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Eichen - Blätter sommergrün, stumpf gelappt, Fruchtbecher ohne lang ausgezogenen Schuppen

Junge Äste, Blätter und Blütenknospen flaumig behaart
> 1

Junge Äste, Blätter und Blütenknospen +/- kahl
> 2

 

1      Junge Äste, Blätter und Blütenknospen flaumig behaart


Flaum- Eiche
(Quercus pubescens
Willd.)

IV - V, Wälder (0 - 1200 m)
             Vogtsburg, NSG Ebnet, Kaiserstuhl, ca. 280 m ü.M. (26.05.2012)
             Garda, La Rocca, Italien, 270 m ü.M. (15.08.2014 fruchtend)

Synonyme:
Quercus humilis P. Mill. (Name in der Flora Iberica)
Quercus lanuginosa (Lam.) Thuill.

English name:
White Oak

Nom francais:
Chêne pubescent

Nome italiano:
Quercia pubescente, Roverella

Verbreitung in Deutschland:
Selten Thüringer Trockengebiete, Trauf der Schwäbischen Alb, südliche Oberrheinebene und Hochrhein, Kaiserstuhl 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3 (gefährdet), 
Baden-Württemberg: V (Vorwarnliste), 
Thüringen: 3 (gefährdet) 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland,
Spain, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Bosnia&Hercegovina, Montenegro, Serbia&Kosovo, Macedonia, Albania,
Greece (Peloponnes, Sterea Ellas, S- Pindos, N- Pindos, E- Central, N- Central, N- East, Ionian Isl., W- Aegean Isl., N- Aegean Isl., E- Aegean Isl., Kiklades, Crete)
Belgium, Czech Republic, Slovakia,  Hungary, Poland, Romania,
Bulgaria, Ukraine, Crimea, Turkey

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- pubescens: behaart

Bildet häufig Hybride mit anderen Eichenarten z.B. 

- Quercus pubescens x Quercus faginea  (= Quercus pubescens ssp. subpyrenaica (Villar) Govaerts 1998 syn. Quercus subpyrenaica Villar 1938 syn. Quercus humilis subsp subpyrenaica (Villar) Rivas Mart. & al. 1991

- Quercus pubescens x Quercus robur  (= Quercus x bedaei Borbas)

- Quercus pubescens x Quercus petrae (= Quercus x calvescens Vuk.)

 

 

 

 

Baum, bis 20 m hoch oder strauchförmig

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen


Photo und copyright Michael Hassler

Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten in den Achseln der Blätter oder an den Triebenden.

Früchte sitzend oder kurz gestielt


Photo und copyright Andrea Moro

Reife Eichel 1/3 -1/2 vom Fruchtbecher (Cupula) umschlossen


Photo und copyright Andrea Moro

Fruchtschuppen eilanzettlich, vorne spitz, angedrückt, behaart

Blattknospen eiförmig, mit flaumig behaarten Schuppen

Blätter 4 - 12 cm lang, gestielt, oft unregelmäßig gelappt, mit 3 - 7 Paar stumpfen Blattlappen
Blattadern meist nicht parallel

Blätter oberseits in der Jugend behaart, später verkahlend

Blattunterseite und Blattstiel dicht mit mit Sternhaaren besetzt, junge Triebe flaumig behaart

Borke im Alter tief rissig

Herbstlaub gelb


Photo und copyright "sophy"  

 

 

2       Junge Äste, Blätter und Blütenknospen nicht flaumig behaart

Blätter kurz gestielt, meist mit Öhrchen
Früchte lang gestielt
> 3


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter lang gestielt, Blattgrund keilförmig
Früchte +/- sitzend
> 4


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 

3      Blätter kurz gestielt, mit Öhrchen 


Stiel- Eiche
(Quercus robur
L.)

IV - V, Wälder, Parks (0 - 800 m)
             Günzburg, Auwald, ca. 450 m ü.M. (01.05.2014, blühend)

Synonyme:
Quercus pedunculata Ehrh.

English name:
English Oak

Nom francais:
Chêne pédonculé

Nome italiano:
Quercia comune, Farnia

Verbreitung in Deutschland:
Flächendeckend verbreitet und meist häufig 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Portugal, Spain, 
France, Corsica, Italy, Sardinia, Sicily, Malta, 
Slovenia, Croatia, Macedonia, Montenegro, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo,
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Finland, Sweden, 
Czech Republic, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Crimea, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, Iran

Eingebürgert in:
*China, *Java, *Natal, *Pakistan, *Jammu & Kashmir, 
*Australia, 
*USA, *Canada

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- robur: Kernholz der Eiche (abgeleitet von indogermanisch reudh = rot, da das Kernholz rötlich ist)

Die Stieleiche ist vor allem im Tiefland und in Auwäldern verbreitet. Eicheln bildet die Pflanze erst, wenn sie ca. 60 Jahre alt ist. In Deutschland kommt nur die Unterart Quercus robur ssp robur vor. Im Mittelmeerraum 3 Unterarten: www.mittelmeerflora.de

