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Varietäten und Sorten von Iris x germanica

Alle Bartiris- Sorten stammen ursprünglich von Iris lutescens ab, die im Mittelmeergebiet vorkommt. Als Zauberpflanzen wurden Schwertlilien zur Feindabwehr auf Burgfelsen gepflanzt und bei Belagerungen ausgegraben und zur eigenen Burg verschleppt. Dadurch entstanden schon im Mittelalter mehrere Alte Sorten, die in einigen Büchern als eigene Arten aufgeführt werden (Iris florentina, Iris sambucina, Iris flavescens). Durch Züchtungen sind heute etwa 30000 Neue Sorten entstanden, die unter dem Begriff Iris barbata (Bartiris) gehandelt werden.

Alte Sorten:

Blüten bläulichweiß
> 1

Blüten blauviolett
> 2

Blüten gelb
> 5

 

1     Blüten bläulichweiß


Florentiner Schwertlilie 
(Iris x germanica var. 'Florentina')

V - VI,  Zierpflanze
              Botanischer Garten Würzburg

Albinoform von Iris x germanica

 

Pflanze 30 bis 120 cm groß
Grundblätter kürzer als der Stängel

Hängeblätter bläulichweiß, bis zur Mitte bebärtet
Hochblätter braun, papierartig

 

 

2     Blüten blauviolett

Grund von Dom- und Hängeblättern weißlich
Staubfäden so lang wie der Staubbeutel
> 3

Grund von Dom- und Hängeblättern gelb
Staubfäden länger als der Staubbeutel
> 4

 

3     Staubfäden so lang wie der Staubbeutel


Deutsche Schwertlilie
(Iris x germanica)

V - VI,  Zierpflanze
              Günzburg Feuerbachstr (cult.)

Wahrscheinlich ein Bastard von Iris pallida und Iris variegata

 

 

Pflanze 30 bis 120 cm groß
Grundblätter kürzer als der Stängel

Stängelverzweigungen (hier als untere Blütenknospen erkennbar) oberhalb der Stängelmitte

Hängeblätter dunkelviolett, am Grund gelblich, zuweilen mit dunklen Adern

Domblätter hell bläulich- violett, 
allmählich in den Nagel verschmälert

Bart im vorderen Teil weiß, im hinteren gelb

Staubfaden so lang wie der Staubbeutel

Hochblätter nur im oberen Teil trockenhäutig

Frucht dreikantig

Stängel rund
Blätter bis 1 cm breit, graugrün bereift

Pflanze mit kriechendem Rhizom

 

 

4      Staubfäden so lang wie der Staubbeutel


Holunder Schwertlilie
(Iris x sambucina)

V - VI,  Zierpflanze, Hügel von Burgen
              Mägdeberg (Hegau), Klettergarten          
              Botanischer Garten Tübingen

Bastard von Iris variegata und Iris pallida oder  
Iris x germanica

 

                        

 

Pflanze 40 - 70 cm groß, nach Holunder riechend
Grundblätter kürzer als der Stängel, 
Stängelverzweigungen ober- oder unterhalb der Stängelmitte

Hängeblätter meist dunkelviolett, an der Spitze oft ausgerandet, Nagel gelblich, braun geadert

Bart gelb oder orange

Domblätter hellviolett oder schmutziggelb
plötzlich in den Nagel verschmälert

Staubfäden länger als Staubbeutel

Hochblätter stärker trockenhäutig als I. x germanica
aufgeblasen

Blätter seitlich abgeflacht, breiter als 1 cm

 

 

 

5     Blüten gelb


Gelbliche Schwertlilie 
(Iris x flavescens)

V - VI,  Zierpflanze
              Peterswörth, Garten

Andere Namen:
Bauerngarten- Schwertlilie

 

 

Pflanze 30 bis 120 cm groß
Grundblätter kürzer als der Stängel

Hängeblätter hellgelb

Hochblätter nur im oberen Teil trockenhäutig