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Cardamine - Blüten weiß, violett oder rosa, Kronblätter groß, Staubbeutel gelb, Fruchtknoten kahl
Blätter gefiedert, Fiederblättchen
der unteren Stängelblätter linealisch oder schmal eiförmig

Blüten weiß
Schoten 0,5 - 1 mm breit
Haare auf der Rhachis der Rosettenblätter angedrückt
> 1


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten meist hellviolett
Schoten 1 - 2 mm breit
Haare auf der Rhachis der Rosettenblätter abstehend
> 2

 

1       Blüten weiß, Schoten 0,5 - 1 mm breit


 Cardamine matthioli
Moretti
(Matthiolis Schaumkraut)


Photo und copyright 
Norbert Sauberer

IV - VI,  Feuchte Wiesen, Moore, Auwälder (0 - 1200 m)
                Drösing, Niederösterreich, ca. 160 m ü.M. (Norbert Sauberer 27.04.2024)
                Purkersdorf, Weideriese, Niederösterreich (Alexander Mrkvicka 30.04.2002)

Synonyme:
Cardamine pratensis subsp. matthioli (Moretti) Nyman (Name in der Flora Europaea)

English name:
Matthioli's Bitter-Cress

Nom francais:
Cardamine de Matthioli

Nome italiano: 
Billeri di Matthioli

Weltweite Verbreitung:
Austria, Switzerland,
Italy (Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Emilia Romagna)
Slovenia, Serbia & Kosovo,  Montenegro, Albania, 
Czech Republic, Slovakia,  Hungary, Romania, Bulgaria

Etymologie:
- Cardamine: griechischer Pflanzenname, abgeleitet von griech. kardamon = Kresse
- Schaumkraut: Pflanze oft mit kleinen Schaumnester, die von den Larven der Schaumzikade als Schutzhülle abgesondert werden
- matthioli: benannt nach Pietro Andrea Matthioli (1501–1577), italienischer Arzt und Botaniker

 

 

 

 

Pflanze 20 - 50 cm groß
von der Basis reich verzweigt, Blütenstand anfangs kopfig

 
Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter weiß, 6 - 9 mm lang, Kelchblätter 2 - 3 mm lang, Staubblätter gelb


Photo und copyright Alexander Mrkvicka

Fruchtstand locker, Fruchtstiele aufrecht abstehend, 6  - 18 mm lang, kahl
Schoten 18 - 30 mm lang, 0, 5 - 1 mm breit, kahl, Griffel kurz


Photo und copyright Norbert Sauberer

Stängel kahl, mit 6 - 12 Blättern,
untere Stängelblätter gefiedert, mit 6 - 14 Paar Fiederblättchen, seitliche Fiederblättchen linealisch oder lanzettlich, unterstes Fiederpaar etwas rückwärts gerichtet


Photo und copyright Norbert Sauberer

Stängelblätter stumpf grün, mit rauer Oberfläche, ohne Öhrchen


Photo und copyright Norbert Sauberer

Grundblätter rosettig, angedrückt behaart, gefiedert, mit 3 - 6 Fiederpaaren
seitliche Fiederblättchen elliptisch, Endblättchen rundlich- nierenförmig, größer als die Seitenblättchen, Grundblätter zur Blütezeit oft schon hinfällig

 

 

 

2       Blüten meist hellviolett, Schoten 1 - 2 mm breit

Fiederchen der unteren Stängelblätter sitzend
Endfieder der Grundblätter größer als die Seitenblättchen
> 3

Fiederchen der unteren Stängelblätter gestielt, leicht abfallend
Endfieder der Grundblätter nur wenig größer als die Seitenblättchen
> 4

 

3        Fiederchen der unteren Stängelblätter sitzend


 Cardamine pratensis
L.
(Wiesen- Schaumkraut)

IV - VI,  Quellfluren, Wiesen, Moore (0 - 1800 m)
                Günzburg, Garten Feuerbachstr., ca. 450 m ü.M. (17.04.2011)

Zu den Unterarten

Synonyme:
Cardamine nemorosa Lej.
incl. Cardamine udicola Jord., Cardamine pratensis ssp. picra De Langhe & d'Hose

