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Gattung: Habichtskraut (Hieracium)

                                Blüten orange                                                                     Blüten gelb
                                          > 1                                                                                        > 2

                              

 

1     Blüten orange


Orangerotes Habichtskraut
(Hieracium aurantiacum)
zu Subgenus Pilosella gehörend

VI - VIII, Gärten, Wegränder
                 verbreitet z.B.
                 Garten Feuerbachstr
                 Günzburg, Polizeiohr

 

 

 

Pflanze 20 - 50 cm groß

Gesamtblütenstand meist gedrängt rispig, 
anfangs oft knäuelig, mit 4 - 15 Köpfchen

Blüten gelborange

bis dunkelrot

Stängel stark abstehend behaart, 
oben meist schwärzlich

Grundblätter rosettig, weich, breit lanzettlich

Blattunterseite behaart, kaum flockig

 

 

2     Blüten gelb

                     Stängel blattlos, 1- köpfig                                        Stängel beblättert, ein- oder mehrköpfig
                                       > 3                                                                                              > 4

                                                

 

3     Stängel blattlos, 1- köpfig

                    Hüllblätter dicht seidenhaarig                                        Hüllblätter ohne Seidenbehaarung
                                     > 3.1.                                                                                             > 3.2.

                     
                   Photo und copyright Jean Michaux

 

3.1.      Hüllblätter dicht seidenhaarig


Peletier- Habichtskraut 
(Hieracium peleterianum)
zu Subgenus Pilosella gehörend


Photo und copyright Jean Michaux

V- VI, Felsfluren, Sandtrockenrasen
            Boppard, Hirschkopf
            Bad Dürkheim

Gefährdungsgrad in Deutschland: 3
Gefährdet

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß,
ohne oder mit kurzen, dicken Ausläufern

 

Blüten gelb, Narbe gelb
äußere Blüten oft rotstreifig

 

Hüllblätter dachziegelig, mehrreihig, spitz,
 mit dichter Seidenbehaarung


Photo und copyright Jean Michaux

Stängel blattlos, grauhaarig
Blätter in Grundblattrosette

 

 

3.2.      Hüllblätter ohne dichte Seidenbehaarung

        Pflanze mit langen oberirdischen Ausläufern                Pflanze ohne oder mit kurzen Ausläufern
                           Hüllblätter spitz                                                                  Hüllblätter stumpf
                                      > 3.2.1.                                                                                  > 3.2.2.

                        

 

3.2.1.     Pflanze mit langen oberirdischen Ausläufern


Kleines Habichtskraut 
(Hieracium pilosella)
zu Subgenus Pilosella gehörend

V- X, Rasen, Wegränder
          verbreitet z.B.
          Offingen, Ortseingang
          Günzburg, Staustufe beim Waldbad
          Günzburg, Feuerbachstr

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß

mit beblätterten, langen, oberirdischen dünnen Ausläufern, bedeckt oft große Flächen
Blättchengröße gegen das Ausläuferende abnehmend (dekreszierend)

Blüten gelb, Narbe gelb
äußere Blüten oft rotstreifig

Hüllblätter dachziegelig, mehrreihig, spitz, 
Behaarung und Anzahl der Drüsen sehr variabel

Pappushaare nicht gefiedert, schmutzigweiß
spröde (zu Pulver zerreibbar)

Früchte gestutzt, oben nicht verschmälert oder geschnäbelt

Stängel blattlos, grauhaarig
Blätter in Grundblattrosette

Blattoberseite mit langen Haaren

Blattunterseite +/- flockig

 

 

3.2.2.     Pflanze ohne oder mit kurzen oberirdischen Ausläufern


Hoppe- Habichtskraut 
(Hieracium hoppeanum)
zu Subgenus Pilosella gehörend

V- X, Rasen, Wegränder
          Flugplatz Lechfeld

Gefährdungsgrad in Deutschland: 3
Gefährdet

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß,
ohne oder mit kurzen, dicken Ausläufern

Blüten gelb, Narbe gelb
äußere Blüten oft rotstreifig

Hüllblätter dachziegelig, mehrreihig, nicht dicht seidenhaarig

Zumindest die äußeren Hüllblätter 
an der Spitze abgerundet

Stängel blattlos, grauhaarig
Blätter in Grundblattrosette

Blattoberseite mit langen Haaren

Blattunterseite dicht weißfilzig

 

 

4     Stängel beblättert, ein- oder mehrköpfig

                  Blüten gelblich- weiß, klebrig                                                         Blüten gelb
                                         > 5                                                                                          > 6

          
              Photo und copyright Robert Flogaus-Faust

 

5     Blüten gelblich- weiß, klebrig


Zichorien- Habichtskraut
(Hieracium intybaceum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Christiane und Klaus Kämpfe

VII - IX, Alpine Felsfluren
               Botanischer Garten Tübingen
               Ifen

