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Chenopodium - Blätter ganzrandig

Alle Blätter rhombisch, nach Fisch riechend (Hände stinken nach Berührung!)
> 1


Photo und copyright Michael Hassler

Obere Blätter linealisch, untere eilanzettlich, +/- geruchlos
> 2

  
Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

1       Blätter graugrün, rhombisch, nach Fisch riechend (Hände stinken nach Berührung!)


Stinkender Gänsefuß
(Chenopodium vulvaria
L.)


Photo und copyright Michael Hassler

VI - IX, Bahnanlagen, Hühnerhöfe, an Mauern (0 - 800 m)
              Wien, Donaustadt, Österreich, 160 m (Stefan Lefnaer 03.07.2017)
              Botanischer Garten Mainz (Michael Hassler 06.09.2015)

Synonyme:
Chenopodium olidum Curt. 

English name:
Stinking Goosefoot

Nom francais:
Chénopode fétide, Chénopode puant

Nome italiano: 
Farinello puzzolente

Verbreitung in Deutschland:
Früher weit verbreitet, aber nur Mitte und Südwesten zerstreut, sonst selten; heute nur noch in N-Thüringen/Sachsen-Anhalt regelmäßig, im Restgebiet fast verschwunden 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 1 (vom Aussterben bedroht), Bayern: 2 (stark gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 2 (stark gefährdet), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 1 (vom Aussterben bedroht), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: 2 (stark gefährdet), Sachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Sachsen-Anhalt: 2 (stark gefährdet), Schleswig-Holstein: 0 (ausgestorben), Thüringen: 2 (stark gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, Baleares, France, Corsica, Sardinia, Sicily, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece, Crete, 
Belgium, England, Bulgaria, former Czechoslovakia, Denmark, Finland, Netherlands, Hungary, Malta, Poland, Romania, Sweden, Baltic States, European Russia, Crimea, Ukraine, Talysh, Turkestan, Afghanistan, Pakistan, Libya, Tunisia, Algeria, Morocco, NC-Sahara, Tibesti, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, Mongolia, Transvaal, Oranje Free State, Natal, Cape, Namibia, Swaziland, Lesotho, Turkey, Cyprus, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Jordania, Lebanon, Oman, Sinai peninsula, Syria, Yemen, Madeira, Canary Isl., 

Eingebürgert in:
*Australia, *Chile, *Argentina, *USA

 

 

Pflanze 15 - 60 cm groß, verzweigt,
niederliegend, 


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Hauptspross auch aufsteigend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blütenstände end- und blattachselständig


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blüten mit 5 Staubblättern und 2 kurzen Narben


Photo und copyright Joachim Rheinheimer

Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar


Photo und copyright Michael Hassler

Früchte braunschwarz, 1 - 1, 5 mm im Durchmesser


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter +/- ganzrandig, klein (1 - 3 cm lang, 1,5 cm breit)


Photo und copyright Michael Hassler

 Blätter rhombisch, graugrün, nach Fisch riechend (Hände stinken nach Berührung!)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter beiderseits bemehlt, mit wenigen oft +/- undeutlichen Seitenadern


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

 

2       Blätter grün, eilanzettlich, +/- geruchlos, mit mehreren deutlichen Seitenadern

Stängel nicht gestreift, bemehlt
Reife Frucht im Perigon sichtbar
> 3


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Stängel gestreift, kahl
Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar
> 4


Photo und copyright Stefan Lefnaer

 

3       Reife Frucht im Perigon sichtbar


Schmalblättriger Gänsefuß
(Chenopodium pratericola
Rydb.)


