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Zwergsträucher (maximal 1,5 m groß)

Blätter unterseits behaart
> 1

Blätter unterseits kahl, oft wachsig blaugrün
6

 

1     Blätter zumindest unterseits behaart

Strauch mit oberirdischem Stämmchen
Blätter unterseits weißfilzig
wild nur in Österreich und der Schweiz
> 2

Nur die Seitentriebe oberirdisch
Blätter unterseits seidenhaarig

> 3

 

2     Blätter unterseits weißfilzig


 Schweizer Weide
(Salix helvetica)

II- V, Alpine Schotterhalden, Bachufer
          nicht in Deutschland
          Botanischer Garten Berlin
          Wohlhüter Gartenland

Als Zierpflanze meist auf einem Stamm veredelt

 

 

 

30 - 150 cm großer Strauch
mit oberirdischem Stämmchen

Junge Zweige filzig behaart

Kätzchen mit den Blättern erscheinend
Staubbeutel anfangs purpurn oder rötlich, dann gelb

Blätter ca. 2 mal so lang wie breit, oberseits zunächst behaart, später verkahlend

Blätter unterseits weißfilzig

 

 

3     Blätter unterseits seidenhaarig

Kätzchen weit vorlaufend, rund
Blätter 5 - 10 mal so lang wie breit, 
mit 12 und mehr Nervenpaaren 

> 4

Kätzchen mit den Blättern erscheinend, oval
Blätter 3 - 5 mal so lang wie breit, 
mit 4 - 8 Nervenpaaren

> 5

 

4      Blätter mit 12 und mehr Nervenpaaren


 Rosmarin- Weide
(Salix rosmarinifolia)

II- V, Moore, Moorwiesen
          Unterammergau

Andere Namen:
Salix repens ssp. rosmarinifolia

 

 

20 - 100 cm großer Strauch
Stämme niederliegend, Zweige aufsteigend
(ähnlich Salix repens)

Kätzchen vor den Blättern entwickelt (= vorlaufend)
Staubfäden vollständig getrennt, Staubbeutel anfangs purpurn oder rötlich, dann gelb, zuletzt schwärzlich

Deckblätter der weiblichen Blüten 2- farbig (am Grund gelbgrün, im oberen Teil braun oder schwarz)

Weibliche Kätzchen rundlich, 1 - 2 cm lang, 
Griffel > 1 mm, meist so lang wie die Narbenäste
Fruchtknoten seidig- filzig, gestielt, Stiel höchstens halb so lang wie der Fruchtknoten

Blätter 5 - 10 mal so lang wie breit, 2 - 5 cm lang, an beiden Enden verjüngt, oberseits zuletzt kahl und dunkelgrün

Blätter unterseits silbriggrau, 
mit 12 und mehr Nervenpaaren

 

 

5      Blätter mit 4 - 8 Nervenpaaren


 Kriech- Weide
(Salix repens)

IV- V, Moore, Moorwiesen, Weiden, Heiden
            Botanischer Garten Berlin

Zu den Unterarten

 

 

 

20 - 100 cm großer Strauch
Stämme niederliegend, Zweige aufsteigend

Triebe abstehend behaart

 

Deckblätter der Blüten 2- farbig (am Grund gelbgrün, im oberen Teil braun oder schwarz)


Photo und copyright Paul Busselen

Kätzchen mit den Blättern erscheinend

Staubfäden vollständig getrennt, Staubbeutel anfangs purpurn oder rötlich, dann gelb, zuletzt schwärzlich


Photo und copyright Paul Busselen

Weibliche Kätzchen 1 - 2 cm lang, oval
Fruchtknoten seidig- filzig, gestielt

Klappen der aufgesprungenen Frucht spiralig zurückgerollt

Blätter 2 - 5 mal so lang wie breit, 1 - 5 cm lang, an beiden Enden verjüngt, ganzrandig, selten mit einigen Zähnen

 

