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Pinguicula - Blüten 3-farbig (gelb/weiß/hellviolett), Blätter vorne ausgerandet ausgerandet

Der Schlüssel folgt der Publikation "The intricate Pinguicula crystallina/hirtiflora- complex" (2015) von Andreas Fleischmann.
Alle Arten des Pinguicula crystallina-Komplexes (= Pinguicula sect. Cardiophyllum) besitzen wie Pinguicula lustianica Blätter mit leicht ausgerandeter Spitze (Hinweis: Blatt muss ausgebreitet sein!), während alle anderen Pinguicula-Arten zugespitzte bis abgerundete Blätter haben. Ebenfalls wie Pinguicula lusitanica überwintern die Blätter des Komplexes als Rosette, während die anderen europäischen Pinguicula- Arten als Knospe (Hiebernaculum) überwintern.

Verbreitung: Türkei, Zypern
Sporn 4 - 6 mm lang, ca. 1/3 so lang wie die Krone
Kronlappen der Oberlippe deutlich kleiner als die +/- gestutzten Kronlappen der Unterlippe
> 1


Photo und copyright Lena Alexiou

Verbreitung: Italien, Balkan, Griechenland, Türkei
Sporn 7 - 20 mm lang, mehr als 1/2 so lang wie die Krone
Kronlappen der Oberlippe wenig kleiner als die ausgerandeten Kronlappen der Unterlippe
> 2


Photo und copyright Uta Vrasna

 

1        Kronlappen der Oberlippe deutlich kleiner als die Kronlappen der Unterlippe


Pinguicula crystallina Sm.
(Kristall- Fettkraut)


Photo und copyright Lena Alexiou

IV - VIII, Bachufer, Moore, Rieselfluren (800 - 1700 m)
                  Troodos- Mountains, Zypern (Lena Alexiou Juni 2022)

Synonyme:
Keine

English name:
Crystal Butterwort

Weltweite Verbreitung:
Turkey, Cyprus

Etymologie:
- Pinguicula: Verkleinerungsform von pinguis = fett (glänzende Blätter)
- crystallina: kristallartig. Der Beschreiber der Art James Edward Smith wählte den Namen weil "die klaren Tropfen auf seinen Blättern glitzerten wie Diamanten im Sonnenschein"

2n = 28

 

 

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm hoch
Aus einer Blattrosette wachsen 1 - 3 einblütige, blattlose Blütenstände


Photo und copyright Lena Alexiou

Blüten 8 - 15 mm, dreifarbig: Schlund gelbgrün, Kronblattlappen an der Basis weiß, an der Spitze hellviolett, Schlund behaart, mit 3 Haarleisten, 2 Staubblätter


Photo und copyright Lena Alexiou

Oberlippe 2- lappig, Lappen spreizend, viel kürzer und schmaler als die 3 Kronblattlappen der Unterlippe, Kronblattlappen der Unterlippe schwach überlappend, vorne gestutzt oder schwach ausgerandet


Photo und copyright Lena Alexiou

Kronröhre weißlich/grünlich/rötlich, mit dunkleren Adern, kürzer als die Kronzipfel
Sporn 4 - 6 mm lang, zylindrisch, +/- gerade oder gebogen,
ca. 1/3 so lang wie die Krone


Photo und copyright Lena Alexiou

Kelch grün oder rötlich, drüsig, 2- lippig, Kelchoberlippe dreilappig, Kelchunterlippe 2- lappig, Kelchlappen stumpf, Lappen bis zur Hälfte miteinander verwachsen


Photo und copyright Lena Alexiou

Stängel 3 - 6 cm lang, dicht drüsig
Blätter zu 5 - 12 in Rosetten, dem Boden anliegend, 15 - 25 mm lang, 10 - 25 mm breit, breit elliptisch, grüngelb, klebrig- drüsig


Photo und copyright Lena Alexiou

Blätter im Winter vorhanden

 

 

2       Sporn 7 - 20 mm lang, mehr als 1/2 so lang wie die Krone, Kronlappen der Oberlippe wenig kleiner als die Kronlappen der Unterlippe

Verbreitung: Griechenland, Türkei
Kronblattlappen der Unterlippe gestutzt oder schwach ausgerandet
Blätter schmal elliptisch, 40 - 120 mm lang
> 3
Verbreitung: Italien, Balkan, Griechenland
Kronblattlappen der Unterlippe vorne deutlich ausgerandet
Blätter breit elliptisch, 15 - 25 mm lang
> 4


Photo und copyright Lefteris Kipopoulos

 

3       Kronblattlappen der Unterlippe gestutzt oder schwach ausgerandet, Blätter schmal elliptisch 40 - 120 mm lang


Pinguicula megaspilaea Boiss. & Heldr. ex Boiss.
(Megaspileon Fettkraut)


