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Gattung:  Silge (Selinum)

Zur Gattung gehören 13 Arten. 
2 der beschriebenen Arten gehörten früher zur Gattung Brenndolde (Cnidium)

Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich
> 1

Blattzipfel der oberen Stängelblätter +/- eiförmig
> 2

 

1     Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich, sitzend


Brenndolden- Silge
(Selinum dubium)

VIII - IX, Feuchte Wiesen, Gebüsche
                 Nördlingen

Gefährdungsgrad in Deutschland: 2: 
Stark gefährdet
Gefährdungsgrad in Bayern: 1
Vom Aussterben bedroht

Andere Namen:
Cnidium dubium
Sumpf- Brenndolde

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß

Dolden 30 - 40- strahlig

Hülle 0 - 8 blättrig, früh abfallend
Stängel kahl, im oberen Teil rillig

Mit zahlreichen Hüllchen

Früchte fast kugelig, mit breiten, 
stumpfen Rippen, 2 mm groß

Blattzipfel der oberen Stängelblätter lineal- lanzettlich, 
1 - 2 mm breit, mit weißem Stachelspitzchen

Blattstiele der unteren Stängelblätter auf ganzer Länge aufgeblasen, oft den Stängel umgebend

Grundblätter 2 - 3 -fach gefiedert
mit schmalen, langen Fiederabschnitten
Fiederabschnitte +/- sitzend

 

 

2       Blattzipfel der oberen Stängelblätter +/- eiförmig

Dolde mit 15 - 20 Strahlen
Blattzipfel lanzettlich mit weißer  Stachelspitze
Reife Frucht 10-flügelig, Stängel scharfkantig gefurcht
> 3

Dolde mit 20 - 40 Strahlen
Blattzipfel abgerundet oder stachelspitzig
Reife Frucht gerippt, Stängel gerillt
> 4

 

 

3     Stängel scharfkantig gefurcht, fast geflügelt


Kümmel- Silge
(Selinum carvifolia)

VII - VIII, Moorwiesen
                   Leipheimer Moos

 

 

Pflanze 30 - 90 cm groß

Dolden 15- 20- strahlig
Hüllblätter meist bald abfallend

Dolden- und Döldchenstrahlen schwach flaumig
Hüllchenblätter zahlreich

Kronblätter weiß bis rosa, Ränder umgerollt

Frucht länglich eiförmig, 10-flügelig

Stängel scharfkantig gefurcht, fast geflügelt

Blätter 2- 3-fach gefiedert

Blattzipfel lanzettlich mit weißer  Stachelspitze

 

 

4     Stängel gerillt


Silaublättrige Silge
(Selinum silaifolium)


Photo und copyright "sophy"  

VIII - IX, Hügel, Wälder
                 Obertheres
                 Botanischer Garten Karlsruhe

Andere Namen:
Cnidium silaifolia
Silaublättrige Brenndolde

Die Art ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts bei Haßfurt (Obertheres) eingebürgert. Sie entstammt offenbar Ansamungen eines ehemaligen Klostergartens und wächst dort zusammen mit Laser trilobum. Sie wurde wahrscheinlich zur Herstellung des Klosterlikörs angebaut. 
Dies ist der einzige Wuchsort in Deutschland. 

Herkunft:
Schweiz, Italien, Griechenland

 

 

Pflanze 60 - 120 cm groß


Photo und copyright Axel Dembinski

Dolden 20 - 40- strahlig, Blüten weiß
Döldchen mit zahlreichen pfriemlichen Hüllchen


Photo und copyright "sophy"  

Hülle 0 - 8 blättrig, früh abfallend
Stängel kahl, im oberen Teil rillig


Photo und copyright "sophy"  

Früchte eiförmig, 4 mm groß


Photo und copyright "sophy"  

Blattstiele der unteren Stängelblätter nur im unteren Teil aufgeblasen


Photo und copyright "sophy"  

Blätter im Umriss dreieckig


Photo und copyright Axel Dembinski

Blattzipfel gestielt, eiförmig, eingeschnitten
abgerundet oder stachelspitzig


Photo und copyright "sophy"