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

VIII - X, Bahnanlagen, Schutt, Ruderalstellen (0 - 2400 m
                

Synonyme:
Chenopodium
desiccatum A. Nelson
Botrys pratericola (Rydb.) Lunell, Chenopodium desiccatum var. leptophylloides (Murr) Wahl

English name:
Desert Goosefoot, Narrow Leaf Goosefoot

Verbreitung in Deutschland:
Unbeständig eingebürgerter Neophyt

Gefährdung in Deutschland:
Nicht anwendbar

Weltweite Verbreitung:
USA

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, *Switzerland
*France

 

 

 

Pflanze 20 - 80 cm groß
weiß bestäubt, aufrecht, unverzweigt oder verzweigt


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Blüten in end- oder achselständigen Rispen, nicht zur selben Zeit öffnend, 
Hochblätter blattähnlich


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Blüten mit 5 bemehlten, gekielten Perianthblättern, 5 Staubblättern, 2 kurze Griffel


Photo und copyright Minnesota Wildflowers

Reife Frucht im Perigon sichtbar


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Früchte rundlich, schwarz , ca. 1 mm im Durchmesser


Photo und copyright Minnesota Wildflowers

Blätter nicht nach Fisch stinkend, obere Blätter linealisch, spitz, meist ohne Seitenadern,
unterseits +/- dicht bemehlt


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Untere Blätter lanzettlich, untere meist 3-nervig d.h. mit einem Hauptnerv und 2 bogig verlaufenden Seitennerven, 15 - 42 mm lang, 4 - 10 mm breit, an der Basis keilförmig, kurz gestielt (Blattstiel 0,4 - 1 cm lang)


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

Blätter ganzrandig oder mit 2 Seitenlappen


Photo und copyright Peter M. Dziuk - Minnesota Wildflowers

 

 

4      Reife Frucht im Perigon nicht sichtbar

Stängel +/- grün gestreift, Äste waagrecht oder aufrecht abstehend
Blätter nicht rotrandig, einige Blüten gestielt
> 5

Stängel +/- rot gestreift, Äste waagrecht, bogig aufsteigend
Blätter schnell rotrandig werdend, Blüten +/- sitzend
> 6

 

5     Stängel +/- grün gestreift, Äste waagrecht oder aufrecht abstehend, Blätter nicht rotrandig, einige Blüten gestielt


Stielblütiger Gänsefuß
(Chenopodium pedunculare
Bertol.)

VI - IX, Wegränder Ufer, Äcker, Gärten (0 - 1400 m)
              Gundelfingen, Kieswall Fetzerwerk beim Emausheim (03.07.2008)

Synonyme:
Chenopodium album ssp. pedunculare (Bertol.) Arcang.

English name:
Seaport Goosefoot

Verbreitung in Deutschland:
Wahrscheinlich eine Modifkation von Chenopodium album.

Gefährdung in Deutschland:
Bisher nicht berücksichtigt 

Weltweite Verbreitung:
Germany

Kulturversuche im Bonner Botanischen Garten haben gezeigt, dass die Nachfolgegeneration die Merkmale von Chenopodium pedunculare nicht mehr besitzt. Dies bedeutet wohl, dass Chenopodium pedunculare eine Modifikation und damit ein Synonym von Chenopodium album ist. (Mitteilung Rolf Wisskirchen)

 

 

Pflanze 30 - 120 cm groß, aufrecht
Blütenstand +/- locker, rispig, blattachselständig und endständig,
Tragblätter +/- ganzrandig

Blüten mit 5 Perigonblätter, 5 Staubblätter und 2 Narben, Perigon und Blütenstiele stark bemehlt, einige Blüten deutlich gestielt, reife Frucht im Perigon nicht sichtbar

Samenschale glatt, ohne bienenwabenartige Gruben

 

Äste kantig, rillig, oft rot gestreift

Auch die unteren Blätter länglich- lanzettlich, ganzrandig
oder mit 2 Zähnen

 

 

6      Stängel +/- rot gestreift, Äste waagrecht, bogig aufsteigend, Blätter schnell rotrandig werdend, Blüten +/- sitzend

Pflanzen niederliegend bis aufsteigend, 10 - 40 cm hoch
mittlere Blattspreiten bis 2,5 cm lang, rhombisch bis eilanzettlich, +/- spitz
> 7


Photo und copyright Michael Hassler

Pflanzen aufsteigend oder aufrecht, 20 - 150 cm hoch
mittlere Blattspreiten > 3 cm lang, elliptisch, +/- stumpf
> 8

 

7    Pflanzen niederliegend bis aufsteigend, 10 - 40 cm hoch


Kleinblättriger Gänsefuß
(Chenopodium striatiforme
J. Murr)


