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Gattung: Tanne (Abies)

Nadeln beiderseits mit Spaltöffungsbändern,
daher beiderseits bläulich
> 1

Nadeln oberseits grün,
Spaltöffnungsbänder nur unterseits
> 4

 

 

1      Nadeln beiderseits mit Spaltöffungsbändern

Nadeln 2,5 - 3,5 cm lang, dicht stehend
> 2

Nadeln 4 - 8 cm lang, locker stehend
> 3

 

2       Nadeln 2,5 - 3,5 cm lang


Edle Tanne 
(Abies procera)

V- VI, Park- und Gartenbaum
            häufig gepflanzt
            Günzburg, Birket
            Botanischer Garten Ulm

Fruchtreife: IX

Herkunft:
Nordamerika

Die Wildform erreicht die größte Wuchshöhe unter den Tannen ( ca. 80 m!) 

In Deutschland wird fast ausschließlich die blaue Sorte 'Glauca' (= Blautanne, Silbertanne) gepflanzt

 

 

 

20 - 50 m hoher Baum
im Gipfel sterben häufig die Leittriebe ab, so dass der Stamm im oberen Teil oft kahl wirkt

Knospen etwas harzig, untere Schuppen sichtbar

Männliche Blütenstände violett bis rot

Weibliche Blütenstände und Zapfen nur im oberen Bereich von älteren Bäumen

Zapfen 10 bis 25 cm, Deckschuppen weit vorragend
zerfällt auf dem Baum


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln blaugrün, sehr dicht stehend
die Zweigoberseite verdeckend

Nadeln liegen im ersten Viertel dem Zweig an und krümmen sich dann sichelförmig auf

Nadeln auf beiden Seiten mit Spaltöffnungsbändern, 2,5 - 3,5 cm lang

           
Oberseite                            Unterseite
Photo und copyright Markus Welz

Rinde silbergrau bis stumpf rötlich, bricht in rechteckige Platten auf

 

 

 

3      Nadeln 4 - 8 cm lang


Colorado- Tanne 
(Abies concolor)

V, Park- und Gartenbaum
     Burgau, beim Kaminkehrerhaus
     Wohlhüter Gartenland
     Günzburg, Friedhofsviertel

Fruchtreife: VIII - IX

Herkunft:
Nordamerika

Häufig als Weihnachtsbaum verkauft

Wird bis zu 350 Jahre alt

 

 

 

20 - 50 m hoher Baum
mit schlank kegelförmiger Krone

Männliche Blütenstände auffällig, zylindrisch, 3-4 cm lang, rot


Photo und copyright Markus Welz

Knospen stark harzig, Schuppen kaum sichtbar

Zapfen gehäuft an der Baumspitze, 8-14 cm lang, erst blaugrün, später trüb-violett, bleiben am Baum und fallen nicht herunter


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln beiderseits stumpf-graugrün bis graublau, dick, lederartig weich

Nadeln , sichelförmig aufwärts gebogen, schwach zugespitzt oder gerundet, 4 - 8 cm lang

auf beiden Seiten mit Spaltöffnungsbändern

Nadeln mit Mittelstreifen, Spaltöffnungen punktförmig, Nadelober- und unterseite gleich

Rinde junger Bäume mit auffälligen Harzblasen

Rinde hellgrau, grau, rötlichbraun

 

 

4      Nadeln oberseits grün, Spaltöffnungsbänder nur unterseits

Zweige mit Längsfurchen
> 5

Zweige ohne Längsfurchen
> 6

 

5      Zweige mit Längsfurchen


Nikko- Tanne 
(Abies homolepis)

IV - V, Park- und Gartenbaum
             Botanischer Garten Ulm
             häufig gepflanzt
             

Fruchtreife: X - XI

Herkunft:
Japan

 

 

 

30 - 40 m hoher Baum

Knospen harzig, ei- kegelförmig

Männliche Blütenstände grünlich bis gelb


Photo und copyright Markus Welz

Triebe hellgelblich-braun, kahl, tief gefurcht

Zapfen aufrecht wachsend, 7 - 12 cm lang, sichtbare  unreife Zapfen auffällig violett , faßförmig, 
reife Zapfen braun bis schwarz


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln sehr dicht stehend, auf der Zweigoberseite nach vorne stehend, dadurch eine v- förmige Furche bildend


Photo und copyright Markus Welz

Nadeln 1 - 3 cm lang, vorne stumpf oder eingekerbt, oberseits grün

unterseits mit 2 weißen Bänden

Rinde grau, schuppig

 

 

6     Zweige ohne Längsfurchen

Nadeln 1 - 2 cm lang, Nadeln rund um den Trieb stehend
> 7

Nadeln länger als 2 cm und/oder Nadeln gescheitelt
> 8

                                                              

7        Nadeln 1 - 2 cm lang, vorne oft eingekerbt


Korea- Tanne 
(Abies koreana)

V, Park- und Gartenbaum
     häufig gepflanzt
     Burgau, Garten Sabine
     Botanischer Garten Ulm

Fruchtreife: X - XI

Herkunft:
Korea

 

 

 

10 - 15 m hoher Baum
Zweige zeigen nach oben

Junge Triebe anfangs behaart

Triebe später verkahlend

Männliche Blütenstände blassrot

Knospen stark harzig, Schuppen kaum sichtbar

Zapfen aufrecht wachsend, 4 - 7 cm lang, sichtbare  unreife Zapfen auffällig violett oder rötlich-braun, faßförmig, meist nach der Spitze hin etwas verbreitert