English name:
Meadow Bitter-Cress, Cuckooflower, Lady's Smock

Nom francais:
Cardamine des prés

Nome italiano: 
Billeri dei prati

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: V (Vorwarnliste), Brandenburg: V (Vorwarnliste), Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: 3 (gefährdet), Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal (Beira Litoral, Douro Litoral, Estremadura, Minho), Spain (widespread), 
France (widespread), Corsica, 
Italy (Aosta, Piemont, Lombardei, Südtirol, Trentino, Venetien, Friaul, Ligurien, Emilia Romagna), 
Slovenia
, Croatia, Bosnia & Hercegovina
, Albania,  
Azores, England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, Finland,
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Baltic States, Russia, Ukraine, Turkey, 
China, Tibet, Kazakstan, Korea, Mongolia, 
Canada, USA

Etymologie:
- Cardamine: griechischer Pflanzenname, abgeleitet von griech. kardamon = Kresse
- Schaumkraut: Pflanze oft mit kleinen Schaumnester, die von den Larven der Schaumzikade als Schutzhülle abgesondert werden
- pratensis: Wiesen

Gefüllte Form:

 

 

 

Pflanze bis 60 cm groß

Blütenstand anfangs kopfig, später traubig und verlängert, mit 5 - 40 Blüten

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter weiß oder blassrosa, 8 - 15 mm lang, Staubblätter gelb

Blüten 5 - 20 mm lang gestielt,, Kelchblätter grün, 3 - 5 mm lang

Fruchtknoten kahl


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Schoten flach, 25 - 40 mm lang, 2 mm breit, kahl, Griffel 1mm lang


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Stängel kahl, 
Stängelblätter gefiedert, mit 2 - 8 Paar Fiederblättchen

Blätter gestielt, 
Fiederblättchen der Stängelblätter +/- linealisch bis schmal eiförmig, sitzend

Blättchen nicht abfallend, ganzrandig

Grundblätter rosettig, gefiedert, mit 1 - 8 Fiederpaaren


Photo und copyright Stefan Lefnaer

Endfieder der Grundblätter rundlich, meist größer als die Seitenblättchen
Fiederblättchen +/- sitzend

Stängel hohl

 

 

4      Fiederchen der unteren Stängelblätter gestielt, leicht abfallend


 Cardamine dentata
Schult
(Sumpf- Schaumkraut)

IV - VI,  Röhrichte, Moore, Ufer
                Benningen, Benninger Ried, ca. 600 m ü.M. (19.08.2009)

Synonyme:
Gezähntes Schaumkraut
Cardamine pratensis ssp dentata (Schult.) Čelak (Name bei World Plants),
Cardamine paludosa Knaf

English name:
Toothed Bitter-Cress

Nom francais:
Cardamine dentée

Verbreitung in Deutschland:
Nordrhein-Westfalen und N-Sachsen mäßig häufig; Franken sehr zerstreut; Norden selten (fehlt Schleswig-Holstein); Eifel und Bodensee selten 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: D (Datenlage unzureichend), Bayern: nicht gefährdet, Berlin: 2 (stark gefährdet), Brandenburg: 3 (gefährdet), Hamburg: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Sachsen: V (Vorwarnliste), Sachsen-Anhalt: 3 (gefährdet), Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
France (widespread),  
Slovenia
,
Croatia,
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Russia

Etymologie:
- Cardamine: griechischer Pflanzenname, abgeleitet von griech. kardamon = Kresse
- Schaumkraut: Pflanze oft mit kleinen Schaumnester, die von den Larven der Schaumzikade als Schutzhülle abgesondert werden
- dentata: gezähnt

 

 

 

Pflanze bis 20 - 50 cm groß
im oder am Wasser stehend

Blüten zwittrig, 4 Kronblätter, 4 Kelchblätter, 6 Staubblätter, 1 Griffel
Kronblätter 12 - 19 mm lang, weiß oder hellrosa, Staubblätter gelb2 - 2, 7 mm lang

Schoten 25 - 40 mm lang, flach

 

Fiederchen der oberen Stängelblätter linealisch

Fiederchen der unteren Stängelblätter 
gestielt,  ganzrandig oder unregelmäßig gesägt bis gebuchtet

Grundblätter rosettig, Blättchen 5 - 12- paarig
Endfieder nur wenig größer, als die Seitenblättchen