Home Nach oben Artenverzeichnis Familien Bestimmung Exkursionen Hilfe

Sisymbrium - Blüten gelb, Kronblätter länger als die Kelchblätter,
Blätter fiederteilig, junge Schoten die Blüten nicht überragend, reife Schoten abstehend, 2 - 5 cm lang

Untere Blätter rosettig, schrotsägeförmig, Endlappen wenig größer als die seitlichen
> 1

Untere Blätter mit großem Endlappen und wenigen, kleinen Blattfiedern
> 2


Photo und copyright Michael Hassler

 

1        Untere Blätter schrotsägeförmig, Endlappen wenig größer als die seitlichen


Sisymbrium austriacum Jacq.
(Österreichische Rauke)

V - VI,  Felsen, steinige Hänge (300 - 2700 m)
              Col du Galibier, Gipfel, Frankreich, 2630 m ü.M. (16.08.2014)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Erysimum pyrenaicum (L.) Vill.

English name:
Jeweled Rocket

Nom francais:
Sisymbre d'Autriche

Nome italiano: 
Erba cornacchia austriaca

Verbreitung in Deutschland:
Sehr zerstreut Schwäbische Alb; sehr lokal und selten Donau bei Kelheim, Mainfranken; fast verschwunden N-Thüringen/S-Sachsen-Anhalt; Einzelfunde Rheinland-Pfalz, S-Kölner Bucht, N-Mecklenburg-Vorpommern 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), Bayern: 2 (stark gefährdet), Berlin: unbeständig, Niedersachsen: 4 (potentiell gefährdet), Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 4 (potentiell gefährdet), Thüringen: 1 (vom Aussterben bedroht) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
France (widespread), 
Italy (Aosta, Piemont, Ligurien, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Abruzzen), Croatia, 
Czech Republic, Slovakia

Eingebürgert in:
*England, *Netherlands, *Norway, *Sweden, 
*Hungary, *Russia, *Chile, *Argentina, *USA

Etymologie:
- Sisymbrium: In der Antike bezeichnete der Name verschiedene aromatische Kräuter, die der Göttin Venus heilig waren
- austriacum: aus Österreich

 

 

             

 

Pflanze 20 - 60 cm groß

Blütenstand verzweigt, mit mehreren Teilblütenständen,
Teilblütenstände zunächst dicht, später locker und verlängert


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Benoit Bock

Blüten mit 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter gelb, 4 - 7 mm lang, Kelchblätter 3 - 4 mm lang, grünlich

Schoten dicht zusammenstehend, die jungen Blüten meist nicht überragend

Schoten 15 - 50 mm lang, 1 - 1,7 mm breit, Griffel 1 mm
waagrecht oder schief aufwärts abstehend, +/- verdreht

Stängel je nach Unterart kahl oder behaart
obere Stängelblätter ganzrandig, gezähnt oder fiederteilig


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Mittlere Stängelblätter meist leierförmig oder fiederteilig

Untere Blätter rosettig, gefiedert oder fiederteilig

 Rosettenblätter mit 3 - 8 Fiederabschnitten jederseits,
Endlappen wenig größer als die seitlichen

Rosettenblätter kahl oder am Rand behaart

 

 

2      Untere Blätter mit großem Endlappen und wenigen, kleinen Blattfiedern

Endemit in Spanien
Samen 0,7 - 1 mm lang, Kronblätter 4 mm lang
Untere Blätter rosettig, mit schmalem Endlappen
> 3


Photo und copyright Francisco Javier Carela Quilez

Eingebürgert in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, kein Vorkommen in Spanien
Samen 0,7 - 1 mm lang, Kronblätter 4 mm lang
Untere Blätter nicht in Rosetten, mit ovalem Endlappen
> 4

 

3        Untere Blätter rosettig, mit schmalem Endlappen


Sisymbrium assoanum Loscos & Pardo
(Assos Rauke)


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

IV - VII,  Ruderalstellen, Äcker (200 - 950 m)
                 
Penalba, Huesca, ca. 200 m ü.M. (Francisco Javier Carela Quilez 01.05.2024)

Synonyme:

English name:
Asso's Rocket

Weltweite Verbreitung:
Spain (Granada, Albacete, Huesca, Madrid, Segovia, Teruel, Toledo, Saragossa)

