhrenblüten

Köpfchendurchmesser ca. 1 cm
Stängel oben keulig verdickt
Ackerpflanze
> 1


Photo und copyright Günther Blaich

Köpfchendurchmesser > 2 cm
Stängel oben nicht keulig verdickt

> 2

                                     

1      Köpfchendurchmesser ca. 1 cm, Stängel keulig verdickt


Gattung: 
Lämmersalat (Arnoseris)

Einzige Art dieser Gattung:
Kleiner Lämmersalat 
(Arnoseris minima)


Photo und copyright JC Schou http://www.biopix.dk

VI - IX, Äcker
              Darmstadt (Günther Blaich 17.07.2009)
              Unterschneidheim
              Wassertrüdingen

Gefährdung in Bayern und Deutschland: 2 
Stark gefährdet
Gefährdungsgrad in Baden- Württemberg: 1
Vom Aussterben bedroht

 

 

Pflanze 5 - 25 cm groß, 
verzweigt, ohne Blätter, 2 - 6- köpfig


Photo und copyright Günther Blaich

Stängel im unteren Teil oft rot überlaufen, nach oben hin deutlich keulig verdickt


Photo und copyright Günther Blaich

Köpfchen ca. 1 cm im Durchmesser, zur Blütezeit ausgebreitet glockenförmig, mit kurzen gelben Zungenblüten


Photo und copyright Günther Blaich

Köpfchen später kugelig, Pappus fehlend


Photo und copyright Günther Blaich

Grundblätter rosettig, verkehrt eiförmig bis spatelförmig, grob gezähnt

 

 

2      Köpfchendurchmesser > 2 cm, Stängel nicht keulig verdickt

Stängel blattlos oder mit wenigen kleinen Blättern
> 3

Stängel mit mehreren großen Blättern
> 11

 

3     Stängel blattlos oder mit wenigen kleinen Blättern

Grundblätter  fiederteilig
> 4

Grundblätter nicht fiederteilig
7

 

4     Grundblätter  fiederteilig

Hüllblätter oft filzig, ohne Borsten am Ende
Früchte nach oben verjüngt
> 5

Hüllblätter kahl, am oberen Ende oft mit Borsten
Früchte geschnäbelt
> 6

 

5        Früchte nach oben verjüngt


Gattung: 
Löwenzahn (Leontodon)

Herbst- Löwenzahn
(Leontodon autumnalis)

VII - IX, Weiden, Wiesen, Parkrasen, Wegränder
                verbreitet z.B. 
                Lauingen, Berufsschule
                Günzburg, Autohaus Jeckle

 

 

Pflanze 15 - 45 cm groß
ästig und mehrköpfig

Köpfchen vor dem Blühen aufrecht

Krone goldgelb, Narbe grüngelb

Zunge der Randblüten unterseits rötlich gestreift

Stängel nach oben allmählich verdickt, oft behaart,
Hüllblätter am oberen Ende ohne Borsten

Pappus federig, schmutzigweiß
Früchte nach oben verjüngt

Blätter kahl, buchtig gezähnt bis fiederspaltig, Fiederabschnitte mit schmalen Zipfeln
nicht alle Blätter dem Boden anliegend

Stängel im oberen Teil mit vielen kleinen Blattschuppen

 

 

6        Früchte geschnäbelt


Gattung:
Ferkelkraut (Hypochaeris)


hier: Gewöhnliches Ferkelkraut

 

 

 

Pflanze 20 - 100 cm
meist mehrköpfig

Köpfchen 20 - 30 mm im Durchmesser
Blüten zitronengelb, 2 x so lang wie die Hülle

Stängel unter dem Köpfchen kaum verdickt
Hüllblätter +/- kahl, am oberen Ende oft mit Borsten

Pappus schmutzigweiß bis gelblich
mit Spreublättern

Alle Früchte lang geschnäbelt
nur die inneren fedrig

Stängel verzweigt oder unverzweigt, blaugrün, kahl, höchstens mit Schuppenblättern
stark gerillt

Grundblätter behaart oder kahl, mit breiten Zipfeln, dem Boden anliegend

 

 

7     Grundblätter nicht fiederteilig

Pappus weiß
Blätter eiförmig, +/- ganzrandig


> 8

Pappus weiß
Blätter lanzettlich, kahl
In der Mitte liegende Blüten bilden meist einen braunen Fleck
> 9

Pappus hellbraun
Blätter spatelförmig mit langen Haaren oder gestielt, eiförmig und gezähnt
> 10

 

8      Blätter eiförmig, +/- ganzrandig

Pflanze 1 - 4- köpfig
Hülle borstig behaart
> 8.1.

Pflanze vielköpfig
Hülle +/- kahl
> 8.2.

 

8.1.     Pflanze 1 - 4- köpfig, Hülle borstig behaart


Gattung:
Ferkelkraut (Hypochaeris)

Geflecktes Ferkelkraut 
(Hypochaeris maculata)

V - VIII, Trockenrasen, Wälder
                Wehringer Heide

Gefährdungsgrad in Bayern und Deutschland: 3
Gefährdet
Gefährdungsgrad in Baden- Württemberg: 2
Stark gefährdet

 

Pflanze 30 - 100 cm, 
verzweigt oder unverzweigt, 1 - 4 köpfig

Köpfchen 20 - 30 mm im Durchmesser
Blüten zitronengelb, 2 x so lang wie die Hülle,
mit Spreublättern

Stängel unter dem Köpfchen kaum verdickt
Hüllblätter meist borstig behaart

Früchte lang geschnäbelt

 