Photo und copyright Markus Welz

Reife Zapfen braun bis schwarz. Auch schon bei Jungbäumen sind reichlich Zapfen vorhanden

Zapfen zerfallen auf dem Baum, so dass nur die Spindeln übrig bleibt

Nadeln fast rings um den Trieb gestellt
vorne oft eingekerbt

Nadeln kurz ( 1,5 - 2 cm), oberseits grün

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden
vorne abgerundet oder eingekerbt

Junge Nadeln vorne zugespitzt

Unterer Teil der Nadeln gelb

Rinde tiefrissig, hellgrau bis rotbraun, 
mit deutlich sichtbaren erhabenen Punkten gesprenkelt (= Rindenporen, Lentizellen),

 

 

 

8      Nadeln 1,2 - 6  cm lang, nicht eingekerbt

Nadeln 3,5 - 6 cm lang, Knospen harzig
> 9

Nadeln 2 - 4,5 cm lang, Knospen harzfrei
> 10

 

9     Nadeln 3,5 - 6 cm lang, Knospen harzig


Küsten- Tanne 
(Abies grandis)

V, Park- und Gartenbaum, seltener auch Forstbaum
     häufig gepflanzt
     Botanischer Garten Ulm

Fruchtreife: IX - X

Herkunft:
Kalifornien

 

 

30 - 50 m hoher Baum;
mit schlank kegelförmiger Krone

Triebe olivgrün, später rötlich
kahl oder fein behaart

Knospen harzig, Schuppen kaum sichtbar

Zapfen aufrecht wachsend, 6 - 12 cm lang,
jung grünlich- braun, reif braun
Deckschuppen verborgen, sehr klein

 

Nadeln streng waagrecht gescheitelt

Nadeln , oberseits frischgrün, gefurcht
an der Ansatzstelle zum Zweig gedreht

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden, spitz oder stumpf, nicht stechend, 3,5 - 6 cm lang

 

 

10     Nadeln 2,5 - 4,5 cm lang, Knospen harzlos

Nadeln hellgrün, oberseits in alle Richtung abstehend
> 11

 Nadeln dunkelgrün, oberseits deutlich gescheitelt
 > 12

 

11      Junge Zweige kahl, Nadeln stehen rund um den Trieb


Nordmann- Tanne 
(Abies nordmanniana)

V, Park- und Gartenbaum, seltener auch Forstbaum
     häufig gepflanzt
     Gundelfingen, Wohlhüter Gartenland
     Botanischer Garten Ulm

Fruchtreife: IX - X

Herkunft:
Kaukasus

Wichtigster Weihnachtsbaum in Deutschland, weswegen die Bäume in großen Plantagen angebaut werden

Kann bis 500 Jahre alt werden

 

 

50 - 60 m hoher Baum
auch im Alter noch bis zum Boden beastet

Nadeln hellgrün, 
oberseits in alle Richtungen abstehend

Nadeln unterseits meist gescheitelt

Junge Triebe olivgrün bis graubraun, +/- kahl

Knospen fast harzlos, Schuppen gut sichtbar

Männliche Blütenzapfen 2 - 3 cm lang, auf der Unterseite vorjähriger Triebe

 

Weibliche Zapfen 3 - 5 cm lang, auf der Oberseite von kräftigen vorjährigen Trieben

 

Zapfen reifen im Herbst des Blütejahres, aufrecht wachsend, 10 - 16 cm lang, jung grünlich, reif braun, Deckschuppen hervorragend, mit zurückgebogenem, grannenartigen Fortsatz

Zapfen auf dem Baum zerfallend, so dass eine Zapfenspindel übrig bleibt, die noch mehrere Jahre am Baum bleiben kann

 

Nadeln 2 - 4,5 cm lang, oberseits grün, unterseits mit 2 weißen Bänden, spitz oder stumpf, nicht stechend

      
Oberseite                             Unterseite

Rinde schwarzgrau

 

 

12      Junge Zweige behaart, Nadeln kamm- oder v-förmig gescheitelt


Weiß- Tanne 
(Abies alba)

V- VI, Forstbaum, Mischwälder
            Maria Vesperbild
            Günzburg, Birketwäldchen
            NSG Kapf

Gefährdungsgrad in Bayern und in Deutschland: 3
Gefährdet

Andere Namen:
Silber- Tanne
Edel- Tanne

Wird bis 600 Jahre alt

 

30 - 60 m hoher Baum
auch im Alter noch bis zum Boden beastet

Triebe hellgrau, mit kurzen braunen Haaren

Knospen fast harzlos, Schuppen gut sichtbar

Männliche Blütenzapfen 2 - 3 cm lang, auf der Unterseite vorjähriger Triebe

 

Weibliche Zapfen 3 - 5 cm lang, auf der Oberseite von kräftigen vorjährigen Trieben

Zapfen reifen im Herbst des Blütejahres, aufrecht wachsend, 10 - 16 cm lang, jung grünlich, reif braun, Deckschuppen hervorragend, mit zurückgebogenem, grannenartigen Fortsatz

Zapfen auf dem Baum zerfallend, so dass eine Zapfenspindel übrig bleibt, die noch mehrere Jahre am Baum bleiben kann

Nadeln dunkelgrün, oberseits deutlich gescheitelt

Nadeln 1,2 - 3 cm lang

Nadeln unterseits mit 2 weißen Bänden, 
abgerundet, oft eingekerbt, nicht stechend

Rinde grau oder rötlich