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Einährige Seggen - Ähre entweder nur aus männlichen oder nur aus weiblichen Blüten

Pflanze locker rasig wachsend, Stängel glatt
Weibliche Ähren zur Fruchtzeit dichtblütig, bis 1,2 cm lang
Spelzen fast so lang wie die Schläuche
> 1

Pflanze horstig wachsend, Stängel rau
Weibliche Ähren zur Fruchtzeit lockerblütig, bis 2 cm lang
Spelzen deutlich kürzer wie die Schläuche
> 2

                                                                        

1      Weibliche Ähren dichtblütig, bis 1,2 cm lang, Spelzen fast so lang wie die Schläuche


Zweihäusige- Segge
(Carex dioica
L.)

V - VI, Hoch- und Niedermoore (700 - 2200 m)
             Pfronten, Wasenmoos, Bayern, 890 m ü.M.(22.06.2012)

Synonyme:
Torf- Segge
Carex laevis Hoppe, Carex linneana Host, Vignea dioica (L.) Rchb.

English name:
Dioecious Sedge

Nom francais:
Laiche dioïque

Nome italiano: 
Carice dioica

Verbreitung in Deutschland:
Zerstreut Voralpenland, Oberschwaben, Schwarzwald; selten Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Bayerischer Wald; restliches Gebiet fast überall verschwunden und nur wenige Restvorkommen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 2 (stark gefährdet), Baden-Württemberg: 2 (stark gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 1 (vom Aussterben bedroht), Hamburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 0 (ausgestorben), Mecklenburg-Vorpommern: 1 (vom Aussterben bedroht), Niedersachsen: 1 (vom Aussterben bedroht), Nordrhein-Westfalen: 0 (ausgestorben), Rheinland-Pfalz: 0 (ausgestorben), Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Schleswig-Holstein: 1 (vom Aussterben bedroht), Thüringen: 0 (ausgestorben)

Weltweite Verbreitung:
Austria,  Germany, Switzerland
Spain, France, Italy, Slovenia, Croatia, Serbia & Kosovo, Bosnia & Hercegovina,  
England, Czech Republic, Slovakia, Denmark, Faroer Isl., Finland, Ireland, Netherlands, Iceland, Norway, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Russia, Belarus, Ukraine, Sweden

 

 

 

Pflanze 5 - 15 cm groß
locker rasig wachsend

Männliche Ähren schlank, 

abgeblüht hell- rotbraun

Weibliche Ähren zur Fruchtzeit dichtblütig, bis 1,2 cm lang
Spelzen fast so lang wie die Schläuche, 2 Narben

Schläuche plötzlich in den kurzen Schnabel verschmälert

Stängel glatt, Blätter borstenförmig- rinnig, 
deutlich kürzer als der ausgewachsene Stängel

 

 

 2       Weibliche Ähren lockerblütig, bis 2 cm lang, Spelzen deutlich kürzer wie die Schläuche


Davall- Segge
(Carex davalliana
Sm.)

V - VI, Hoch- und Niedermoore (50 - 2500 m)
             Reisensburg, Fehdermähder, Bayern, ca. 450 m ü.M. (20.06.2009)

Synonyme:
Carex scabra Hoppe, Vignea davalliana (Sm.) Rchb.

English name:
Davall's Sedge

Nom francais:
Laîche de Daval

Nome italiano: 
Carice di Davall

Verbreitung in Deutschland:
Mäßig häufig Alpen, Voralpenland; sehr zerstreut Z- und O-Baden-Württemberg, Franken, Thüringen, Eifel; selten Oberrheinebene, Bayerischer Wald, W-Sachsen, S-Sachsen-Anhalt, O-Hessen 

Gefährdung in Deutschland:
Deutschland: 3+ (gefährdet), Baden-Württemberg: 3 (gefährdet), Bayern: 3 (gefährdet), Berlin: 0 (ausgestorben), Brandenburg: 0 (ausgestorben), Hessen: 2 (stark gefährdet), Mecklenburg-Vorpommern: 0 (ausgestorben), Niedersachsen: 0 (ausgestorben), Nordrhein-Westfalen: 3 (gefährdet), Rheinland-Pfalz: 2 (stark gefährdet), Saarland: , Sachsen: 0 (ausgestorben), Sachsen-Anhalt: 0 (ausgestorben), Thüringen: 3 (gefährdet

Weltweite Verbreitung:
Germany, Austria,  Switzerland,
Spain, France, Corsica, Italy, Slovenia, Croatia, Bosnia & Hercegovina, Serbia & Kosovo, Montenegro, Macedonia, Greece (N- Pindos, N- Central), 
Czech Republic, Slovakia, Hungary, Poland, Romania, Baltic States, European Russia, Ukraine, Turkey
+England, +Denmark, 

Benannt nach Edmund Davall (1763 - 1798), schweizer Botaniker englischer Herkunft.

 

 

 

 

Pflanze 10 - 40 cm groß

in männlichen (rechts) und weiblichen (links) Horsten wachsend

Weibliche Ähren (links) anfangs dicht stehend,
Männliche Ähren (rechts) schlank, hell- rotbraun, Staubbeutel heraushängend


Photo und copyright ©PHOTOFLORA- Jean- Luc Tasset

 Weibliche Blüten mit 2 Narben

Fruchtende Ähren locker, bis 2 cm lang

Spelzen deutlich kürzer als die Schläuche

Schläuche allmählich in den langen Schnabel verschmälert

Stängel rau, 3- kantig, meist deutlich länger als die Blätter

Blätter borstenförmig- rinnig, deutlich kürzer als der ausgewachsene Stängel