Gefährdungsgrad in Deutschland: 2
Stark gefährdet

Andere Namen:
Endivien- Habichtskraut
Weißliches Habichtskraut

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß, klebrig, drüsig

Stängel meist 1 - 3 köpfig
Blüten gelblich- weiß

Hüllblätter und Köpfchenstiele stark drüsig

Äußere Hüllblätter abstehend, hellgrün


Photo und copyright Anton Lafenthaler

10 - 15 Stängelblätter, lanzettlich, gezähnt, wellig,
untere scheinrosettig genähert
sitzend oder halbstängelumfassend


Photo und copyright Christiane und Klaus Kämpfe

Grundblätter fehlend

 

 

 

6     Blüten gelb

                       Köpfchen weiß-zottig behaart                                       Köpfchen nicht weiß- zottig behaart
                                       > 7                                                                                                 > 8

       

 

7     Köpfchen weiß-zottig behaart

              Stängelblätter 0 - 1, schuppenähnlich                                          Stängelblätter 3 - 8
                                       > 7.1.                                                                                      > 7.2.

    
               Photo und copyright Oswald Gabathuler

 

7.1.     Stängelblätter 0 - 1, schuppenähnlich


Grauzottiges Habichtskraut
(Hieracium piliferum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Oswald Gabathuler

VII - VIII, Alpine Felsfluren, 
                   Hinterstein
                   Einödsbach
                   Botanischer Garten Tübingen

Gefährdungsgrad in Deutschland und in Bayern: 4
Extrem selten

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß

 

Blütenstand meist 1- köpfig

 

Krone gelb, Zungenblüten ungewimpert

Haare der Hülle sehr reichlich,  weich seidig und zottig, weiß bis dunkelgrau, drüsen- und flockenlos

 

0- 1 Stängelblatt, schuppenförmig

 

Grundblätter hell lauchgrün, lanzettlich bis lanzettlich- linealisch, ganzrandig oder leicht gezähnt, behaart

 

 

7.2.     Stängelblätter 3 - 8  

       Grundblätter kahl oder nur am Rand behaart                        Grundblätter ober- und unterseits behaart
                                      > 7.2.1.                                                                                        > 7.2.2. 

                                                            
                    Photo und copyright Matthias Kellner

 

7.2.1.     Grundblätter kahl oder nur am Rand behaart


Verkahlendes Habichtskraut
(Hieracium glabratum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Matthias Kellner

VI - IX, Alpine Felsfluren
              Berchtesgaden 

[Hieracium glabratum vermittelt als Zwischenart zwischen H. glaucum und H. villosum]

 

Pflanze 10 - 40 cm groß


Photo und copyright Matthias Kellner

Blütenstand hoch- bis tiefgabelig,
mit 1 - 3 Ästen und 1 - 4 Köpfchen

 

Krone gelb


Photo und copyright Matthias Kellner

Hülle weiß- zottig behaart


Photo und copyright Matthias Kellner

Stängel im oberen Teil abstehend zottig behaart
4 - 8 Stängelblätter


Photo und copyright Matthias Kellner

Stängel im unteren Teil +/- kahl


Photo und copyright Matthias Kellner

Grundblätter blaugrün, völlig kahl 
oder nur am Rand oder Rückennerv behaart


Photo und copyright Matthias Kellner

 

 

7.2.2.    Grundblätter ober- und unterseits behaart

                     Grundblätter blaugrün                                                         Grundblätter dunkelgrün
                                    > 7.2.1.1.                                                                                  > 7.2.1.2.

                           
                                                                                                               Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 

7.2.1.1.     Grundblätter blaugrün

             Äußere Hüllblätter sparrig abstehend                          Äußere Hüllblätter locker angedrückt
                       lanzettlich, innere linealisch                                    lanzettlich, innere gleichgestaltet
                             Stängel 2 - 4 köpfig                                                         Stängel 1 - 2- köpfig
                                  > 7.2.1.1.1.                                                                              > 7.2.1.1.2.

   

 

7.2.1.1.1.    Äußere Hüllblätter sparrig abstehend


Zottiges Habichtskraut
(Hieracium villosum)
zu Subgenus Hieracium gehörend

VI - IX, Alpine Felsfluren, 
              Iseler
              Fellhorn
              Nebelhorn

              Hindelang, Pfronten

zu Subgenus Hieracium gehörend

 

Pflanze 15 - 30 cm groß

Ganze Pflanze von 4 - 12 mm langen weichen weiße Haaren bedeckt

Blütenstand hoch- bis tiefgabelig mit 1 - 3 Ästen
und 2 - 4 Köpfchen

Krone gelb

Hülle kugelig bis bauchig,
drüsen- und flockenlos
Äußere Hüllblätter sparrig abstehend