Quercus robur und Quercus petrae kommen oft im gleichen Lebensraum vor und bilden fertile Hybride (= Quercus x rosaceae Brechst.) mit intermediären Merkmalen. Die Unterschiede zwischen Quercus robur und Quercus petrae sind in der Publikation "Traubeneiche und Stieleiche - zwei ungleiche Schwestern" tabellarisch zusammengefasst

 

 

Baum, bis 40 m hoch
Stamm sich schon wenige Meter über dem Grund in stark knorrige, gewundene Äste teilend, welke Blätter werden im Herbst abgestoßen (Name: Sommereiche)

Pflanze einhäusig.
Männliche Blüten hängenden Kätzchen

Männliche Blüten meist mit 6 Staubblättern

Weibliche Blüten in lang gestielten Ähren zu 2 - 5 Blüten an den Triebenden


Photo und copyright Paul Busselen

Eichel 1/4 -1/3 vom Fruchtbecher (Cupula) umschlossen

Früchte zu wenigen zusammen sitzend, 

Fruchtstiele sehr lang (3 - 8 cm); Name!

Blattknospen eiförmig, +/- kahl

Blätter kurz gestielt (2 - 12 mm)
Blattgrund schmäler als die Mitte, herzförmig, meist geöhrt, unregelmäßig gelappt

Blatthälften meist unsymmetrisch, Blattunterseite meist kahl

Borke im Alter tief rissig

 

 

4      Blätter lang gestielt, Blattgrund keilförmig


Trauben- Eiche
(Quercus petraea
Liebl.)


Photo und copyright Michael Hassler

V, Wälder, Parks (0 - 1000 m)
     Paris (Jean- Luc Tasset September 2022, fruchtend)

Synonyme:
Quercus sessiliflora Salisb., Quercus sessilis J. F. Ehrh..
Quercus mas Thore (wird in der Flora Europae als eigene Art angegeben, im Catalogue of Life als Synonym von Quercus petrae, in der Flora Iberica nicht erwähnt, obwohl die Art in Spanien vorkommen soll)

English name:
Sessile Oak

Nom francais:
Chêne sessile

Nome italiano:
Quercia rovere

Verbreitung in Deutschland:
Weit verbreitet (nur Voralpenland, Z-Hessen, S-Eifel, N-Hunsrück, Nordwesten selten), fehlt in den Alpen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: nicht gefährdet, Baden-Württemberg: nicht gefährdet, Bayern: nicht gefährdet, Berlin: nicht gefährdet, Brandenburg: nicht gefährdet, Hamburg: nicht gefährdet, Hessen: nicht gefährdet, Mecklenburg-Vorpommern: nicht gefährdet, Niedersachsen: nicht gefährdet, Nordrhein-Westfalen: nicht gefährdet, Rheinland-Pfalz: nicht gefährdet, Saarland: nicht gefährdet, Sachsen: nicht gefährdet, Sachsen-Anhalt: nicht gefährdet, Schleswig-Holstein: nicht gefährdet, Thüringen: nicht gefährdet 

Weltweite Verbreitung:
Austria, Germany, Switzerland, 
Spain, 
France, Corsica, Italy, Sicily, 
Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Macedonia, Montenegro, Bosnia & Hercegovina, Albania, Greece (N- Central, N- East)
England, Ireland, Belgium, Denmark, Netherlands, Norway, Sweden, 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Bulgaria, Turkey, Baltic States, Russia, Belarus, Ukraine, Moldavia, Crimea, Iran, Lebanon

Etymologie:
- Quercus: lat. Eiche
- petrae: Felsen

Quercus robur und Quercus petrae kommen oft im gleichen Lebensraum vor und bilden fertile Hybride (= Quercus x rosaceae Brechst.) mit intermediären Merkmalen. Die Unterschiede zwischen Quercus robur und Quercus petrae sind in der Publikation "Traubeneiche und Stieleiche - zwei ungleiche Schwestern" tabellarisch zusammengefasst

 

 

 

Baum, bis 35 m hoch


Photo und copyright Andrea Moro

Pflanze einhäusig:
Männliche Blüten hängenden Kätzchen


Photo und copyright Andrea Moro

Weibliche Blüten sitzend, zu 2 - 5 an den Triebenden


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Früchte +/- sitzend, zu mehreren in Trauben (Name!), 


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Eichel 1/4 -1/3 vom Fruchtbecher (Cupula) umschlossen, Fruchtbecher dünnwandig
Fruchtschuppen klein, Rücken nicht gewölbt


Photo und copyright Michael Hassler

Blätter 8 - 32 mm lang gestielt, Blattgrund nur wenig schmäler als die Mitte, keilförmig, selten geöhrt, regelmäßig und wenig tief gelappt, Blattlappen zur Blattspitze kleiner werdend, vorne rund


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Junge Triebe mit wenigen Korkzellen, alle Blattnerven münden in den Blattlappen,
ohne Buchtennerven


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Blätter unterseits mit wenigen winzigen Sternhaaren (Lupe!), 
auf den Adern oder in den Nervenwinkeln meist etwas behaart


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

Welke Blätter bleiben im Winter oft +/- lange am Baum (Name: Wintereiche)


Photo und copyright Andrea Moro