Stängel rauhaarig, im unteren Teil mit 
1- 2 (-4)- kleinen Blättern, Grundblätter länglich bis eiförmig, dem Boden angedrückt

Grundblätter entfernt buchtig gezähnt bis fast ganzrandig, meist braun gefleckt, zerstreut borstig

 

 

8.2.     Pflanze vielköpfig, Hülle kahl


 Gattung: 
Pippau (Crepis)

Abgebissener Pippau
(Crepis praemorsa)


Photo und copyright Hans Schön

VI - VIII, Steinrasen, Kiefernwälder
                 Schwenningen bei Albstadt
                 Sontheim
                 Reutlingen

Gefährdungsgrad in Deutschland: 3
Gefährdet

Anderer Name: 
Trauben- Pippau

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

Blüten hellgelb, mit 8 - 20 Blüten

Hülle kaum behaart, mit Außenhülle

Pappus schneeweiß, nicht fedrig

Rosettenblätter 10

-14 cm lang, eiförmig, entfernt fein gezähnelt bis ganzrandig, zerstreut behaart oder kahl

Stängel im oberen Teil rispig oder traubig verzweigt (Name!), ohne Stängelblätter

 

 

 9     Blätter lanzettlich, kahl


Gattung: 
Tolpis (Tolpis)

In Deutschland nur 1 Art:
Grasnelken- Tolpis
(Tolpis staticifolia)

VI - IX, Alpine und präalpine Flusschotterfluren
              Botanischer Garten Tübingen
              Oberstdorf, Füssen
              München Neuaubing

Anderer Name:
Grasnelkenblättriges Habichtskraut

 

 

Pflanze 15 - 40 cm groß
mit 1 - 5 Köpfchen

Blüten hell bis satt gelb 
(abgestorben grünspanartig verfärbend!)

Die in  der Mitte liegenden Blüten bilden meist einen braunen  Fleck

Hülle haar- und drüsenlos, 
Hüllblätter lang feinspitzig, äußere viel kürzer
unterhalb der Blüte mit viele kleinen Hochblätter

Pappus weiß, Pappushaare biegsam

Stängel verzweigt

0 - 2 an den Verzweigungen entspringenden schmal linealische Stängelblätter

Grundblätter blaugrün, lineal lanzettich bis lineal

Grundblätter ganzrandig, gezähnelt oder gezähnt, 
ohne lange Haare

 

 

10     Blätter spatelförmig mit langen Haaren oder gestielt, eiförmig und gezähnt


Gattung: 
Habichtskraut (Hieracium)


hier: Hieraceum murorum agg.

 

 

Blüten gelb, Griffel gelb, oliv oder dunkel

Pappushaare nicht gefiedert, schmutzigweiß
spröde (zu Pulver zerreibbar)

Früchte gestutzt, oben nicht verschmälert oder geschnäbelt

Blätter oft spatelförmig mit langen Haaren
(ssp. pilosella)

oder gestielt, eiförmig und gezähnt (ssp. hieracium)


 

 

11     Stängel mit mehreren großen Blättern

Blätter mit widerhakigen Stacheln
(Pflanze fühlt sich sehr rau an!)
> 12

Blätter ohne widerhakige Stacheln

> 13

            

12      Blätter mit widerhakigen Stacheln, Hüllblätter abstehend


Gattung:
Bitterkraut (Picris)   


hier: Gewöhnliches Bitterkraut

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß
Stängel verzweigt, mit widerhakigen Borsten

Hülle mehrreihig
Äußere Hüllblätter schmal lineal, abstehend
mit weißlichen Borsten oder kahl

Pappus schneeweiß, federig

Blätter lanzettlich, ungeteilt bis buchtig gezähnt
mit z.T. widerhakigen Stacheln

Laubblätter länglich bis lanzettlich, ungeteilt, gezähnelt bis buchtig gezähnt, beidseits zerstreut bis dicht borstig behaart

Stängel borstig- stachlig,
mit Widerhaken, dadurch sehr rau

 

 

13       Blätter ohne widerhakige Stacheln

Grundblätter und oft auch Stängelblätter fiederteilig
> 14

Grund- und Stängelblätter nie fiederteilig
> 15

 

14     Grundblätter und oft auch Stängelblätter fiederteilig


Gattung: 
Pippau (Crepis)


hier: Wiesen- Pippau

 

 

Blüten gelb

Hülle immer zweireihig

 

Pappus schneeweiß

Früchte oben verschmälert oder geschnäbelt

 

 

 

15     Grundblätter und  Stängelblätter nie fiederteilig

Pappus schneeweiß
Früchte oben verschmälert
Hülle zweireihig, kahl oder grauborstig
> 16

Pappus schmutzigweiß
Früchte oben gestutzt
Hülle mehrreihig, kahl oder zerstreut schwarzdrüsig
> 17

                             

16     Hülle zweireihig, kahl oder grauborstig


Gattung: 
Pippau (Crepis)


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

Blütenhülle kahl, zweireihig


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

oder Hülle grauborstig

Pappus schneeweiß
Früchte nach oben verschmälert, ohne Schnabel


Photo und copyright Günther Blaich

 

 

17     Hülle mehrreihig, kahl oder zerstreut schwarzdrüsig


Gattung: 
Habichtskraut (Hieracium)


hier: Glattes Habichtskraut

 

 

Hüllblätter dachziegelig, mehrreihig, kahl oder

schwach schwarzdrüsig

Pappushaare schmutzigweiß, spröde
Früchte gestutzt, oben nicht verschmälert oder geschnäbelt