4 - 8 Stängelblätter, sitzend oder halbstängelumfassend

Stängel abstehend zottig behaart

Grundblätter blaugrün, in den Grund verschmälert, ungestielt, breit lanzettlich ganzrandig bis kurz gezähnt

 

 

7.2.1.1.2.    Äußere Hüllblätter locker angedrückt


Weißhaariges Habichtskraut
(Hieracium pilosum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Johann Schneider

VII - VIII, Steinrasen
                  Hochvogel, Füssen Linderhof

Gefährdungsgrad in Bayern: 4
Potentiell gefährdet

 

 

 

Pflanze 15 - 30 cm groß,
seidiger und zottiger als H. villosum


Photo und copyright Ernst Horak

Stängel 1- 2- köpfig

Äußere Hüllblätter locker angedrückt
lanzettlich, innere gleichgestaltet

Grundblätter am Grund lang verschmälert, ungestielt

 

 

 7.2.1.2.    Grundblätter dunkelgrün


Alpen Habichtskraut
(Hieracium alpinum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

VII - VIII, Magerrasen, Heiden, Felsfluren
                   Hindelang, Pfronten

 

 

 

Pflanze 5 - 30 cm groß
drüsig, mit grauen Haaren

Stängel meist einköpfig

Krone gelb, Blütenzähne deutlich gewimpert
Griffel gelb

Früchte schwarzbraun

 

Hülle oval bis kugelig, dicht grau behaart,
Haar unten schwarzfüßig

 

0 - 3 kleine Stängelblätter

 

Grundblätter dunkelgrünspatelig,
ganzrandig bis buchtig spitzzähnig

 

 

 

8     Köpfchen nicht weiß-zottig behaart 

                              Pflanze blaugrün                                                         Merkmalskombination anders
      Hüllblätter nicht oder spärlich schwarzdrüsig
              Stängel kahl, Stängelblätter 2 - 10
      Grundblätter lanzettlich, gestielt oder ungestielt
                    Köpfe groß, Felspflanze 
                                     > 9                                                                                                 > 10

 

9      Pflanze blaugrün, nicht schwarzdrüsig, mit lanzettlichen Grundblättern

                Grundblätter ganzrandig                                                              Grundblätter  gezähnelt
                      5 - 10 Stängelblätter                                                                        2 - 6 Stängelblätter 
                              > 9.1.                                                                                                      > 9.2.

                               

 

9.1.    Grundblätter ungestielt, ganzrandig


 Hasenohr- Habichtskraut
(Hieracium bupleuroides)
zu Subgenus Hieracium gehörend

 

VII - VIII, Felsen
                 Ruine Falkenstein

 

Gefährdungsgrad in Deutschland: 3
Gefährdet
Gefährdungsgrad in Bayern: 4
Potentiell gefährdet

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

 Stängel mit 1 - 4 Ästen und 2 - 5 Köpfchen
Köpfchenstiel völlig kahl, Akladium 30 - 70 mm

 

Blüten groß, gelb, mit gelbem oder dunklem Griffel

Achänen rot bis schwarzbraun

Hüllblätter kugelig, schwarzgrün
bis 15 mm groß, spärlich drüsig und flockig

5 - 10 Stängelblätter, langsam dekreszierend

Grundblätter 3 - 5, lineal- bis breit lanzettlich, ganzrandig, ungestielt, lauchgrün, völlig kahl

 

 

9.2.    Grundblätter gestielt, gezähnt


 Blaugrünes Habichtskraut 
(Hieracium glaucum)
zu Subgenus Hieracium gehörend


Photo und copyright Matthias Kellner

VII - IX, Felsen, Schuttfluren
                Berchtesgaden
                Hurlach, Landsberg
                Füssen
                Einödsbach

 

Gefährdungsgrad in Bayern: 4
Potentiell gefährdet

 

 

Pflanze 20 - 60 cm groß,
mit 1 - 4 Ästen und 4 - 8 Köpfchen


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

 Stängel kahl, Blattunterseite kahl


Photo und copyright Matthias Kellner

Blüten groß, gelb


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Hüllblätter kugelig, schwarzgrün
bis 15 mm groß, drüsenlos bis spärlich drüsig und flockig


Photo und copyright Matthias Kellner

2 - 6 Stängelblätter, schnell dekreszierend
unter den Köpfchen mit 5 - 10 pfriemlichen Brakteen

 

Grundblätter meist mehr als 8


Photo und copyright Matthias Kellner

Grundblätter lineal- bis breit lanzettlich, gezähnt, gestielt, lauchgrün, Oberseite aller Blätter kahl


Photo und copyright Matthias Kellner

 

 

10     Merkmalskombination anders

                         Stängel wenig beblättert                                                         Stängel reich beblättert
                             (1- 4 Stängelblätter)                                                            (mehr als 5 Stängelblätter)
                           mit Grundblattrosette                                                             ohne Grundblattrosette
                                       > 8.1.                                                                                            > 8.2.