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Beifuß- Pflanze größer 30 cm, Blätter gefiedert oder fiederteilig, Blattabschnitte schmal, linealisch, filzig
Köpfchen wenigblütig, Hülle graufilzig

Gesamtblütenstand breit rispig, alle Blüten zwittrig
Blattabschnitte abstehend
> 1

Gesamtblütenstand schmal rispig, äußere Blüten weiblich, innere zwittrig
Blattabschnitte +/- büschelig gehäuft
> 2

 

1       Blattabschnitte abstehend


Strand- Beifuß
(
Artemisia maritima L.)


Photo und copyright Michael Hassler

IX - X, Küsten, Salzwiesen, Solgräben
            Artern, Solgraben, Thüringen, 125 m ü.M. (21.05.2013)

Synonyme:
Artemisia salina Willd

English name:
Sea Wormwood, Old Woman

Nom francais:
Armoise maritime

Verbreitung in Deutschland:
Nordseeküsten verbreitet, 
Ostseeküsten zerstreut (Schleswig-Holstein) bis selten (Mecklenburg-Vorpommern)

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 2 (stark gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Germany,
France (Atlantikküste)
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Baltic States, 
Russia, Mongolia

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- maritima: am Meer vorkommend

 

 

 

Pflanze 20 - 60  cm groß, aromatisch riechend


Photo und copyright Julia Kruse

Korbstand rispig, beblättert


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blütenköpfe eiförmig, nickend, 2 - 3 mm lang, 1 - 2 mm breit,
 Hüllblätter weißfilzig


Photo und copyright Julia Kruse

Köpfchen 2 - 3 mm lang, 1 - 2 mm breit, mit 3 - 6 Blüten
Blüten vollständig gelb oder im oberen Teil rot, unten gelb


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blätter beidseits weiß bis graufilzig, untere 2 - 3- fach fiederteilig, obere einfach fiederteilig, 
Blattabschnitte nicht büschelig gehäuft

Blattzipfel linealisch, 5 - 12 mm lang, ca. 1 mm breit


Photo und copyright Julia Kruse

 

 

2       Blattabschnitte +/- büschelig gehäuft

Diploid
Köpfchen 2 - 3 mm lang
> 3


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Hexaploid
Köpfchen 6 - 8 mm lang
> 4


Photo und copyright Pavel Yevseyenkov

 

3     Köpfchen 2 - 3 mm lang


Kriechender Beifuß
(
Artemisia repens Pall. ex Willd.)

VII - IX, Sandtrockenrasen
                Sandhausen, Baden Württemberg, 110 m ü.M. (10.08.2008)

Synonyme:
Artemisia austriaca var. advena Rech.f.

English name:
Creeping Wormwood

Verbreitung in Deutschland:
Wenige Funde in BE, BW, HE, TH und ST
Vermutlich gehören die meisten (oder alle?) ruderalen Vorkommen von Artemisia austriaca  in Deutschland zu Artemisia repens

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
Russia, China

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria

Diploid 2n = 16

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- repens: kriechend

 

 

 

 

Pflanze 20 - 60  cm groß, rispig, 
nicht aromatisch riechend

Blütenköpfe 2 - 3 mm lang, eiförmig, nickend,
mit 10 - 20 Blüten


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Hüllblätter abstehend kurzhaarig, wenigblütig, Blüten rotgelb, behaart


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Laubblätter seidig behaart, glänzend grauweiß, 2- fach fiederteilig, mit geöhrtem Blattgrund
Blattzipfel 5 - 10 mm lang, 1 mm breit, büschelig gehäuft, stumpf

 

 

4       Köpfchen 6 - 8 mm lang


Österreichischer Beifuß
(
Artemisia austriaca Jacq.)


Photo und copyright Pavel Yevseyenkov

VII - IX, Sandtrockenrasen, Strände
                Olenewka, Krim, 2 m ü.M. (Pavel Yevseyenkov 16.09. 2011)

Synonyme:
Absinthium trifidum Schrank; Artemisia alba Habl.; 

English name:
Austrian Wormwood

Verbreitung in Deutschland:
Einzelfunde Osten, Franken, Saarland (durchweg Bestimmung unsicher, Funde beziehen sich möglicherweise weitgehend oder vollständig auf Artemisia repens, fide AMARELL

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: mit Einbürgerungstendenz, Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: unbeständig, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, 
Croatia, Bosnia-Hercegovina, Serbia & Kosovo,
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Romania, Bulgaria, Turkey, Estonia, Lithuania, Moldova, Russia, Ukraine, Crimea, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan, Iran, China

Eingebürgert in:
*Germany, 
*Norway, *Belgium, *Belarus, *Latvia

Hexaploid 2n = 48

Etymologie:
- Artemisia: benannt nach der griechischen Göttin Artemis
- austriaca: aus Österreich

Zuordnung der Funde wegen der problematischen Abgrenzung zu Artemisia repens oft unklar.

 

 

 

Pflanze 20 - 60  cm groß, rispig, oft mit langen Seitenästen
nicht aromatisch riechend


Photo und copyright Pavel Yevseyenkov

Blütenköpfe 6 - 8 mm lang, 3 - 4 mm breit, eiförmig, nickend, mit 10 - 20 Blüten
Hüllblätter abstehend kurzhaarig, Blüten rotgelb, behaart

 

Laubblätter seidig behaart, glänzend grauweiß, 2- fach fiederteilig, mit geöhrtem Blattgrund
Blattzipfel 5 - 10 mm lang, 1 mm breit, büschelig gehäuft