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Veronica Blüten blau - Blüten groß (10 - 15 mm), einzeln in den Achsel von Tragblättern, ohne seitenständige Blütentrauben
Blätter eiförmig, gesägt

Dichte Rasen bildend, Blüten mit heller und dunkler Seite
Kelchblätter leer oder Früchte unentwickelt
Blätter klein, schwach gekerbt
> 1

       

Keine Rasen bildend, Blüten +/- gleichmäßig blau
Kelchblätter mit Früchten
Blätter groß, grob gezähnt
> 2

  

 

1       Blätter klein, schwach gekerbt


Veronica filiformis Sm.
(
Faden- Ehrenpreis)

III - VI, Wiesen, Wege, Parks
              Limbach, Stubenweiher 
              Günzburg, Erdbeersee

Synonyme:
Keine

English name:
Threadstalk Speedwell, Slender Speedwell

Nom francais:
Véronique filiforme

Nome italiano:
Veronica filiforme

Verbreitung in Deutschland:
Mitte, Westen, Süden und Sachsen zerstreut bis mäßig häufig; Nordwesten und Schleswig-Holstein zerstreut; nur Einzelfunde Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: unbeständig, Brandenburg: evtl. zu erwarten [Neophyt], Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*France, 
Transcaucasus, Turkey, Iran, 
*Belgium, *England, *former Czechoslovakia, *Denmark, *Ireland, *Netherlands, *Poland, *Crimea), Sweden, *Russia, Caucasus / *USA, *Canada

Veronica filiformis kann sich selbst nicht befruchten, sondern kann nur durch Pflanzen eines anderen Genotyps befruchtet werden. Deswegen sind  die meisten Populationen durch vegetative Vermehrung entstanden (z.B. durch abgerissene und sich bewurzelnde Stängelstücke). Dies ist auch der Grund, dass es meist nicht zur Bildung von Früchten kommt.



 

Pflanze 5 - 20 cm groß

Stängel kriechend, fadenartig, sich an den Knoten bewurzelnd

Blüten mittelgroß (10 - 14 mm), hellviolett
oft mit heller und dunkler Seite, 

Schlund gelbgrün

4 Kelchblätter

Blütenstiel sehr dünn, 3 - 4 mal länger als das Tragblatt

Selten mit Früchten, Kelchblätter deswegen leer

oder unentwickelt


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Blätter gegenständig, sehr klein,
 frühjahrsgrün d.h. die Blätter sind schon im Sommer nicht mehr vorhanden

Blätter schwach gekerbt

 

 

2       Blätter groß, grob gezähnt

Tragblätter der oberen Blüten linealisch bis elliptisch
> 3

Tragblätter der Blüten eiförmig, gezähnt, blattähnlich
> 6

 

3     Tragblätter der oberen Blüten linealisch bis elliptisch

Endemit in Spanien und Portugal
Blätter bis 60 mm lang, +/- sitzend, unterseits grün
4

Endemit in Albanien und Griechenland
Blätter bis 25 mm lang, 1 - 10 mm lang gestielt, unterseits oft rotviolett
> 5

 

4     Endemit in Spanien und Portugal, Blätter bis 60 mm lang, +/- sitzend, unterseits grün


Veronica ponae Gouan
(Ponas Ehrenpreis)


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

VI - VII, Felsige Hänge, Felsen (800 - 2900 m)
                Botanischer Garten Lautaret, Frankreich
               
Puyvalador, Pyrénées-Orientales, Frankreich (Franck Le Driant 27/07/2012)

Synonyme:
Veronica gouanii Moretti

English name:
Pona's Speedwell

Nom francais:
Véronique de Gouan

Weltweite Verbreitung:
NE-Spain, Andorra, SW-France (Pyrenees)

Es gibt mehrere Botaniker mit dem Namen Pona.

 


 

 

Pflanze 10 - 40 cm hoch,
aufsteigend oder aufrecht


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten in lockeren, bis zu 15 cm langen endständigen Trauben,
selten mit 1 - 2 weiteren achselständigen Blütenständen


Photo und copyright Franck Le Driant

Blüten mittelgroß (ca. 10 mm), blau oder violett,
Griffel 5 - 7 mm lang

Kelch mit Drüsenhaaren und drüsenlosen Haaren, mit 4 +/- ungleichen, stumpfen  Kelchzähnen, obere Tragblätter spatelig oder linealisch, ganzrandig, die unteren meist blattähnlich, eiförmig gezähnt, 

Fruchtstiel 8 - 15 mm, länger als das Tragblatt


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Früchte rundlich, mit ausgeprägter Griffelbucht, mit drüsigen und drüsenlosen Haaren,
Kelchblätter deutlich kürzer als die Blüten


Photo und copyright Jose Quiles Hoyo

Blätter eilanzettlich, 15 - 60 mm lang, 9 - 35 mm breit, scharf gezähnt, 
sitzend oder kurz gestielt

ober- und unterseits schwach mit kurzen Haaren besetzt


Photo und copyright Franck Le Driant

 

 

5     Endemit in Albanien und Griechenland, Blätter bis 25 mm lang, 1 - 10 mm lang gestielt, unterseits oft rotviolett


Veronica glauca Sibth. & Sm.
(Blaugrüner Ehrenpreis)

II - VII, Felsige Hänge, Felder, Phrygana (0 - 2000 m)
              Mt. Parnassos, Sterea Ellas, Griechenland (14.06.2019)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Veronica graeca Sprun. ex Benth.; Veronica peduncularis Bory & Chaub.