Blätter unterseits silbriggrau, 
mit 4 - 8 Nervenpaaren

 

 

6     Blätter kahl

Äste mit abschilfernder Haut
Blätter oberseits blaugrün, matt, immer ganzrandig
> 7

 

 Äste ohne abschilfernder Haut
Blätter oberseits grün, ganzrandig oder gezähnt
> 8

 

7     Blätter oberseits blaugrün, matt, immer ganzrandig


 Heidelbeer- Weide 
(Salix myrtilloides)

 

V - VI, Alpine und subalpine Moore
             Pfronten, Nesselwang
             Botanischer Garten Tübingen

Gefährdungsgrad in Bayern und Deutschland: 1 
Vom Aussterben bedroht
In anderen Bundesländern keine Vorkommen

 

 

 

 

20 - 50 cm großer Strauch
sparrig verästelt

 

Diesjährige Triebe kurz behaart,
Zweige rotbraun, mit abschilfernder Haut

 

Tragblätter gelblich- grün mit purpurrotem Saum

Männliche Kätzchen mit den Blättern erscheinend,  Staubfäden rot, vollständig getrennt, kahl

 

Weibliche Kätzchen bis 2,5 cm lang, elliptisch

 

Fruchtknoten lang gestielt, kahl

 

Blätter kahl, elliptisch, 2 mal so lang wie breit
bis 1,5 -2,5 cm lang, vorn kurz zugespitzt, immer ganzrandig, Oberseite blaugrün, Blattrand umgerollt

 

Unterseite kahl, hell blaugrün mit dichtem Wachsüberzug (Blatt ähnlich Vaccinium uliginosum), Nebenblätter fehlend

 

 

 

8     Blätter oberseits grün, gesägt oder ganzrandig

Nebenblätter fehlend oder schwach entwickelt
> 9

Nebenblätter vorhanden
> 12

 

9      Nebenblätter fehlend oder schwach entwickelt

Diesjährige Triebe gelbgrün, behaart
Blätter beim Trocknen nicht schwarz werdend
Früchte behaart
> 10

 Diesjährige Triebe kahl
Blätter beim Trocknen schwarz werdend
Früchte kahl
> 11

 

                                                   

10     Früchte behaart, diesjährige Triebe gelbgrün, flaumig- zottig behaart


 Bäumchen- Weide
(Salix waldsteiniana)

V - VI, Alpine Hochstaudengebüsche
             Fellhorn
             Füssen, Hindelang
             Botanischer Garten Berlin
             Orto Botanico

Gefährdungsgrad in Bayern: 
Ungefährdet
In anderen Bundesländern keine Vorkommen

Andere Namen:
Salix arbuscula

 

50 - 150 cm großer Strauch
dichte Horste bildend

Diesjährige Triebe gelbgrün, flaumig behaart

Deckblätter  gelblich, an der Spitze dunkler
auffällig lang bärtig

Männliche Kätzchen vor oder mit den Blättern erscheinend,  Staubfäden bläulich, kahl

Griffel lang, Fruchtknoten fast sitzend, behaart

Sommerblätter bis 0,5 - 4 cm lang, eiförmig, größte Breite oberhalb der Mitte, manchmal schief zugespitzt, Rand meist drüsig gesägt, Oberseite grün, stark glänzend, Nebenblätter fehlend oder unscheinbar

Unterseite blaugrün, mit Wachsüberzug bis zur Spitze, Nervennetz unterseits vorspringend, kahl

 

 

11     Diesjährige Triebe kahl


 Kahle Weide
(Salix glabra)


Photo und copyright Harry Berger

V - VI, Alpine Hochstaudengebüsche
             Pfronten

Gefährdungsgrad in Bayern: 
Ungefährdet
In anderen Bundesländern keine Vorkommen

 

 

 

50 - 150 cm großer Strauch

 