Photo und copyright Michael Hassler

VIII - X, Bahnanlagen, Sandige Ruderalstellen, Mauern (0 - 1400 m)
                Rheinau, Hafen (Michael Hassler 28.07.2002)

Synonyme:
Chenopodium strictum ssp striatiforme (J. Murr) Uotila, Chenopodium album subsp. microphyllum (Boenn.) Sterner

English name:
Lambsquarter

Nome italiano: 
Farinello striato

Verbreitung in Deutschland:
Sehr selten N-Oberrheinebene bei Frankfurt, Mainfranken, W-Sachsen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Berlin: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Spain, France, Italy, former Yugoslavia, Albania, Greece
Turkey, Caucasus/Transcaucasus, Crimea, Hungary, Romania, Baltic States, Asia, USA, Canada

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany
*Belgium, *Poland, 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß, die unteren Äste dem Boden anliegend, die oberen aufsteigend


Photo und copyright Michael Hassler

Perigon dunkel olivgrün, schwach bemehlt
dicht blasenhaarig


Photo und copyright Michael Hassler

Unterscheidung von Chenopodium album: 
Fruchtstand in der Hand zerreiben, so dass die Nüsse zum Vorschein kommen. Nüsse von Chenopodium album sind fast kugelig und größer (ca. 1,3 mm) als die breit eiförmigen, kleineren (ca. 1 mm) Nüsse von Chenopodium strictum

Obere und mittlere Blätter meist ganzrandig, mittlere Blattspreiten bis 2,5 cm lang, gleichmäßig in die  Spitze verschmälert


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel meist rot gestreift, untere Blätter deltoid bis eilanzettlich, spitz
ganzrandig oder fein gezähnelt


Photo und copyright Michael Hassler

 

 

8     Pflanzen aufsteigend oder aufrecht, 20 - 150 cm hoch


Gestreifter Gänsefuß
(Chenopodium strictum
Roth)


Photo und copyright Stefan Lefnaer

VIII - X, Bahnanlagen, Schutt, Ruderalstellen (0 - 1400 m)
                Bobingen, Wertachbiotop, Bayern (26.08.2009)

Synonyme:
Chenopodium album ssp strictum (Krasan) J. Murr, Chenopodium striatum (Krasan) Murr 

English name:
Lateflowering Goosefoot

Nom francais:
Chénopode dressé

Nome italiano: 
Farinello rigido

Verbreitung in Deutschland:
Stabil eingebürgerter Neophyt
Osten zerstreut, Saar und Rheinland-Pfalz sowie nördliche Oberrheinebene und Mainfranken zerstreut, ziemlich selten im restlichen Gebiet 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: unbeständig, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: unbeständig, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: unbeständig, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France, Italy, Macedonia, Slovenia, Croatia, Montenegro, Greece (N- East), N- Aegean Isl., 
Bulgaria, Turkestan, Afghanistan, India, Pakistan, Czech Republic, Slovakia, Hungary, Russia, Caucasus / Transcaucasus, Siberia, Russian Far East, C-Asia, trop. Africa, China, Turkey, Iran

Eingebürgert in:
*Malta, *Canada, *USA

 

 

Pflanze 20 - 100 cm groß
Untere und mittlere Äste waagrecht abstehend und bogig aufsteigend, Blütenstand schmal pyramidal

Blüten end- und blattachselständig

Perigon dunkel olivgrün, schwach bemehlt
schwach blasenhaarig, reife Frucht im Perigon nicht sichtbar


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Unterscheidung von Chenopodium album: 
Fruchtstand in der Hand zerreiben, so dass die Nüsse zum Vorschein kommen. Nüsse von Chenopodium album sind fast kugelig und größer (ca. 1,3 mm) als die breit eiförmigen, kleineren (ca. 1 mm) Nüsse von Chenopodium strictum


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Obere Blätter ganzrandig, lanzettlich, Adern undeutlich


Photo und copyright Stefan Lefnaer

unterseits +/- bemehlt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Untere Blätter meist ganzrandig, ohne größere Zähne und Lappen, elliptisch, fast parallelrandig, oft rotrandig, zur Spitze kaum verschmälert

Stängel nicht bemehlt, meist rot gestreift