Photo und copyright 

IV - VIII, Feuchte Felsen, Bachufer (800 - 1700 m)
                  

Synonyme:
Pinguicula crystallina ssp. megaspilaea (Boiss. & Heldr. ex Boiss.) Nyman
Pinguicula crystallina var. megaspilaea

English name:
Megaspileon Butterwort

Weltweite Verbreitung:
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas), 
Turkey

Etymologie:
- Pinguicula: Verkleinerungsform von pinguis = fett (glänzende Blätter)
- megaspileaea: Benannt nach dem Kloster Mega Spileo in den Chelmos Mountains, Peloponnes, wo die Pflanze zum ersten Mal gesammelt wurde

2n = 56

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm hoch
Aus einer Blattrosette wachsen 1 - 3 einblütige, blattlose Blütenstände

 

Blüten 16 - 25 mm, dreifarbig: Schlund gelbgrün, Basis der Kronblattlappen weiß, Spitzen der Kronblattlappen hellviolett, Schlund behaart, mit 3 Haarleisten, 2 Staubblätter

 

Oberlippe 2- lappig, Lappen spreizend, etwas kleiner als die 3 Kronblattlappen der Unterlippe, Kronblattlappen der Unterlippe schwach überlappend, vorne gestutzt oder schwach ausgerandet

 

Kronröhre weißlich/grünlich, kürzer als die Kronzipfel
Sporn 6 - 11 mm lang, pfriemlich, +/- gerade oder schwach gebogen

 

Kelch grün, drüsig, 2- lippig, Kelchoberlippe dreilappig, Kelchunterlippe 2- lappig, Kelchlappen stumpf

 

Stängel 6 - 12 cm lang, dicht drüsig
Blätter zu 5 - 12 in Rosetten, dem Boden anliegend, 40 - 120 mm lang, schmal elliptisch, grüngelb, vorne ausgerandet, am Rand +/- nach oben gerollt, klebrig- drüsig

Blätter im Winter vorhanden

 

 

4        Kronblattlappen der Unterlippe vorne deutlich ausgerandet, Blätter breit elliptisch


Pinguicula hirtiflora Ten. 
(Borstenblütiges Fettkraut)


Photo und copyright Uta Vrasna

IV - VIII, Feuchte Felsen, Bachufer (800 - 1700 m)
                  Mt. Oymp, Griechenland (Lefteris Kipopoulos 13.05.2021)
                  Pindos- Gebirge, Griechenland (Uta Vrasna)

Zu den Varietäten

Synonyme:
Pinguicula crystallina ssp. hirtiflora (Ten.) A. Strid (Name bei VPG und World Plants)

English name:
Bristle- flowered Butterwort

Nome italiano: 
Pinguicola con fiori ispidi

Weltweite Verbreitung:
Italy (Ligurien, Kampanien, Kalabrien), Bosnia & Hercegovina, Macedonia, Albania, 
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, N- Central, W- Aegean Isl.), 
Turkey

Etymologie:
- Pinguicula: Verkleinerungsform von pinguis = fett (glänzende Blätter)
- hirtiflora: borstenblütig

 

 

 

 

 

Pflanze 5 - 20 cm hoch
Aus einer Blattrosette wachsen 1 - 3 einblütige, blattlose Blütenstände


Photo und copyright Lefteris Kipopoulos

Blüten 16 - 25 mm, dreifarbig: Schlund gelbgrün, Basis der Kronblattlappen weiß, Spitzen der Kronblattlappen hellviolett, Schlund behaart, mit 3 Haarleisten, 2 Staubblätter


Photo und copyright Uta Vrasna

Oberlippe 2- lappig, Lappen spreizend, etwas kleiner als die 3 Kronblattlappen der Unterlippe, Kronblattlappen der Unterlippe schwach überlappend, vorne ausgerandet


Photo und copyright Uta Vrasna

Kronröhre weißlich/grünlich, kürzer als die Kronzipfel
Sporn 7 - 20 mm lang, pfriemlich, +/- gerade oder schwach gebogen


Photo und copyright Lefteris Kipopoulos

Kelch grün, drüsig, 2- lippig, Kelchoberlippe dreilappig, Kelchunterlippe 2- lappig, Kelchlappen stumpf, Ober- und Uterlippe fast bis zur Hälfte miteinander verwachsen


Photo und copyright Lefteris Kipopoulos

Stängel 6 - 12 cm lang, dicht drüsig
Blätter zu 5 - 12 in Rosetten, dem Boden anliegend, 15 - 25 mm lang, breit elliptisch, grüngelb, am Rand +/- nach oben gerollt, klebrig- drüsig


Photo und copyright Lefteris Kipopoulos

Blätter im Winter vorhanden