Diesjährige Triebe kahl

Kätzchen bis 3 cm lang, 
kurz nach dem Blattaustrieb blühend

Staubfäden rot, an der Basis locker behaart


Photo und copyright Gerhard Nitter

Weibliche Kätzchen dünn zylindrisch, bis 4 cm lang, elliptisch, locker


Photo und copyright Gerhard Nitter

Früchte kahl

 

Blätter bis 7 cm lang, lanzettlich bis verkehrt eiförmig, zugespitzt, Rand gesägt mit Drüsen auf den Zahnspitzen, Oberseite sattgrün, stark lackartig glänzend, kahl


Photo und copyright Harald Geier

Unterseite weißlich matt, mit dichtem Wachsbelag, kahl, Nervatur stark hervortretend, beim Trocknen schwarz- fleckig werdend, Nebenblätter fehlend oder schwach entwickelt


Photo und copyright Harald Geier

 

 

12      Blattrand nicht drüsig gesägt

Blätter unregelmäßig gesägt bis ganzrandig
Nebenblätter groß, schief eiförmig, gesägt, spitz
Nur Alpen
> 13

 Blätter wellig ausgebissen oder ganzrandig
Nebenblätter nierenförmig, grob drüsig gezähnt

> 14

 

13     Nebenblätter groß, schief eiförmig, gesägt, spitz


 Spieß- Weide
(Salix hastata)

V - VI, Alpine Hochstaudengebüsche
             Iseler
             Botanischer Garten Augsburg
             Fellhorn

             Füssen, Hindelang

Gefährdungsgrad in Bayern: 
Ungefährdet
In anderen Bundesländern keine Vorkommen

 

 

 

50 - 150 cm großer Strauch

Diesjährige Triebe +/- hellgrau behaart,
Zweige grün, braun oder rötlich

Deckblätter  gelblich, an der Spitze dunkler
auffällig lang bärtig

Männliche Kätzchen mit den Blättern erscheinend,  Staubfäden rot, vollständig getrennt, kahl

Weibliche Kätzchen dünn zylindrisch, bis 4 cm lang, elliptisch, locker, Griffel so lang oder länger wie die Narben, Fruchtknoten kurz gestielt, kahl

Klappen der aufgesprungenen Frucht spiralig zurückgerollt

Blätter eiförmig, 3 - 8,5 cm lang, Rand im unteren Teil meist buchtig gekerbt, Oberseite schwach glänzend, kahl

Unterseite blaugrün, Mittelnerv gelbgrün, kahl

Nebenblätter groß, schief eiförmig, gesägt, spitz

 

 

14     Nebenblätter nierenförmig, grob drüsig gezähnt


 Bleiche Weide
(Salix starkeana)

IV - V, Magerrasen, Moorwiesen
             Schwäbische Alb

Gefährdungsgrad in Baden- Württemberg und Deutschland: 2
Stark gefährdet
Gefährdungsgrad in Bayern: 1
Vom Aussterben bedroht
In anderen Bundesländern keine Vorkommen

 

 

20 - 70 cm großer Strauch
Stämme niederliegend, Zweige aufsteigend

Triebe erst flaumig behaart, später kahl, 
 rotbraun bis purpurrot

Deckblätter  gelblich oder bräunlich, an der Spitze dunkler, am Rand mit Bart

Kätzchen meist vor den Blättern entwickelt, dünn zylindrisch, lockerblütig, Staubfäden vollständig getrennt, Staubbeutel immer gelb, kahl

 

Weibliche Kätzchen dünn zylindrisch, 
1,5 - 3 cm lang, locker

 

Griffel kürzer wie die Narben
Fruchtknoten seidig- filzig, lang gestielt

Klappen der aufgesprungenen Frucht spiralig zurückgerollt

 

Blätter eiförmig, 2 - 5 cm lang, Rand meist buchtig gekerbt, Oberseite schwach glänzend, dunkelgrün
anfangs leicht behaart, später kahl

Unterseite matt bläulich grün, Blattstiel 5 mm lang behaart, Nebenblätter groß