English name:
Glaucous Speedwell

Weltweite Verbreitung:
Albania, Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central), Ionian Isl., W- Aegean Isl., Kiklades, Crete

 


 

 

Pflanze 5 - 25 cm groß


Photo und copyright Armin Jagel

Blüten zu 5 - 25 in endständigen Trauben


Photo und copyright Gisela Nikolopoulou

Blüten mittelgroß  (9 - 17 mm), tiefblau mit weißen Schlund


Photo und copyright Gisela Nikolopoulou

Fruchtstiel 5 - 20 mm, 1 - 4 mal so lang wie das Tragblatt

Früchte je nach Unterart ohne oder mit ausgeprägter Griffelbucht


Photo und copyright Gisela Nikolopoulou

Blüten mit 4 lanzettlichen bis elliptischen Kelchblättern, 
die deutlich kürzer als die Blüten sind

Obere Tragblätter spatelig oder linealisch, ganzrandig, die unteren meist blattähnlich, eiförmig gezähnt, Blätter +/- rundlich- dreieckig, 6 - 25 mm im Durchmesser, am Grund gestutzt oder +/- herzförmig, 1 - 10 mm lang gestielt,  tief gezähnt, oberseits grün oder blaugrün, behaart oder kahl, 

Blätter unterseits behaart, oft rotviolett

 

 

6    Tragblätter der Blüten eiförmig, gezähnt, blattähnlich


Veronica persica Poir.
(
Persischer Ehrenpreis)

I - IX, Äcker, Gärten
           Günzburg, Feuerbachstr

Eine der häufigsten Pflanzen in Deutschland. Blüht fast das ganze Jahr!

Synonyme:
Veronica buxbaumii Ten. non F. W. Schmidt 1791, nom. illeg., 
Veronica tournefortii C. C. Gmel. non Vill. 

English name:
Birdeye Speedwell, Common Field Speedwell

Nom francais:
Véronique des jardins

Nome italiano:
Veronica di Persia

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Caucasus / Transcaucasus

Eingebürgert in:
*Austria, *Germany, *Switzerland, 
*Portugal, *Spain, *Baleares, *France, *Corsica, *Italy, *Sardinia, *Sicily, Serbia & Kosovo*, Montenegro*, Macedonia*, Slovenia*, Croatia*, Bosnia & Hercegovina*, *Albania, 
*Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East), *Ionian Isl., *W- Aegean Isl., *N- Aegean Isl., *E- Aegean Isl., *Kiklades, *Crete
*Belgium, *England, *Bulgaria, *former Czechoslovakia, *Denmark, *Finland, *Ireland, *Netherlands, *Hungary, *Iceland, *Malta, *Norway, *Poland, *Romania, *Scandinavia, *Sweden, *Crimea, *European Russia, *European Russia, *European Russia, *Ukraine, *Russian Far East, C-Asia, *Anhui, *Fujian, *Guangxi, *Guizhou, *Hubei, *Hunan, *Jiangsu, *Jiangxi, *Taiwan, *Xinjiang, *Tibet, *Yunnan, *Zhejiang, *Japan, *Western Australia, *Southern Australia, *Queensland, *New South Wales, *Victoria, *Tasmania, *Algeria, *Jamaica, *Panama, *Peru - low Andes, *Peru - middle Andes, *Peru - high Andes, *Peru - coastal, *Transvaal, *Oranje Free State, *Natal, *Cape, *Lesotho, *Lord Howe Isl., *Norfolk Isl., *South Georgia Isl., *Auckland Isl., *trop. Afr., *Ecuador, *Chile, *Juan Fdz. Isl., *Argentina, *Brazil, *Uruguay, *Mauritius, Turkey, Cyprus, E-Aegaean Isl., Egypt, European Turkey, Iran, Iraq, Israel, Lebanon, Syria, Yemen, Afghanistan, Pakistan, Jammu & Kashmir, Pakistani Kashmir, *Azores, *Madeira, *Canary Isl., *Bhutan, *India, *Sri Lanka, *Nepal, *Alaska, *USA, *Canada, *Greenland


 

 

Pflanze 10 - 30 cm groß

Blüten einzeln in den Achseln von blattähnlichen eiförmigen und gesägten Tragblättern

Blüten mittelgroß  (10 - 15 mm)
Blütenfarbe sehr variabel: von fast weiß

bis tiefblau mit weißen Schlund

Fruchtstiel 1 - 2 mal länger als das Tragblatt, 
Griffel meist schief, die Kapselbucht überragend

Reife Früchte: 
Fruchtkapsel dicht kurzhaarig, Griffelausschnitt breit V-förmig, Kelchblätter lanzettlich

Blätter länger als breit, scharf gesägt, Blätter nicht glänzend