Etymologie:
- Sisymbrium: In der Antike bezeichnete der Name verschiedene aromatische Kräuter, die der Göttin Venus heilig waren
- assoanum: benannt nach Ignacio Jordán de Asso y del Río (1742–1814), Pionier in der Erforschung der Flora und Fauna in der Region Aragonien

 

             

 

Pflanze 35 - 100 cm groß


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blütenstand verzweigt, mit mehreren Teilblütenständen, 
Teilblütenstände anfangs dicht später locker und verlängert


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Junge Schoten die Blüten meist nicht überragend
Blütenstiele/Fruchtstiele 5 - 10 mm lang


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter gelb, 4 mm lang, Kelchblätter 2,5 mm lang, kahl


Photo und copyright
Francisco Javier Carela Quilez

Schoten 30 - 40 mm lang, 1 mm breit, aufrecht abstehend, kahl


Photo und copyright Francisco Javier Carela Quilez

 Schoten mit 50 - 60 Samen
Samen eiförmig, 1 mm lang, schwach zusammengedrückt


Photo und copyright Jesús Vílchez

Stängel kahl, blaugrün
obere Stängelblätter ganzrandig, linealisch, mittlere Stängelblätter spießförmig oder fiederteilig mit großem spitzen Endlappen


Photo und copyright Julián Fuentes Carretero

Untere Blätter rosettig, unregelmäßig fiederteilig, mit schmalem Endlappen


Photo und copyright Francisco Javier Carela Quilez

 

 

4       Untere Blätter nicht in Rosetten, mit ovalem Endlappen


Sisymbrium volgense M.Bieb. ex E.Fourn.
(Wolga- Rauke)


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

V - VI,  Ruderalstellen (Hafengelände, Straßenränder)
              Mannheim, Friesenheimer Insel, (Michael Hassler 03.07.2011)
              Wien, Stammersdorf (Alexander Mrkvicka 14.05.2002)
              Öskemen, Kasachstan, ca. 280 m ü.M. (Tamara Rib 09.06.2017)

Synonyme: 
Crucifera wolgensis F. H. L. Krause; Hesperis wolgense Kuntze; 

English name:
Russian Rocket, Russian Mustard

Nom francais:
Sisymbre de la Volga

Nome italiano: 
Senape russa

Verbreitung in Deutschland:
Stellenweise eingebürgerter Neophyt 
Zerstreut Berlin, selten Osten, Nordrhein-Westfalen; Einzelfunde nördliche Oberrheinebene 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: unbeständig, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: unbeständig, Mecklenburg-Vorpommern: unbeständig, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: unbeständig, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Russia, Kazakhstan

Eingebürgert in:
*Germany, *Austria, 
*France, *Italia (Lombardia)
*England, *Belgium, *Netherlands, *Denmark, *Norway, *Sweden, *Finland, 
*Baltic States, *Ukraine

2n = 14

Etymologie:
- Sisymbrium: In der Antike bezeichnete der Name verschiedene aromatische Kräuter, die der Göttin Venus heilig waren
- volgense: benannt nach dem Fluss Wolga in Russland

 

 

             

 

Pflanze 30 - 80 cm groß
mit Rhizom


Photo und copyright Tamara Rib

Blütentraube verzweigt, mit mehreren reichblütigen Teilblütenständen,
Blüten- und Fruchtstiele 5 - 8 mm lang, ohne Tragblätter


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter 1 Griffel
Kronblätter gelb, 7- 10 mm lang, Kelchblätter 4 - 5 mm lang


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Schoten 25 - 50 mm lang, 1 mm breit, aufrecht abstehend, mit ca. 20 Samen pro Fruchtfach
Samen 1 - 1,5 mm lang


Photo und copyright Tamara Rib

Schnabel der Schoten 1 - 1,5 mm lang


Photo und copyright Michael Hassler

Stängel im oberen Teil +/- kahl,  
Obere Stängelblätter lanzettlich, +/- ganzrandig


Photo und copyright Tamara Rib

Stängel im basalen Teil kahl oder flaumig behaart
Mittlere Stängelblätter spießförmig oder fiederteilig, mit großem Endlappen


Photo und copyright Michael Hassler

Untere Blätter nicht in Rosetten, 
mit ovalem Endlappen und wenigen kleinen Seitenlappen


Photo und copyright Tamara Rib